Festival „Mingus. Mingus. Mingus.“ in Berlin ab 25.9.2007

10.09.2007 15:14 von jazz (Kommentare: 0)

 


Ein Musikfestival zu Ehren des amerikanischen Komponisten und Bassisten Charles Mingus (1922 – 1979)


Der "Angry Man" des Jazz, der Zeit seines Lebens gegen Rassenfeindlichkeit kämpfte und Musikerkollegen wie auch das Publikum mit seinen Kompositionen faszinierte, hinterließ nach seinem Tod 1979 eine große Lücke. Zu Ehren von Charles Mingus, der im Jahr 2007 85 Jahre alt geworden wäre, veranstaltet der Förderverein jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg e.V. das Festival "Mingus. Mingus. Mingus." im September 2007 mit Konzertabenden an verschiedenen Veranstaltungsorten in Berlin und Potsdam.


Den Auftakt der Veranstaltung am Dienstag, 25. September 2007 gestalten drei Gruppen, die sich in unterschiedlichster Weise mit Jazz und der Musik von Charles Mingus beschäftigen. Die extra für dieses Festival gegründete Formation „A Tribute to Charles Mingus feat. Herb Robertson“, eine siebenköpfigen Gruppe rund um die Musiker Ernst Bier und Matthias Schubert werden mit Arrangements und Eigenkompositionen ihrer Helden, Charles Mingus, dem REAL JAZZER unter den Jazzern Tribut zollen. Darüber hinaus wird Günter Lenz zusammen mit seiner legendären Gruppe „Springtime“ an diesem Abend zu sehen sein.

In der zweiten Hälfte des Konzertes präsentiert Manu Katché, Jazzdrummer und Jungstar der Jazzszene, sein zweites ECM-Album „Playground“. Nach dem riesigen Erfolg des ersten Albums „Neighbourhood“ welches er mit den Altmeistern Tomasz Stanko und Jan Gabarek eingespielt hat und welches sowohl vom Publikum als auch von den Kritikern hoch gelobt wurde (erhielt den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik), legt Manu Katché nun mit einer jüngeren aber nicht minder interessanten Gruppierung nach. Wie auch beim Erstlingswerk ist mit Marcin Wasilewski und Slawomir Kurkiewicz wieder eine Hälfte des Tomasz Stanko Quartet vertreten, außerdem wird der Schlagzeuger Katché auf dieser Aufnahme und der Konzerttour durch Mathias Eick (trumpet) und Trygve Seim (saxes) unterstützt. 


Am Mittwoch, 26. September 2007 wird die RIAS Big Band im Schlot Jazzclub in Berlin Mitte ihre Hommage an den Meister Charles Mingus präsentieren. Die schon seit 1948 bestehende Formation hat sich vor zwei Jahren erst als eigenständige GmbH positioniert und belebt mit ihren herausragenden Musikern nun schon seit fast sechzig Jahren die Musikszene Berlins.


Das Repertoire des Konzertes der Rias Big Band mit ihren momentan 13 Solisten setzt sich für das Konzert im Zuge des Mingus-Festivals aus bekannten Titel des amerikanischen Komponisten zusammen. Zu hören sein wird unter anderem: Remember Rockefeller at Attica, Better get hit in your Soul, Reincarnation of a Lovebird, Moanin`,Peggys blue Skylight, Orange was the color of her dress then blue silk, good bye pork pie hat, Nostalgia in times square, Selfportrait in three colores, Pithecantropus Erectus, For mingus.....


Am Donnerstag, den 27. September 2007 wird um 20:00 Uhr im Potsdamer Hans Otto Theater das große Abschlusskonzert dieses Festivals stattfinden.


Mit der Band „Mingus Dynasty“ und der Witwe Sue Mingus finden sich einzigartige Zeitzeugen Charles Mingus in Potsdam ein. Moderiert von Sue Mingus und mit Anekdoten und Geschichten über den bis heute faszinierend genialen Musiker gespickt, präsentieren sich an diesem Abend zwei Bands im Zeichen des Mottos „Mingus.Mingus.Mingus.“. Die originale „Mingus Dynasty“ Band aus ehemaligen Bandmitgliedern Charles Mingus tourt durch die Welt um seine Kompositionen dem Publikum auch heute noch in seinem Stil näher zu bringen und damit das Erbe des großen Musikers zu erhalten. Die nordrheinwestfälischen Musiker von „Mingus Moves“ unter der Leitung des Wuppertaler Komponisten und Saxophonisten Wolfgang Schmidtke und dem Düsseldorfer Schlagzeuger Peter Weis spielen sowohl die bekannten Standards von Charles Mingus als auch Eigenkompositionen die in seinem Stil erarbeitet wurden. 


“Mingus always sounds like Mingus:
impetuous, angry, sensitive, cerebral, anguished, and ecstatic by turns.”
(Kevin Lowenthal, Globe Correspondent 2005)

 

 

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