Anna Maria Jopek - Tour in Deutschland

29.08.2012 17:34 von jazz (Kommentare: 1)

 

Anna Maria Jopek - Promofoto

 

 

Konzerttermine

 

19.09.2012 - Frankfurter Hof, Mainz

20.09.2012 - Alte Feuerwache, Mannheim

21.09.2012 - Kultur im Zelt, Braunschweig

 

 

Anna Maria Jopek ist mit Leib und Seele Polin und zählt ohne Zweifel zu den bekanntesten und erfolgreichsten Sängerinnen ihres Heimatlandes, wo sie in ihrer 14-jährigen Karriere inzwischen jeden nur erdenklichen Musikpreis gewonnen hat. Die Begeisterung für Musik wurde ihr dabei von ihren Eltern in die Wiege gelegt, denn beide waren Mitglieder in der bekannten polnischen Volksmusikgruppe „Mazowsze“. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich auch ihre Tochter ganz und gar der Musik widmen würde. Anna Maria Jopek verließ sich dabei jedoch nicht ausschließlich auf ihr natürliches Talent, sondern absolvierte ebenfalls bis 1994 an der renommierten Fryderyk-Chopin-Musikakademie in Warschau eine Ausbildung zur klassischen Pianistin. Nach einem kurzen Aufenthalt in New York, wo sie an der Manhattan School of Music Jazz studierte, bemerkte die junge Musikerin allerdings, dass sie nicht ihr ganzes Leben lang klassische Konzerte spielen wollte und tauschte Ravel gegen Keith Jarret und die großen Konzerthäuser gegen vorerst noch kleine verrauchte Clubs.

 

Mit dieser Entscheidung begann gewissermaßen das zweite musikalische Leben von Anna Maria Jopek, das sie jedoch vom Klavier wegführte und stattdessen eine Karriere als international gefeierte Sängerin bereit hielt. Schon ihr Debüt-Album „Ale Jestem“ (zu dt. „Aber ich bin“), das 1997 auf Polygram veröffentlicht wurde, begeisterte das Publikum vollends und erreichte innerhalb kürzester Zeit Gold-Status in Polen. Im Unterschied zu anderen Künstlern sind die eindringlichen Songs von Anna Maria Jopek zutiefst persönlich gehalten und zeugen von einer musikalischen Energie, die direkt aus dem Herzen kommt. Gleichzeitig gelingt ihr der Brückenschlag zwischen den musikalischen Traditionen ihres Heimatlandes, die sie von Klein auf in sich aufnahm, mit modernen Klängen vornehmlich aus dem Jazzbereich. Dadurch wurde sie schnell zu einer polnischen  Vorzeigemusikerin und vertrat ihr Heimatland im gleichen Jahr beim Eurovision Song Contest. Mit ihrer emotional mitreißenden Performance legte Anna Maria Jopek dabei den Grundstein für ihre spätere internationale Karriere.

 

Das Folgejahr 1998 sollte dabei für sie noch wichtiger werden. Einerseits veränderte sich durch die Heirat mit Marcin Kydrinski und der Geburt ihres ersten von zwei Söhnen ihr persönliches Lebensumfeld und andererseits wartete mit der Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Szeptem“ (zu dt. „Flüsternd“) ein musikalischer Prüfstein auf die noch junge Künstlerin. Ihre Fans hatten allerdings schon sehnsüchtig auf das Album gewartet und sorgten dafür, dass es mit einer Platin-Auszeichnung den Erfolg seines Vorgängers sogar noch überbieten konnte.

 

Ihre einfühlsame Musik gepaart mit einer betörend filigranen Stimme wurde unweigerlich auch außerhalb Polens bekannt, sodass sie bald internationale Tourneen absolvierte, die sie u.a. bis nach Israel oder Südostasien führten. Von ihrer enormen Schaffenskraft angetrieben nutzte Anna Maria Jopek die zahlreichen neu gewonnen Einflüsse als Inspirationsquelle für ihre Musik und veröffentlichte kontinuierlich qualitativ hochwertige Alben.

