Jazzfest Berlin - Das Programm 01.-04.11.2012
30.09.2012 17:16 von jazz (Kommentare: 0)

Das Programm 01.-04.11.2012
Das Jazzfest Berlin findet vom 1. bis 4. November 2012 statt. An vier Tagen und Nächten werden 26 Jazzformationen in 19 Veranstaltungen zu erleben sein. Die künstlerische Leitung des Festivals der Berliner Festspiele liegt erstmals in den Händen des Kurators und Publizisten Bert Noglik.
Drei Projekte entstehen speziell für das Jazzfest Berlin 2012 und erleben im Haus der Berliner Festspiele ihre deutsche Erstaufführung. Mit „Remembering Jutta Hipp“ (1.11.) erinnern Julia Hülsmann und Rolf Kühn sowie – als Special Guest – Joe Lovano an eine Pianistin der 1950er Jahre, die als erste deutsche Jazzmusikerin in den USA Anerkennung fand.
Günter Baby Sommer reflektiert mit seinen „Songs for Kommeno“ (2.11.) die Schrecken des Krieges in dem kleinen griechischen Ort und ruft zum Erinnern und Nachdenken auf. Mehr als 300 Zivilisten wurden 1943 in Kommeno von der deutschen Wehrmacht ermordet. „Wanted! Hanns Eisler“ (4.11.) sucht die aktuelle Auseinandersetzung mit dem vor 50 Jahren verstorbenen Komponisten. Das deutsch-dänisch-französische Trio Das Kapital und die Filmemacher von Manic Cinema bringen ein Cinéconcert mit eindrücklichen Bildern und improvisierter Musik zur Premiere.
Mit Archie Shepp und Wayne Shorter präsentiert das Festival zwei Ikonen des afroamerikanischen Jazz. Mit Rolf Kühn, Michel Portal sowie Louis Sclavis kommen Klarinettisten auf die Bühne, die den Klang dieses Instruments im europäischen Jazz mitgeprägt haben.
Die Leitlinie des Jazzfest-Programms in der Akademie der Künste am Hanseatenweg bilden frei improvisierende Duos von Pianistinnen und Schlagzeugern. Außerdem zeigt das Geri Allen Trio mit „Tribute to Mary Lou Williams“, wie viel der heutige Jazz der amerikanischen Wegbereiterin zu verdanken hat. In einem weiteren Konzert mit ihrer Band Timeline verknüpft Geri Allen Jazz und Stepptanz. Jazz & Poetry sind Thema von „Brückner Beat“ sowie von Hartmut Geerken und Famoudou Don Moye.
Der Posaunist Nils Wogram ist gleich in vier verschiedenen Projekten im Quasimodo (2./3.11.) zu hören. Im A-Trane lassen LebiDerya (2.11.) und Masaa (3./4.11.) Orient und Okzident aufeinander treffen. Der norwegische Saxophonist Marius Neset, ein vielversprechender Newcomer des europäischen Jazz, beschließt mit „Golden Xplosion“ am 4.11. im Quasimodo die diesjährige Ausgabe des Jazzfestes.
Spielorte des Festivals sind das Haus der Berliner Festspiele, das A-Trane, das Quasimodo sowie die Akademie der Künste am Hanseatenweg. Das Festival wird von den ARD-Rundfunkanstalten und Deutschlandradio begleitet, die Konzerte werden aufgezeichnet und teilweise live übertragen.
www.berlinerfestspiele.de/jazzfest



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