Preis der Deutschen Schallplattenkritik für SWR-Orchester
20.08.2011 23:35 von jazz (Kommentare: 0)

Stuttgart, Kaiserslautern, Saarbrücken. Zwei Einspielungen von Orchestern des Südwestrundfunks (SWR) sind mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet worden. Prämiert wurden die Einspielung der Cellokonzerte von Martinu, Hindemith und Honegger in der Interpretation des Cellisten Johannes Moser und der Deutschen Radio Philharmonie unter ihrem ehemaligen Chefdirigenten Christoph Poppen sowie die Einspielung der Violinkonzerte von Khachaturian und Bartok in der Interpretation der Geigerin Ida Haendel mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR. Beide CDs sind bei SWR music/hännsler CLASSIC erschienen.
Johannes Moser gehört seit einigen Jahren zur Weltspitze seines Fachs. Der zweifache ECHO Klassik-Preisträger sorgt stets für Aufsehen durch seine brillanten wie tiefgründigen Interpretationen. Seine CD-Veröffentlichungen zeichnen sich durch ihre durchdachte und aparte Programmgestaltung aus. So auch die hier ausgezeichnete CD, die drei selten gespielte Konzerte des 20. Jahrhunderts vorstellt.
Ida Haendel ist bereits zu Lebzeiten eine Legende, die im Alter von 83 Jahren intensiv am Musikleben teilnimmt. Mit Celibidache teilte sie die Skepsis gegenüber der Schallplatte, so dass die Zahl ihrer Studioaufnahmen gering ist. Die Violinkonzerte von Aram Khachaturian und Béla Bartók hat Ida Haendel nie im Studio eingespielt. Sie werden in ihrer Wiedergabe hier erstmals auf Tonträger veröffentlicht. Die Aufnahmen entstanden anlässlich ihrer Auftritte in Stuttgart, die sie zwischen 1953 und 1967 zum Radio-Sinfonieorchester führten.
Der „Preis der deutschen Schallplattenkritik" e.V. ist ein unabhängiger Zusammenschluss aus rund 140 namhaften Musikkritikern, Journalisten und Musikexperten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Die vierteljährlich veröffentlichten Bestenlisten zeichnen herausragende CD-Neuerscheinungen aus.



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