Triologic - Seasons

10.10.2013 10:45 von jazz (Kommentare: 0)

 


Mons Records MR 874481

Die Hitze des Sommers spiegelt sich in einem rasend schnellen, fingerfertigen und zugleich licht-transparenten Gitarrensolo von Thomas Andelfinger wider sowie in einem anschließenden leicht überblasenen und heißen Solo des Saxophonisten Steffen Weber. Unterstrichen wird diese Stimmung durch das pulsierende Rhythmusgeflecht des Drummers und Komponisten Rüdiger Ruppert. Getragen und sanft melancholisch eröffnet Weber den Prolog auf den Herbst, bevor das Quartett, zu dem noch unauffällig , aber stets im Hintergrund präsent, der Bassist Christoph Niemann gehört, lebhafter zu swingen anfängt. Kühle und Melancholie charakterisieren die Komposition „Winter“, in der auch der Bassist Raum für ein harmonisch passendes Solo erhält, um dann einen perlenden Gitarrenlauf zu unterlegen.


Begonnen hatte die Musik der neuen CD „Seasons“ mit einem hellen und vibrierenden Duo von Saxophon und Gitarre im Frühlingsprolog, um mit leichter Klangmalerei der Gitarre und filigranen Saxophonläufen in „Spring“ fortgeführt zu werden. Selten haben Kompositionen die Stimmungen der Jahreszeiten besser und assoziativer umgesetzt als dies „Triolgic“ mit dem einfühlsamen Gast am Saxophon vermag. In drei zusätzlichen Kompositionen kommt es wie im Up-Tempo-Stück „Bebobaluba“ zu aufregenden Duos des Gitarristen und des Saxophonisten, die überwiegend die Klangfarben bestimmen. Im langsameren „Kulala“ besticht Bassist Niemann mit einem lyrischen Solo sowie in „Not quiet“ knarrend con arco.
 

Den Begriff „Melodic Groove Jazz“ hat das Berliner Trio für seine Musizierweise kreiert. Rein intuitiv scheint dies eine treffende Beschreibung dieses insgesamt leichten und lichten, eingängig melodischen und flexibel perkussiven Spiels zu sein.

 

(km)

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