Orient und Okzident - Rabih Abou-Khalil trifft die hr-Bigband
20.04.2010 18:19 von jazz (Kommentare: 0)

Fotografie: Dominque Ecken
Ost und West, Orient und Okzident begegnen sich am Donnerstag, 6. Mai, in einem Konzert der hr-Bigband mit dem libanesischen Oud-Virtuosen Rabih Abou-Khalil, seinem Perkussionisten Jarrod Cagwin und dem Tuba-Virtuosen Michel Godard. Für die Arrangements sorgt der Artist-in-Residence und diesmalige Leiter der hr-Bigband Jim McNeely.
In ihrem enthusiastischen Urteil über den libanesischen Oud-Virtuosen Rabih Abou-Khalil ist sich die europäische Presse einig, aber die Gründe für den Jubel sind vielfältig. Ist es sein ausdrucksvolles Spiel auf der arabischen Knickhalslaute, seine charismatische Bühnenpräsenz oder sind es die zugleich komplex und dennoch scheinbar schwebenden Kompositionen? Übereinstimmend rühmen alle, dass sich in der Musik des Libanesen Orient und Okzident auf Augenhöhe begegnen. Weder dient das eine bloß als exotisches Kolorit noch das andere als Weichzeichner für eine fremde musikalische Ästhetik.
Rabih Abou-Khalil wurde 1957 im Libanon geboren, ist aber seit 1978 in Eu-ropa zuhause. Der preisgekrönte Musiker studierte in München die europäische Klassik und entwickelte einen ganz eigenen künstlerischen Stil. Dieser zeichnet sich durch arabische Tonfolgen, labyrinthische Motive und virtuose Improvisationen aus. Im Laufe der Jahre hat Abou-Khalil seine musikalische Sprache in den unterschiedlichsten Kontexten erprobt: mit berühmten Jazzern ebenso wie mit klassischen Streichquartetten und Sinfonieorchestern, mit Weltmusikern und als Solist auf seiner Oud. In dem neuen Projekt wird Rabih Abou-Khalil erstmals mit einer Bigband zusammentreffen.
„The Artistry of Rabih Abou-Khalil“, Jim McNeely, Leitung; Rabih Abou-Khalil, Oud; Jarrod Cagwin, Percussion
Datum: Donnerstag, 6. Mai 2010, 20 Uhr
Ort: hr-Sendesaal, Frankfurt



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