hoerthoert 2016 in Wien - Vierte Ausgabe des "Festivals für Zuhörkultur" am 29. und 30. April
05.04.2016 14:13 von jazz (Kommentare: 0)

...mit "sanften Einflüssen alternativer Popmusik"
Sechs Bands mit 23 Musikerinnen und Musikern bestreiten die diesjährige, vierte, Ausgabe des hoerthoert-Festivals in Wien. Das Festival entstand 2012 im Umfeld von Werner Zangerles Labels "Listen Closely" und will Musikern und Komponisten aus den Bereichen Jazz, improvisierter Musik und angrenzender Musikfelder eine Plattform bieten.
Mit „Memplex“, „Hiroi“, „Dach“, „Matrioska Dreamteam“, „Mermaid & Seafruit“ und „Nifty’s“ wird ein breites musikalisches Spektrum abgedeckt, das sich diesmal auch ganz bewusst Einflüssen der alternativen Popmusik öffnet.
Vielfältiges Programm
Das Trio „Matrioska Dreamteam“ eröffnet mit unkonventioneller Besetzung und Rock-Attitüde das Festival. Ihre Musik groovt und bleibt trotz aller musikalischer Finesse durchaus eingängig. Das international besetzte Quartett „DACH“ bietet zeitgenössisch-kreativen Jazz im allerbesten Sinne. Ihre Musik oszilliert zwischen komponierten und formbezogenen, improvisierten Passagen und wird durch vier starke Individuen geprägt. Vom Klezmer sind bei „Nifty’s“ nur noch Melodiefragmente übriggeblieben. Die Songs wechseln zwischen Hard-Core, Polka und Surf-Rock, dabei bleibt aber immer noch Raum für Improvisation.
„Hiroi“ bedeutet „weit“ und beschreibt die Stimmung, die Michiru Ripplinger in seinen Kompositionen vermitteln will. Stilistisch wird diese Weite abseits von Modern Jazz durch den einen oder anderen Ausflug ins Singer/Songwriter Genre und Rockelemente ausgelebt.
„Memplex“ feiert nach längerer Pause eine Auferstehung. Musikalisch changiert das vielseitige Quintett zwischen Modern Jazz und Art-Pop und kreiert dabei Songs die bisweilen an Soundtracks imaginärer Filme erinnert. „Mermaid & Seafruit“ beschreibt sich selbstlapidar mit „spitting and raving polish/austrian duo“. Dunkle Pop-Hymnen blitzen kurz auf, werden aber sofort wieder durch harte Beats gebrochen.
Die gemeinsame Basis aller sechs Bands des Festivals sind Experimentierfreudigkeit und Neugierde die in spannende, frische Musik umgesetzt wird: bei einem eher undogmatischen Umgang mit dem Begriff "Jazz".
hoerthoert – Festival für Zuhörkultur
29. und 30. April 2016, Brick5, Fünfhausgasse 5, 1150 Wien
Einlass jeweils ab 19:00h, Beginn 20:00h
![]()



Einen Kommentar schreiben