David Orlowsky + Singer Pur - Jeremiah

10.10.2013 10:51 von jazz (Kommentare: 0)

 



SONY 88697757372


Nach Jan Garbareks „Officium“ mit dem Hilliard Ensemble, kombiniert nun auch der Klarinettist David Orlowsky sein Einfachrohrblasinstrument mit antiken Klerikalgesängen. In den heiligen Hallenräumen (Himmelfahrtskirche in München) verschmilzt akustisch das althergebrachte Vokale mit mehr oder weniger Improvisiertem – ohne stilistische Divergenzen, gediegene Homogenität herrscht vor. Auf feierliche Palestrina- und Gesualdo-Kompositionen setzt Orlowsky dezente Klezmer-Kantilenen, die sich nie egozentrisch und vorlaut über das historische Material erheben. Ein Crossover-Manöver, welches keineswegs ins Schleudern kommt. Und wenn bei dem zeitgenössischen Opus „Lux aeterna“ von Matan Porat (Israel) gehäuft Dissonanzen und Clusterliches auftauchen, entsteht trotzdem ein gefühlter Wohlklang. Diszipliniert und intonationsreinst agiert das aus Regensburg stammende Sextett „Singers Pur“, mit Akkuratesse und Subtilität spielt der 1981 in Tübingen geborene David Orlowsky seine Klarinetten. 

 

(haku)

Zurück