Bingen Swingt 2006

17.05.2006 12:23 von jazz (Kommentare: 0)

Jazz Festival „Bingen swingt“ mit multikulturellem Programm und vielen Highlights – Von Boogie Woogie bis Brötzmann – Jazz in seiner ganzen stilistischen Breite 



Wenn das runde Leder die ganze Welt in Atem hält, geht’s auch in Bingen am Rhein rund. Vom 23. bis 25. Juni ist Jazz-Time in Bingen und „Bingen swingt“ – wie jedes Jahr. Schon der Name des angesagten Jazz-Festivals, zu dem Musiker und Fans aus der ganzen Welt anreisen, ist Programm. Die ganze Stadt verwandelt sich in eine Jazz-Meile. Und auch diesmal wieder werden viele tausend Besucher durch swingy Bingen flanieren. Sie haben die Wahl zwischen 7 Musikbühnen, die überall in der Stadt verteilt sind. Zum Beispiel hoch oben im historischen Hof der Burg Klopp. Der garantiert romantischste Ort für guten Jazz ist das Rhein-Nahe-Eck. Wo die Nahe in den Rhein mündet und Mäuseturm und die Burgruine Ehrenfels grüßen, haben schon die ganz Großen Musik gemacht. Und so wird es auch diesmal wieder sein. 

Think big: Die großen Bigbands sind wieder mit dabei 

Angekündigt haben sich 3 Bigbands mit Programmen, die nicht nur eingefleischte Jazzer aufhorchen lassen. Wenn die NDR Bigband Frank Zappas Musik in völlig neuem Gewand präsentiert oder wenn das niederländische Jazz Orchestra of the Concertgebouw dem King Ray Charles Tribut zollt, dann ist Jazz im Spitzenformat angesagt. Ein ganz besonderer Leckerbissen wird die musikalische Zusammenführung der beiden Bands sein. Gemeinsam werden sie ein kleines, feines Repertoire präsentieren, das so noch nie zu hören war. Weltpremiere in Bingen! Auch die hr-Bigband setzt auf eine nicht alltägliche Begegnung. Aus Dänemark und aus der Schweiz bewegen Jesper Thilo und Roman Schwaller auf Deutschlands Mitte zu, um mit der hr-Bigband zusammen zu treffen. Sie haben mit amerikanischen Jazzgrößen gespielt und in renommierten europäischen Bigbands Erfahrungen gesammelt. In Bingen darf man sich auf ein freundschaftliches, musikalisches Kräftemessen in der Tradition der Tenor Battles dieser beiden großen Musiker freuen. 



Diesmal im Fokus: Die Jazz-Geige. Weltstar Jean Luc Ponti kommt 

„Bingen swingt“ ist immer für eine Überraschung gut. Und so steht diesmal ein Instrument im Fokus des Festivals, das im Allgemeinen beim Jazz nicht die erste Geige spielt. „Bingen swingt 2006“ ist eine Hommage an die Jazz-Geige. Dazu hat sich ein Genie aus Frankreich angesagt. In den Händen von Jean Luc Ponty bekommt die Geige ein ganz eigenes Klangbild - so wie damals die Gitarre bei Jimmie Hendrix. Und wenn es um die Geige geht, darf der Violinen Virtuose Didier Lockwood, der heute erfolgreichste Jazz-Star Frankreichs, natürlich auch nicht fehlen. An seiner Seite kein Geringerer als der Star-Pianist Niels Lan Doky aus Dänemark. Die beiden „Jazz-Götter“ werden von zwei der größten europäischen Musikern begleitet: Dem Bassisten Pierre Boussaguet und der Drummer-Legende Alex Riel. Dazu noch etwas Sinti-Jazz gefällig? Martin Weiss weiß wie’s geht. Mit seinen Eigenkompositionen, die neben seinem Hauptinstrument, der Violine, auch Gitarre, Contra-Bass, Klavier und Akkordeon miteinbeziehen, hat sich Weiss in die Herzen und in die Charts hinein gespielt. Und schließlich auch das noch: Bei „Strings only“ erklingen bis zu 100 Saiten auf der Bühne. Virtuoser geht’s nicht. Am Piano: Max Greger jr. – ein bekennender Fan des Festivals. 



Kein Provinz-Jazz: International - vom Kick-Off bis zum letzten Ton 

Das Festival-Programm 2006 ist internationaler denn je. Das spiegelt sich auch in der Zusammensetzung der Bands wider. Das European Jazz Ensemble vereint führende Musiker des Euro Jazz. Interpreten aus Tschechien, England, Ungarn, Dänemark, Deutschland und der Niederlande stehen gemeinsam auf der Bühne. Auch Künstler aus Schweden und der Schweiz, aus Ungarn und aus Brasilien sind mit dabei in Bingen. Und natürlich darf auch das Land nicht fehlen, wo einst die Wiege des Jazz stand – Amerika. Aus Texas fliegt der weltbekannte Drummer Butch Miles ein. Für ihn ist es eine Wiederbegegnung mit seinem geliebten Bingen. Gemeinsam mit dem Count Basie Orchestra feierte er Welterfolge. Energie geladen, gut gelaunt und hochprofessionell wird er sich gemeinsam mit dem Butch Miles Jazz Express seinen zahlreichen Fans präsentieren. 
Stark vertreten ist diesmal die Fraktion der Niederländer. Große Freude in Bingen! Denn neben dem niederländischen Jazz Orchestra of Concertgebouw und Madeline Bell hat auch Hollands erfolgreichster Vokalexport zugesagt: Fünf stimmgewaltige junge Männer, die unter dem Namen Montezuma’s Revenge gerade dabei sind, Musikgeschichte zu schreiben. „Ihr vergnügliches Spektakel wirkt, als hatten brave Chorknaben plötzlich Lust auf anarchischen Schabernack“, so „Der Spiegel“. Vier Niederländer und den Schweden Niklas Carlsson vereint der holländische Posaunist Bert Boeren in seinem Jay and Kai Project. Das Ergebnis ist eine Formation mit 2 Posaunen und einer Rhythmusgruppe und Musik, die es in sich hat. 



Ticket-Verkauf ist angelaufen – Zimmer-Reservierung wird dringend empfohlen 

Insgesamt werden über 30 Bands erwartet. „Bingen swingt“ Chefin Ute Hangen, die gleichzeitig auch Geschäftsführerin der Landesgartenschau Bingen 2008 ist, kann’s kaum erwarten, bis es endlich losgeht. Überraschungen im besten Sinne sind bis zu Schluss nicht ausgeschlossen. Auch diesmal wieder dürfen sich Jazz-Freunde auf ein multikulturelles Jazz-Erlebnis der Spitzenklasse freuen. Drei Tage und zwei Nächte lang. Da könnte es glatt passieren, dass die Kings of Jazz König Fußball zumindest zeitweise den Rang ablaufen. Schon für EUR 12,- ist man 3 Tage lang mit dabei. 


Das Bingen swingt Ticket kostet pro Person 12 Euro. Es gilt 3 Tage und ist einzeln oder auch zusammen mit einem Hotel-Package (2 ÜF im DZ pro Person von EUR 70,- bis EUR 104,-) erhältlich. Weitere Informationen im Jazzbüro „Bingen swingt“, Tel. 06721 30 98 22. Zimmer-Reservierung unter Tel. 06721 184 205 oder 206. News auch im Internet unter www.bingen-swingt.de

 

 

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