Chris Hirson Seta Tunes - Trivial things
09.10.2013 19:11 von jazz (Kommentare: 0)

Meta-records, meta 043
Im Titel-Stück „Trivial Things“ belegt der Sopransaxophonist Chris Hirson, dass seine Musik im eigentlichen Sinn von „trivial“ zwar „allgemein zugänglich“, aber keineswegs „altbekannt“ ist. Sein Spiel vermittelt in langsamen und singenden Linien exotische Stimmungen, was wohl auch Charlie Mariano dazu animiert haben könnte, die „Vielfältigkeit der Klangfärbung“ als „reinen Hörgenuss“ zu loben. In anderen Passagen und Stücken pulsiert die Musik, bläst Hirson das Instrument in expressiven Stakkati zum schnell gezupften und gradlinig marschierenden Bass sowie rasanten Pianoläufen. „Who Too“ klingt zwar zunächst vertraut und gleicht manchen anderen Kompositionen des modernen Jazz. Dennoch behält die Interpretation des vorzüglichen Quartetts mit Hirson, dem Pianisten Carsten Daerr, dem Bassisten Oliver Potratz und dem Schlagzeuger Sebastian Merk eine eigenständige Note, die im Zusammenklang mit der ausdrucksstarken und Emotionen weckenden Stimme von Mithila Motaleb noch stärkeres Eigenleben entfaltet. „Small Talk“ steht für diese originelle Richtung, die Experiment und Expression auf spannende Weise einbezieht. Mag sein, dass die fünf Künstler mit ihren jeweiligen Eigenheiten befruchtend auf die vielfarbigen Stimmungen gewirkt haben, sich ist aber auch, dass Chris Hirson mit seinem Saxophonspiel dieser nuancenreichen, spannenden und ausdrucksstarken Musik seinen Stempel aufdrückt.
(km)


