PM: Berliner Festspiele eröffnen Jubiläumsausgabe des Jazzfest Berlin am 30. Oktober
27.10.2014 11:41 von jazz (Kommentare: 0)
50 Jahre Jazzfest Berlin feiern die Berliner Festspiele in diesem Jahr vom 30. Oktober bis 2. November. Das Festival wurde 1964 als Berliner Jazztage gegründet und prägt seitdem als Gradmesser und Impulsgeber die Jazzlandschaft Europas. Mit seinen zahlreichen legendären Auftritten von Jazzgrößen und Newcomern sowie durch Neukonstellationen von Musikern und mit Eigenproduktionen – insbesondere auch unter der künstlerischen Leitung Bert Nogliks – setzt das Jazzfest Berlin Akzente.
Eröffnet wird die Jubiläumsausgabe des Jazzfest Berlin am 30. Oktober um 19.00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele. Drei Acts ganz unterschiedlichen Charakters sind zu erleben: Die Schlagzeugerin Eva Klesse steht mit ihrem Quartett zum ersten Mal auf einer großen Festivalbühne; der Saxofonist Francesco Bearzatti huldigt mit dem Tinissima 4tet der Jazzlegende Thelonius Monk; und der amerikanische Gitarrist Elliott Sharp präsentiert sein eigens für das Festival entwickelte Projekt „Tribute: MLK Berlin '64“, das den Besuch Martin Luther Kings in Berlin und die damals gehaltenen Reden des Bürgerrechtlers und Freiheitkämpfers im September 1964 in den Blick nimmt. Mit dem Auftritt der Schweizerin Sarah Buechi und ihrem aktuellen Projekt Flying Letters im A-Trane und dem Konzert des jungen schottischen Trios Free Nelson Mandoom Jazz auf der Seitenbühne klingt der Eröffnungsabend aus.
Der künstlerische Leiter des Jazzfest Berlin Bert Noglik: „Wesentliche Aspekte der Jubiläumsausgabe des Jazzfest Berlin sind bereits am Eröffnungsgabend erfahrbar: ein erinnernder Blick auf das Gründungsjahr 1964, die enge Verknüpfung des Jazz mit dem Freiheitsgedanken, die höchst kreative Wandlung der Musik einer Jazzlegende in zeitgenössischen Jazz und das Entdecken junger, neuer Jazzsprachen. Erinnern, Wiederentdecken und ganz neu Kreieren, ein beständiges Wechselspiel zwischen Tradition und Avantgarde, die Freiheit, Grenzen zu sprengen, das ist Jazz, das ist das Jazzfest Berlin 2014.“
Über 110 Musiker aus New York, London, Paris, Oslo, Zürich, Köln, Berlin und vielen anderen Städten werden in den vier Festivaltagen vom 30. Oktober bis 2. November auf den Bühnen im Haus der Berliner Festspiele, in der Akademie der Künste und dem Club A-Trane sowie der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche zu erleben sein. Mit dabei sind der Sänger Kurt Elling und die WDR Bigband, Soweto Kinch, Get The Blessing, Brass Mask, Schlagzeuger Daniel Humair mit seinem Quarett Sweet & Sour, der Saxofonist Archie Shepp (anstelle von Benny Golson), Jasper van't Hof, Jason Moran mit The Bandwagon sowie seinem aktuellen Projekt „Fats Waller Dance Party“, Ulrich Gumpert mit den vier Kurzopern „Die Engel“, Johanna Borchert, Sarah Buechi, Hedvig Mollestad, Mostly Other People Do the Killing, The Thing und Fire! Orchestra, Trio Feral, Alexander von Schlippenbach und Aki Takse mit ihrer Hommage an Eric Dolphy und Silke Eberhard mit Potsa Lotsa Plus „Love Suite“ von Eric Dolphy.
Jubiläums-LP
Am 28. Oktober erscheint die Jubiläums-LP zu 50 Jahre Jazzfest Berlin. Darauf festgehalten sind zwei bisher unveröffentlichte Momentaufnahmen aus der Geschichte des Jazzfest Berlin, zwei markante Punkte, die das Spektrum des Festivals ausloten: das erste Konzert von Alexander von Schlippenbachs Globe Unity aus dem Jahr 1966 und das Konzert mit The Carla Bley Band aus dem Jahr 1979 mit dem Titel „Boo To You Too“. Die LP Release findet am 28. Oktober um 16.30 Uhr im Delphi Filmpalast statt.
Limitierte Auflage von 500 Stück, nummeriert, 19,99 €
Exklusiv erhältlich im Haus der Berliner Festspiele und bei Dussmann, das KulturKaufhaus.
Jazzfilmnacht im Delphi Filmpalast
Die Jazzfilmnacht im Delphi Filmpalast beginnt am 28. Oktober um 17.30 Uhr und wird anlässlich 50 Jahre Jazzfest Berlin von der Yorck Kinogruppe veranstaltet. Es werden drei hochkarätige Jazzfilme gezeigt: Play Your Own Thing: A Story of Jazz in Europe (2006) von Julian Benedikt, eine Reise zu den Ursprüngen, Anfängen und Wandlungen des Jazz in Europa; Bird (1988) von Clint Eastwood mit Forest Whitaker als Charlie Parker und 'Round Midnight (1986) von Bertrand Tavernier mit Dexter Gordon in der Hauptrolle.
Das Kombiticket kostet 15 €, jeder Film einzeln 8 €
Weitere Informationen: http://www.berlinerfestspiele.de/jazzfest



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