JazzArtFestival im April 2008 in Schwäbisch Hall
01.12.2007 14:24 von jazz (Kommentare: 0)
Vom Altmeister bis zum Jahrtausendtalent
SCHWÄBISCH HALL. „Das 2007 erstmals durchgeführte Internationale JazzArtFestival war ein derartig durchschlagender Erfolg, dass wir Veranstalter mit großem Elan in die zweite Runde starten“, freut sich Halls Kulturbeauftragte Ute Christine Berger. Zusammen mit Dietmar Winter (Club Alpha 60), Werner Feucht und Kurt Hohenstein (Konzertkreis Triangel) und Peter Panes (Goethe-Institut) hat sie bereits jetzt für Anfang April nächsten Jahres ein fast fertiges Programm entwickelt. Der swingende Konzertreigen soll sich wieder auf die Hospitalkirche konzentrieren.
Der Knüller soll jedoch über die Bühne des mehr Publikum fassenden Neubausaales gehen. Paul Kuhn kann mehr als nur bierselige Schlager singen, er ist vor allem ein leidenschaftlicher Pianist der alten Jazz-Schule. Seinen 80. Geburtstag wird „Paulchen“ - einen halben Monat „verspätet“ - gegen Ende einer ausgedehnten Tour in Schwäbisch Hall am 4. April feiern, zusammen mit weltweit geachteten Kollegen wie dem amerikanischen Posaunisten Professor Jiggs Whigham und dem niederländischen Flügelhornisten Ack van Rooyen.
Olivia Trummer hört es eigentlich nicht gerne, wenn ihr begeisterter Klavierlehrer Paul Schwarz mit seiner Lobeshymne vom „Jahrtausendtalent“ zitiert wird. Keine Bescheidenheit: Die 22-Jährige glänzt tatsächlich mit einer immensen Begabung an den 88 Tasten. Am letzten Festivaltag (6.4.) wird die Kornwestheimerin mit ihrem Trio in der schmucken Hospitalkirche auftreten. Das Finale wird dort das Genre-Grenzen überschreitende bayrische Ensemble „Quadro Nuevo“ gestalten.
Das 2. JazzArtFestival beginnt in der Barockkirche am 1. April mit Ketil Bjornstad, der sich ja schon 2006 bei den Literaturtagen an Ort und Stelle mit Wort und Musik präsentierte. Dem meditativen Pianisten aus Norwegen steht nun der muntere österreichische Saxofonist Wolfgang Puschnig zur Seite. An den Folgetagen sind dort noch die Gruppen der Saxofonistin Maike Goosmann, der deutsch-iranischen Sängerin Cymin Samawatie und des Trompeters Nils Wülker zu hören. Jochen Feucht konzertierte bereits beim letzten Haller Festival, für den 3. April war er längst zu einem Gastspiel im Kaisersaal der Comburg verpflichtet. Nachdem die Landesakademie als neuer Kooperationspartner gewonnen werden konnte, spielt der Saxofonist mit seinem Trio an diesem Termin nun in der Haller Innenstadt.
Die Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Würth hat sich bewährt - jetzt taugt diese gewisslich als adäquates Ambiente für eine Sonntagsmatinee mit dem Septett des Trompeters Matthias Spillmann (Schweiz). Geboten wird eine neue Version von Modest Mussorgskys eigentlichem Klavierwerk „Bilder einer Ausstellung“.
Visuelles bringt erst recht das reichhaltige Rahmenprogramm, dessen aktuelle Details ebenfalls im Internet unter www.jazzart-hall.de abrufbar sind. Der Kartenvorverkauf läuft mittlerweile. Ein Festivalpass, der alle Konzerte außer dem Exklusiv-Event von Paul Kuhn bedient, ist lediglich im Kulturbüro der Stadt Schwäbisch Hall erhältlich. Höreindrücke von den eingeladenen Künstlern kann man sich durch in der Stadtbibliothek ausleihbare CDs vermitteln.



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