Matthias Frey and friends - Oriental Voyage

09.10.2013 17:01 von jazz (Kommentare: 0)

 

Zyx Music NFX 20008


Die Liebe zur Romantik und Impressionismus, dem Wohlklang, zum Mystischen und Exotischen, aber auch die Lust am Experimentieren hat die Musik des Pianisten Matthias Frey schon immer geprägt. Das war bereits vor 25 Jahren im Trio mit Wolfgang Tiepold (Cello) und Michael Thierfelder (Percussion) (und im Quartett mit  Lang) so, das blieb später in den Begegnungen mit Trilok Gurtu sowie im Zusammenspiel mit Tiepold und Christoph Haberer, im experimentellen Treffen mit Bernd Konrad (Saxophon) und Ferdinand Försch (Percussion, Cello) oder aber mit Ramesh Shotham (Percussion) und Alexander Cherdrom (Keyboards).  Matthias Frey ist unverwechselbar, bleibt sich treu, ohne abgedroschen zu wirken.

Der Begriff „Weltmusik“ ist inzwischen der vielen misslungenen Versuche wegen, fast schon ein Schimpfwort. Glücklicherweise gibt es aber auch Musiker wie den Saxophonisten Charlie Mariano und eben Matthias Frey, der dieses Mal assoziierend und lautmalend sich von den Mythen des legendären Verbindungsweges zwischen Orient und Okzident inspirieren lässt. Diese Eingebungen schlagen sich in elf Kompositionen wieder, die dem Zuhörer seltsam vertraut vorkommen, aber dennoch fern jeglicher Klischees in ihren Klangfarben und Rhythmen faszinieren.

Die mal verträumt, mal flink perlenden Pianoläufe von Matthias Frey, das singende Spiel auf Flöten, Bambusflöten Saxophon und Klarinette von Büdi Siebert, der lyrische Klang der Oud von Basem Darwish-Schürmann, die tänzerischen und exotischen Rhythmen des Percussionisten Can Yoldas sowie das filigrane Gitarrenspiel Michael Lückers formen Klangkörper von fremdländischem Reiz und archetypischen, weltumspannenden Sounds. Einem langsamen und meditativen Stück wie „Taklan Makan“ folgt eine beschwingte Komposition wie „Market of Kashgar“ mit Oud-Solo.

Hier ist die Weltmusik eine globale Muse, die sich nicht anbiedert.

 

(km)

Zurück