Fessor´s Big City Band - Final Call
09.10.2013 16:52 von jazz (Kommentare: 0)

Storyville 101 4255
Mit dieser Einspielung aus den Jahren 2002 und 2003 hat Ole „Fessor“ Lindgreen sich und seiner Big City Band nach 35 Jahren Bandgeschichte ein hörenswertes Denkmal gesetzt. „Final Call“ nennt er die Aufnahmen, mit denen der dänische Posaunist seine Band Ende 2003 aufgelöst hat. Es ist ein Ruf, bei dem in seiner Endgültigkeit ein bisschen Bedauern mitschwingt, denn diese Form eines „modernen“ traditionellen Jazz kann begeistern.
„Elith´s Farm“, ein ryhthmisch reizvolles Stück, vereint so alles, was ins Herz und den Unterleib zielt: eine percussive Eröffnung wie beim frühen Dave Brubeck, eine schöne warme Klarinette, elegant und swingend, einen spannenden Pianolauf, ein herrlich trockenes Posaunensolo, den satten Sound des Baritonssaxophons und den scharfen Trompetenklang sowie ein Orgelspiel voller Rhythm ´n´Blues und Memphis-Soul. Mitreißend auch die Ballade „Ferdinand“ – wie so vieles andere auf dieser Scheibe. Zwölf Stücke, allesamt in der Tradition verwurzelt, aber offen für moderne Einflüsse vom Blues bis Bebop, von karibischer Rhythmik bis zum heutigen New Orleans.
Neben seinen exzellenten Bandmitgliedern hat Fessor drei Musiker, die erheblich zu dem interessanten Sound beitragen: den Violinspieler Kristian Jorgensen, den Klarinettisten Elith „Nulle“ Nykjaer und den Organisten Kjeld Lauritsen. Wer für untraditonellen traditionellen Jazz etwas übrig hat, sollte auf jeden Fall zu dieser CD
(km)


