Susan Weinert - Tomorrow´s Dream

09.10.2013 18:34 von jazz (Kommentare: 0)

 

Toughtone TTR 2304-2

2202 hatten Susan und Martin Weinert schon einmal mit dem akustischen Duo-Album „Synergy“ belegt, dass die intime Zwiesprache ebenso spannend sein kann, wie der groovende Elektrosound der Weinert-Bands. Auch mit „Dancing on the Water“ haben die Gitarristin und der Bassist gemeinsam mit dem Sänger Francesco Cottone filigrane und kontemplative Saitenspiele in den Vordergrund gerückt und mit intensiv sinnlichem Gesang verschmolzen. „Tomorrow´s Dream“, die neueste Einspielung des Saiten-Duos pflegt wiederum die intime Zwiesprache, die einerseits das traumhaft sichere Aufeinandereingehen der beiden Künstler dokumentiert, aber auch unbarmherzig die kleinste Langatmigkeit aufdeckt – die allerdings die Ausnahme bleibt.
Bereits die ersten Takte mit dem leicht kratzenden Bass und der kurzen Notenkette auf der Gitarre nehmen gefangen. Lange, melodiöse Single-Note-Linien perlen sanft aus der Gitarre, wunderschöne, manchmal fast minimalistische wirkende und harmonisch faszinierende Bass-Soli kommen der reinen Ästhetik nahe. Dazwischen Akkordreihen, die den stetigen Fluss aufbrechen. Der Sound ist durchsichtig und klar strukturiert, dezent und fast unhörbar der Hintergrund aus schwebenden Sounds der E-Gitarre und Keys in einigen Stücken. Die Klangfarben sind von pastellöser Transparenz und impressionistisch flirrendem Glanz. Mit betörender Leichtigkeit verleitet die Musik dazu, die Augen zu schließen, sich ganz den filigranen und doch von innerer Kraft zeugenden Saitenspielen hinzugeben. Die Titel der einzelnen Kompositionen aus der feder Susan Weinerts wie „Deep Blue Sky“, „Hope“, „Tiefe Stimme“ oder das Titelstück „Tomorrow´s Dream“ wecken in der Tat jene Assoziationen, die sie versprechen.

 

(km)

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