palatia Jazz 2012 - Eine Erfolgsgeschichte
03.08.2012 14:35 von jazz (Kommentare: 0)

Die 16. Spielzeit von palatia Jazz kann rückblickend als voller Erfolg unter dem Motto "trumpets! unerhört!" verbucht werden. Trotz einiger Erneuerungen, wie einem komplett neuen medialen Festivalauftritt und durch ein überzeugendes künstlerisches Profil mit programmatischer Ausrichtung wurden hervorragende Besucherzahlen erzielt. Die rundum neue Konzeption von palatia Jazz hat mit fünf ausverkauften und insgesamt bis zu 85% ausgebuchten Veranstaltungen bewirkt, dass das Publikum überzeugt und trotz des nicht immer beständigen Sommerwetters, das hochklassige musikalische Angebot sehr interessiert angenommen hat.
Das palatia Jazz Festival 2012 neigt sich dem Ende zu, nur noch ein Konzertwochenende steht bevor. Ein Festivalsommer voller denkwürdiger Konzerterlebnisse wurde rundum erfüllt. Festivalleiterin Yvonne Moissl resümiert:
"palatia Jazz ist in diesem Sommer das eindeutige Vertrauen seiner Besucher ausgesprochen worden und wir sind als Team hoch motiviert, den klar eingeschlagenen Weg auch in den kommenden Jahren bewusst zu beschreiten".
Angefangen bei der kompletten Überarbeitung des werblichen Auftritts mit neuem Logo, neuen Printmedien und einer komplett neu gestalteten Homepage, war es vor allem das klare Bekenntnis zu der ausgewählten musikalischen Qualität der eingeladenen Ensembles. Dies hat sich in einer sehr erfolgreichen Öffentlichkeitsbilanz niedergeschlagen. Das palatia Jazz Publikum, sowie die Presse zeigten sich gleichermaßen angetan von der Auswahl der darbietenden Ensembles.
Auch hierzulande noch unbekannte Jazzkünstler wie etwa das amerikanische Gesangswunder Gregory Porter, der französisch-libanesische Trompeter Ibrahim Maalouf, das skandinavisch-britische Powertrio Phronesis, das Polka-Punk Duo Malox wurden unvoreingenommen vom Publikum angenommen und sorgten nicht nur im Falle von Erstgenannten Gregory Porter und Ibrahim Maalouf sogar für mehrere begeisterte Zugaben.
Auch die thematische Orientierung - in diesem Jahr die Entscheidung, sich einer Darstellung der verschiedensten Künstler und Spielweisen der Jazztrompete zu widmen - die dem gesamten Festival einen roten Faden gab und dem Zuschauer die Möglichkeit, sich eine hochkarätige und vielseitige Auswahl der besten Vertreter dieses Instruments anzuhören, trug dazu bei, das Festival programmatisch klar zu profilieren.
"Wirklich wichtig ist es, neben bekannten Größen der Jazzszene auch immer den jungen, nachstrebenden Künstlern eine Chance und Plattform zu bieten und dabei die hohe musikalische Qualität der Musiker zu promoten", resümiert Festivalleiterin Yvonne Moissl. So konnte man dies beispielsweise beim ausverkauften Konzert des jungen, ungemein progressiven und mehr und mehr aufstrebenden Trompetenshootingstars Christian Scott beobachten, der mit seinem fantastischen Quintett das palatia Jazz Publikum zu extatischer Begeisterung brachte.
Auch die bewusste Entscheidung, durch teilweise nahezu komplementäre Doppelkonzerte, die Konzertbesucher mit der großen Varietät der Jazzmusik zu konfrontieren und sie immer wieder neuen verblüffenden Wendungen und Entwicklungen zuzuführen, stiess auf klare Zustimmung.