 

Dabei stellt das 2002er Album „Upojenie“ (zu dt. „Taumel“) sicherlich ein besonderes Highlight ihrer beispiellosen Karriere dar, da sie es zusammen mit dem Ausnahme-Gitarristen Pat Metheny einspielte. Während der Aufnahmen verstanden sich die beiden Musiker auf Anhieb nahezu blind und es entwickelte sich eine kreative Atmosphäre, die Anna später als „aufregendste Erfahrung ihres Lebens“ beschreibt. Daneben blickt sie auf weitere viel beachtete Kollaborationen mit internationalen Stars wie Sting, Bobby McFerrin, Youssou N'Dour oder Joe Lovano zurück und absolvierte auf Einladung des polnischen Staatspräsidenten ein gemeinsames Konzert mit der Pop-Ikone und ehemaligem King Crimson Sänger Gordon Haskell im Warschauer Präsidentenpalast.

 

Ihre zahlreichen internationalen Kontakte nutzte Anna im Jahr 2008 für ein außergewöhnliches Projekt, das zu einem der innovativsten und einflussreichsten der modernen polnischen Musikszene werden sollte. Auf dem Album „ID – The Art of of Coexistence“ vereinigt sie zahlreiche musikalische Großmeister, wobei das brasilianische Bossa Nova-Genie Oscar Castro Neves und der tunesische Sänger Dhafer Youssef dort auf die Klänge aus Branford Marsalis´ Sopransaxophon treffen und Richard Bonas und Christian McBrides Basslines sich mit der  Percussion-Kunst von Mino Cinelu und Manu Katche verbinden. Doch über allem schwebt als einendes Element Annas betörend filigrane Stimme, die diesen Dialog der Kulturen zu einer einmaligen und vor allem zutiefst persönlichen Erfahrung macht.

 

Spätestens mit diesem hochkarätigen Projekt hat Anna Maria Jopek eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht nur ein international renommierte Sängerin ist, sondern ebenso eine unermüdliche Botschafterin zwischen den Kulturen einer zusammenwachsenden Welt. Sie selbst beschreibt diese Arbeit als die wichtigste ihrer Karriere und auch das Publikum gibt ihr damit Recht, denn innerhalb von nur zwei Wochen erreichte das Album Platin-Status und die anschließende Tournee führte ausschließlich durch ausverkaufte Konzertsäle, wobei ein Live-Album einen eindrucksvollen Einblick in die musikalische Kraft des Projektes gibt.

 

Dieser unglaubliche Erfolg bestätigte Anna Maria in ihrem eingeschlagenen Weg und ermutigte sie ihren musikalischen Visionen weiterhin nachzugehen. Drei Jahre nach ihrem vierzehnten Album „Dwa Serduszka Cztery Oczy“ (zu dt. „Zwei Herzen Vier Augen“), veröffentlicht sie im Herbst 2011 unter dem Motto „Spotkania“ (zu dt. „Zusammentreffen“) gleich drei neue Studioalben.  Auf „Haiku“ arbeitet sie mit dem japanischen Ausnahme-Pianisten Makoto Ozone zusammen, auf „Sobremesa“ widmet sie sich mit zahlreichen Gastmusikern der vielfältigen portugiesischen Musiklandschaft und auf dem dritten Album „Polanna“ kehrt sie zur Musik ihres Heimatlandes Polen zurück und versucht deren Entwicklungslinien von der Renaissance bis in die heutige Zeit nachzuzeichnen.

 

Insgesamt erscheint dieses Projekt fast wie eine Zusammenfassung ihrer bisherigen Karriere, die sie immer wieder in die Welt hinaus geführt hat, ohne dass sie ihre tiefe Verbundenheit zu Polen verloren hat. Trotz ihrer zahlreichen Erfolge in dieser Zeit behauptet Anna Maria Jopek immer noch von sich, dass die Möglichkeit Musik zu machen für sie die größte Auszeichnung ist, was auf viele weitere interessante Arbeiten dieser Ausnahmekünstlerin hoffen lässt. 

 

 

|  Anna Maria Jopek Website

 

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Kommentar von Pat. | 31.08.2012

 

Anna Maria Jopek auf FB: www.facebook.com/amjopek
Wir laden euch herzlich ein. :)

 

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