Mads Vinding Trio: The Kingdom (where nobody dies)

20.08.1998 17:42 von jazz (Kommentare: 0)

 

CD-pic

 

 

Stunt Records, rec. 1997

 

The Kingdom (where nobody dies): die Kindheit. Und was tun Kinder? 
Spielen.

 

Spielfreude und spielerisches Zusammenspiel im wahrsten Sinne des Wortes zeichnen diese CD aus.

 

Die Triobesetzung: Enrico Pieranunzi (p) Alex Riel (dr) und Mads Vinding (b). Allesamt Musiker der europäischen Spitzenklasse. Vor einigen Jahren hatten sie sich bei Aufnahmen für den Dänischen Rundfunk zum ersten Mal getroffen. Mads Vinding hat die Mitspieler, nachdem er die alten Tapes wieder gehört hatte für diese Studioproduktion wieder eingeladen. Das intuitive Zusammenspiel von damals zeigt sich auch auf den Titeln dieser neuen CD. Eine gelungene Mischung von Eigenkompositionen aus Pieranunzi's Feder und Standards die nie angestaubt wirken.

 

Traumwandlerisch sicher spielt dieses Trio zusammen. Im Mittelpunkt der Gruppe der Bassist. Klar ist seine Rolle als Katalysator, er sorgt für den Zusammenhalt. Technisch ohnehin makellos, überzeugt er vor allem durch seine einfallreichen Soli. Pieranunzi's Stärke liegt einerseits im sensiblen Balladenspiel, andererseits erweist er sich als kraftvoll und dynamisch mit der Fähigkeit sich trotzdem in der Begleitung angemessen zurücknehmen zu können. Alex Riel, als expressiver Schlagzeuger, fügt sich hervorragend in das geschlossene Klangbild des Trios. Niemals zu laut oder zu dick aufgetragen. Das Wissen wann man "draufschlagen" darf und wann es besser ist sich in der Gruppe etwas zurückzuhalten ist leider nicht bei jedem Schlagzeuger so ausgeprägt wie bei ihm.

 

Erwähnenswert ist die hervorragende Klangqualität der CD, die gerade in dieser Besetzung besonders erfreut.

 

(fs), 1998

 

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