Die programmatische Entscheidung, einen ganzen Tag des Festivals einem bestimmten Länderschwerpunkt zu widmen entstand in innerster Überzeugung durch eine Einladung zu einem Showcase-Festival in Israel, zu dem die Festivalleitung eingeladen war. Der Israel Jazz Day wurde vom palatia Jazz Publikum mit großer Zustimmung angenommen und mit nahezu ausverkauftem Haus zu den abendlichen Konzerten gutiert. Erstmals konnte der frisch renovierte und neu in Betrieb genommene Hohenstaufensaal in Annweiler als Spielstätte fungieren und seine multifunktionalen räumlichen Gegebenheiten im Rahmen des umfangreichen Rahmenprogramms des Israel Jazz Day eingebunden werden. So gab es bereits ab den frühen Mittagsstunden neben der im Foyer stattfindenden kulturellen Landesmesse zu Israel, auch eine Filmvorführung, eine Lesung, eine Fotokunstausstellung, ein Tanzworkshop und Weine und Speisen zum Thema. Musikalisch sorgte das Dreifachkonzert mit dem Progressiv-Bop-Trio um Gitarrist Gilad Hekselman, gefolgt vom tänzerischen Pianotrio von Omer Klein, bis zum lyrisch-elegischen Konzert des Nadav Remez Sextetts für ein extrem abwechslungsreiches Programm mit packendem Spannungsbogen bis hinein in die späten Abendstunden.
Mit großer Freude nennt sich palatia Jazz nach bereits langen Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit seit diesem Sommer "Offizieller Kulturpartner von SWR 2" und gilt somit auch in der südwestdeutschen Rundfunklandschaft mittlerweile zu den verdient Besten, kulturschaffenden Institutionen. Die zwei vor der Villa Ludwigshöhe in Edenkoben aufgezeichneten Mitschnitte der Konzerte von Phronesis und Enrico Rava zeugen von dieser Zusammenarbeit. Für Fans des Jazz und des Festivals, besteht die Möglichkeit, sich genannte Konzerte noch bis zum Ende des Jahres auf den Homepages von SWR und ARTE als "Video On Demand" anzuschauen, und weist auch medial auf die Entwicklung hin, dass der Jazz bereits auf neuen Pfaden unterwegs in die Zukunft ist.
Durch die erweiterte und ausgebaute Partnerschaft mit Skoda Auto Deutschland GmbH wird das Festival durch einen internationalen "Global Player" als Präsenter unterstützt, der auch für die internationale Medienkommunikation weite Kreise angesprochen hat. Hier haben sich Interviews mit den Künstlern, ein In-Car-Concert und einige andere öffentlichkeitswirksame Aktivitäten ergeben, die dazu führten, dass internationale Journalisten zum Festival kamen und weltweit berichteten.
Die langjährigen Initialpartner Pfalzwein e.V. mit ihren Bereichsweinwerbungen haben wieder eine köstliche Weinkarte der Winzer der Region aus einer Blindverkostung zusammengestellt, die vom Publikum sehr gelobt wurde. Gelungene Kooperationen an den Spielstätten mit langjährig eingebundenen und verlässlichen Kommunen und Spielortpartnern führten die Besucher wie alle Jahre zuvor zu aussergewöhnlich schönen, historischen Spielorten, in deren Ambiente das Festival stattfindet.
Die Hauptsponsoren Versicherungskammer Bayern und drei regional eingebundene Sparkassen (Germersheim-Kandel, Speyer, SüW) sind ebenso vertrauensvolle Partner des Festivals und wichtige Eckpfeiler für die Finanzierung der Konzerte. Bereits seit 1998 wird das Festival vom Land Rheinland-Pfalz als beständiger und zeitlich längster Partner gefördert und wurde hier auch insbesondere in den schweren Regensommern der letzten Jahre immer treu unterstützt.
Auch 2012 ist ein Sommer voller flexibler Vorbereitungen für die anstehenden Konzerte in schlechter Wetterprognose gewesen. Hierbei konnte die neue Konzeption, einige Spielorte nur nach deren Ausweichmöglichkeiten im Falle von Regen für die konzeptionelle Umsetzung des Festivals auszuwählen, zum derzeitigen vollen künstlerischen Erfolg führen und es wurden keine Konzertabsagen erteilt. Insgesamt steht das Festival mit bestem Erfolg als größtes Jazzfestival in der Pfalz und wird mit knapp 8.000 Besuchern bei 12 Veranstaltungen, die in Koopertion mit 12 langjährigen kommunalen Partnern umgesetzt wurden, mit dem letzten Konzert am Samstag, den 4. August 2012 in Herxheim zum Abschluss kommen.



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