Palatia Jazz 2008 - Eine Vorschau
05.03.2008 14:44 von jazz (Kommentare: 0)
Dee Dee Bridgewater ist mit ihrem neuen „Red Earth – The Malian Project“, in dem die Sängerin nach eigenen Worten zurück zu „den eigentlichen Wurzeln des Blues und des Jazz“ geht, eines der Highlights im Festival „Palatia Jazz 2008“. Ein anderer Höhepunkt: Eigens für dieses Jazzfestival, das sich an zahlreichen Spielorten in der Pfalz etabliert hat, wird der Pianist Joachim Kühn seine Komposition „Bach now“ mit dem Domchor Vokalensemble Speyer zur Eröffnung des zehnten Jahres von Palatia Jazz neu auflegen.
Insgesamt stehen 18 Hauptkonzerte sowie in Vorprogrammen fünf Konzerte der Reihe „Next Generation“ auf dem Festivalplan, den Initiatorin Yvonne Moissl vorstellt. Das Trio „Mare Nostrum“ vereint mit Richard Galliano (Akkordeon), Paolu Fresu (Trompete) und Jan Lundgren (Piano) drei Melodiker des zeitgenössischenJazz, ein anderes kammermusikalisches Kleinod mit der Symbiose von Free und Balkan-Folklore ist das Duo mit dem Trompeter Markus Stockhausen und dem Gitarristen Ferenc Snetberger. „Blues Forever“ nennt Emil Mangelsdorff treffend das auch für den Schallplattenpreis nominierte Programm seines Quartetts mit Janusz Stefanski, Vitold Rek und Thilo Wagner. Trilok Gurtu titelt ebenso programmatisch sein Band-Projekt „“20 Years Of Talking Tabla“.
Neben Dee Dee Bridgewater stehen weitere herausragende Sängerinnen auf dem Programm: Maria Joao und Cécile Verny sowie Lyambiko jeweils mit ihren Quartetten, Stacey Kent trägt eigene Songs vor, Rigmor Gustafsson featured mit ihrer Gruppe den Saxophonisten Magnus Lidgren und Omara Portuondo, die legendäre alte Dame aus Kuba, hat in ihrer Truppe den Trompeter Nils Wülker zu Gast. Dass Sängerinnen so zahlreich vertreten sind, habe sich so ergeben, kommentiert Moissl, kommt abere sich auch dem Publikumsgeschmack entgegen.
Ganz im Trend liegen auch zwei Musiker, mit denen die Organisatoren zahlreiche Freunde über die engeren Grenzen des Jazz hinaus anlocken wollen: Mit „Live 2008“ ist der Trompeter Till Brönner zu hören und Roger Cicero swingt ebenfalls mit Band.
Die Kölner „Jazzkantine“ mixt in ihrem Programm „Teufelsküche“ Jazz, Hip-Hop, Rap, Soul und Blues, der Drummer Manu Katché verbindet Jazz und Afro-Folk, der junge israelische Pianist Yaron Herman versucht mit seinem Trio den Spagat zwischen Tradition und Moderne von Scribian bis Björk und in seinem Tentett hat der Komponist und Pianist Nicolai Thärichen die Creme der Berliner Jazzmusiker um sich geschart.
In Vorprogrammen sind die Bands „Cyminology“, „Club Boogaloo“, „Subtone“, das “Tingvall Trio“ sowie die Französin Jacobien Vlasman zu hören.
Das Programm mit allen Details, Veranstaltungsorten und Terminen steht im Internet unter www.palatiajazz.de



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