Jazzfest Berlin 2015 veröffentlicht Programm
25.09.2015 12:09 von jazz (Kommentare: 0)

Programm des Jazzfest Berlin 2015
Das Jazzfest Berlin 2015 präsentiert mit dem neuen künstlerischen Leiter Richard Williams vom 5. bis 8. November über 120 Musiker*innen aus 5 Kontinenten. Das Festivalprogramm ist online und der Kartenvorverkauf startet jetzt.
Im Festivalprogramm präsentiert der neue künstlerische Leiter Richard Williams Künstler*innen aus unterschiedlichen Generationen und 30 Nationen, die eines miteinander verbindet: der Impuls zur Vorwärtsbewegung und Veränderung – „On the Move“. Den Rahmen des viertägigen Festivals bilden die Auftritte zweier Großformationen, die musikalisch den „Rahmen“ des Jazz sprengen: Zur Festivaleröffnung am 5. November im Haus der Berliner Festspiele wird das von Musiker*innen der Berliner Echtzeitmusik-Bewegung gegründete Splitter Orchester ein neues Werk des amerikanischen Komponisten George Lewis aufführen. Im Abschlusskonzert am 8. November spielt das Ensemble Diwan der Kontinente, das in Berlin lebende Musiker*innen vieler Nationen und unterschiedlichster Musiktraditionen von arabischer bis asiatischer Herkunft vereint.
Drei herausragende Bandleader sind beim Jazzfest Berlin 2015 zu Gast, die mehrere Jahrzehnte Musikgeschichte verkörpern, aber immer wieder mit neuen Projekten überraschen: der Saxofonist Charles Lloyd aus den USA mit seiner Suite „Wild Man Dance“, der britische Pianist Keith Tippett mit seinem Stück für Oktett „The Nine Dances of Patrick O’Gonogan“ und schließlich der Schlagzeuger Louis Moholo-Moholo aus Südafrika mit Musikern der jüngeren Generation im Quartett.
Zahlreiche erfolgreiche junge Jazzmusiker*innen sind zu erleben: der französische Akkordeonist Vincent Peirani mit seinem jüngsten Projekt „Living Being“; aus den USA reisen an die Sängerin Cécile McLorin Salvant und der Trompeter Ambrose Akinmusire; der armenische Pianist Tigran Hamasyan und der Saxofonist Miguel Zenón aus Puerto Rico erweitern den musikalischen Horizont. In der Akademie der Künste treten auf: Dylan Howe aus England mit einer Suite nach Instrumentalstücken von David Bowie aus dessen Berliner Zeit in den 70ger Jahren sowie die 11-köpfige Band Large Unit um Schlagzeuger Paal Nilssen-Love aus Norwegen. Ebenfalls aus Norwegen stammt das Trio Lumen Drones mit dem Hardangerfiedel-Virtuosen Nils Okland, das die Seitenbühne im Haus der Berliner Festspiele bespielt. Außerdem agiert hier – auch zu später Stunde – die junge Trompeterin Laura Jurd aus London mit ihrer Band.
Im A-Trane präsentiert das Festival junge Klaviertrios, die neue Facetten dieser klassischen, aber so flexiblen Formation zu Gehör bringen. Mit dabei das Julia Kadel Trio aus Deutschland, das Trio um den italienischen Pianist Giovanni Guidi, und Plaistow, ein Klaviertrio aus der Schweiz. Statt eines Pianos hat das australische Trio The Necks die Orgel als drittes Instrument erwählt und spielt auf der Empore der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in einem Nachmittagskonzert am Samstag, den 7. November.
Zum Rahmenprogramm des Festivals gehört in diesem Jahr die Filmvorführung von „Charles Lloyd: Arrows Into Infinity“ (2012), ein bemerkenswertes Filmporträt mit Interviews von Musikgrößen wie Herbie Hancock, Jack DeJohnette, Robbie Robertson und vielen anderen. Außerdem werden zwei Künstlergespräche stattfinden: am 5. November um 18.00 Uhr mit Julia Kadel und Émile Parisien; am 8. November um 18.00 Uhr mit Cymin Samawatie und Alexander Hawkins, jeweils in der Kassenhalle im Haus der Berliner Festspiele.
Am Freitag, 6. November um 17.30 Uhr, wird im Rahmen des Jazzfest Berlin 2015 der Albert-Mangelsdorff-Preis der Union deutscher Jazzmusiker an den Pianisten Achim Kaufmann verliehen.
Anmeldung erbeten unter: Anmeldung2015@albert-mangelsdorff-preis.de
Das Jazzfest Berlin 2015 findet wieder unter Beteiligung der ARD Hörfunkstationen und des Deutschlandradio statt, die das Festivalgeschehen mit Live-Übertragungen und Konzert-Mitschnitten begleiten. Jazzfest Berlin im Radio
Spielorte: Haus der Berliner Festspiele, A-Trane, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und Akademie der Künste.
Kartenvorverkauf: startet am 25. September um 14.00 Uhr www.berlinerfestspiele.de/tickets oder +49-30-254 89 100. Kartenpreise von 10 bis 55 Euro
| www.berlinerfestspiele.de/jazzfest
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