Palatia Jazz: John Surman und Radio String Quartett Vienna eröffnen Festival in Speyer
12.05.2013 23:42 von jazz (Kommentare: 0)
Getreu dem diesjährigen Festivalmotto "Eurovisions" sind
Musiker aus ganz Europa und die Musiken des Schmelztigels aller Folkloren und
Sounds der europäischen Länder, vertreten durch herausragende Künstler, zu Gast.
Zum Festivalauftakt des palatia jazz Festival 2013 in der Gedächtniskirche
zu Speyer geben sich der britische Jazzstar John Surman und das wohl zu
den aufregendsten Jazz-Streichquartetten zählende Radio String Quartett
Vienna die gemeinsame Ehre. Eigens für das Eröffnungskonzert präsentieren die
Musiker eine Weltpremiere von Stücken, die sie gemeinsam am Freitag, den 8.
Juni 2013 zelebrieren.
Mit einem Streifzug durch die Klangwelten seiner Kindheit führt der legendäre Saxophonist John Surman in das Eröffnungskonzert am 8. Juni ein. Aufgewachsen in der berühmten Region rund um den Westen Englands, das sind Devon und Cornwall, schöpft er seine Inspirationen aus den Erinnerungen an die Segeltörns zwischen den Küstenstreifen der Region. Hier verbindet er Synthesizer Loops verschiedenster Saxophonmelodien sinnbildlich für das Rauschen des Meeres, die Töne des Windes und der fernen Glocken der Heimat zu neuen Melodien. Die Glocken von Saltash, so der Name seines Soloalbums bieten hier die Grundlage zu einer Zusammenarbeit mit dem exzellenten Radio String Quartett Vienna, deren ätherischen, teils majestätischen Sounds dazu dienen, neue musikalische Plätze aufzusuchen. Die Traumwelten dieses Jazz-Streichquartetts verschmelzen in einer Erstaufführung dieser zwei Alben zur Eröffnung des Festivals im gotischen Klangraum der Gedächtniskirche zu Speyer.
Den Schauplatz für das
erste thematische Doppelkonzert bietet am Samstag, den 15.
Juni das Open Air vor König Ludwigs Sommerresidenz, Villa
Ludwigshöhe in Edenkoben. Des Pianisten Stevko Busch's Ensemble
"Fugara" ist das Ergebnis unterschiedlichster Einflüsse aus
östlichen und westlichen Quellen. Russische Chants, Liedgut und insbrünstige
orthodoxe Melodien formen sich im Zwiegespräch mit dem Pianisten durch
die Spiritualität von Markus Stockhausen an der
Trompete. Musik die zum Glühen kommt, mit dem Percussionisten Markku
Ounaskari und dem Saxophonisten Paul von Kemenade. Der
zweite Teil des Konzertabends wird von der Drumminglegende Manu
Katché bestritten. Sein viertes Album beschreibt trommelnde Sätze
verschiedenster Rhythmus-Muster und weiche aber eingängige Melodien.
Sein französisches Ensemble ist mit besten Künstlern besetzt und versprechen
einen aufregende Konzertnacht.
Bereits zum dritten Male kommen am Samstag, den 22. Juni die vier Funker der deutschen Band "Mo' Blow" zum palatia jazz Festival. Im Innenhof von Schloss Bad Bergzabern, feuern die "jungen deutschen Wilden" ihre fetten Tanzgrooves und erdigend Sounds ab. Mo' Blow macht mehr und mehr Furore und zählen zu den besten deutschen Jazzentdeckungen. "Gimme The Boots" ist der Aufruf ihrer neuesten CD - sicher zum Mittanzen und Mitfeiern, jedenfalls ist diese Party bereits bestellt.
Eine Woche später, am 28. Juni malt
Mathias Eick "grandiose Bilder aus Blech" im Garten der Villa
Böhm, Neustadt an der Weinstraße, vor der romantischen Kulisse des
altehrwürdigen Bänker-Gebäudes. Das schwedische Quartett stimmt sich ganz auf
die Klangfarbe und die besondere Tonalität des Trompeters ein. Seine
Kompositionen markieren große lyrische Qualität, verwoben in melancholischer
Feierlichkeit.
Mit dem zweiten großen Doppelkonzert
am 29. Juni gibt sich eine Ausnahmeband mit Namen "In the
County" aus Norwegen erstmals in der Pfalz die Ehre. Ihre
Musik fließt wie frische Luft durch die musikalischen Räume. Verschiedenste
Ideen, Klänge und Einflüsse mischen sich, verweben sich miteinander und formten
damit ein Album, das gekonnt unperfekt die Leichtigkeit eines sehnsuchtsvollen
Nachmittags „auf dem Lande“ suggeriert. Direkt nach diesem Auftritt ist erstmals
die dänische Drumminglegende Marilyn Mazur mit
ihrem Projekt "Celestial Circle" und der schwedischen Ausnahmesängerin
Josefine Cronholm im historischen Neuffer in Pirmasens, zu
Gast. Mazur fesselt ihre Hörer durch aufwändigste Drum-Set-Aufbauten,
die ihresgleichen suchen. Percussionsinstrumente jeglicher Coleur und aus
allen Teilen der Welt entlockt diese einzigartige Soundkünstlerin die wohl
ungeahntesten Rhythmen und Sounds. Begleitet von John Taylor am Piano und Anders
Jormin am Bass gelingt es dem Quartett eine fulminante und spirituelle Musik zu
entwickeln, die sie weltweit auf allen großen Jazzfestivals auftreten
lassen.
An allen Festivaltagen beginnt das
kulinarische Rahmenprogramm bereits zwei Stunden vor Konzertbeginn. Bei
ausgesuchten Pfälzer Weinen und mediterranen Speisen beginnen die
Konzertabende ganz entspannt im romantischen Ambiente der historischen
Spielstätten.
Tickets gibt es im Internet unter
www.palatiajazz.de, www.reservix.de , bei allen öffentlichen
Vorverkaufsstellen der Rheinpfalz und telefonisch unter 0 63 26 / 96 77 77
(Tickethotline).



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