Bebop-Pianist Duke Jordan im Alter von 84 Jahren gestorben

08.08.2006 12:47 von jazz (Kommentare: 0)

 

 

Der Bebop-Pianist Duke Jordan starb am 8. August in Kopenhagen. Jordan war Pianist auf den klassischen Bebop-Aufnahmen aus dem Jahr 1947 als er mit Charlie Parker, Miles Davis und Max Roach spielte.

Jordan kam am 1. April in New York City auf die Welt und war zunächst musikalisch in der Klassik tätig bis er auf die Musik Teddy Wilsons stieß, seinem ersten großen Vorbild, das ihn zum Jazz brachte. Andere Vorbilder dieser Zeit waren Duke Ellington (eigentlich hieß er Irving Sidney – Duke war aus Verehrung für Ellington sein „neuer“ Vorname) und vor allem Bud Powell.

Ende der 40er Jahre spielte Jordan u.a. mit Stan Getz, Sonny Stitt und wiederum mit Getz in den 50er Jahren. 1954 formierte er sein eigenes Piano-Trio und schrieb seinen Klassiker „Jor-Du“.

In den kommenden Jahrzehnten arbeitete Jordan in verschiedenen Formationen, oft als gefragter Sideman. In dieser Zeit war er mit Sheila Jordan verheiratet und war natürlich auch ihr musikalischer Begleiter. 

Anfang der 70er Jahre begann seine lange Zusammenarbeit mit dem Label Steeplechase aus Dänemark, die mit einigen Alben äußerst erfolgreich war und ihn in Europa aber auch Japan sehr bekannt machte, während sein Ruhm in den Staaten – wie es vielen Jazzmusikern, die sich Richtung Europa orientierten ging – verblasste.

Konsequenterweise verließ Jordan 1978 die USA und zog nach Kopenhagen, wo er die letzten Jahrzehnte lebte und immer noch erfolgreich musizierte.

Fotografie: Hans Kumpf

 

 

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