SWR 2 - Jazzprogramm März 2014
05.02.2014 23:38 von jazz (Kommentare: 0)

SWR 2 Jazzprogramm
März 2014
Samstag, 1. März, 09.05 – 10.00 Uhr
Musikstunde: Jazz Across The Border
Von Günther Huesmann
Die letzten Jahre haben gezeigt: Das Stildelta des Jazz ist immer breiter und tiefer geworden. Längst sind es nicht mehr nur Improvisatoren aus dem Mutterland des Jazz, den USA, sind es nicht mehr Musiker nur aus Europa, welche die improvisierte Musik prägen. Zunehmend spielen auch Improvisatoren aus Lateinamerika, Asien und Afrika eine wichtige Rolle. Welche musikalischen Antworten geben sie? Wie sehen ihre Beiträge aus? Ein Blick weit über die Tellerränder der Gattungen und Stile hinweg.
Samstag, 1. März, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: „Very Tall“
Das Oscar Peterson Trio 1958 – 1963
Von Thomas Loewner
In Oscar Petersons langer Karriere nimmt das Trioformat eine besondere Stellung ein. Seit Beginn der 1950er Jahre war dieses Bandformat eine wichtige Konstante in der Arbeit des Pianisten. Neben der Besetzung Piano-Bass-Gitarre setzte sich vor allem die Kombination Piano-Bass-Schlagzeug durch. Eine der langlebigsten und erfolgreichsten Bands in dieser Konstellation war das Trio gemeinsam mit dem Bassisten Ray Brown – der seit Petersons erstem Trio einer seiner regelmäßigen Partner war – und Ed Thigpen am Schlagzeug. Die drei arbeiteten von 1959 bis 1965 zusammen. In dieser Zeit entstanden Klassiker wie die Alben „Porgy & Bess“, „Night Train“ oder Aufnahmen diverser Songbooks von Duke Ellington über Jerome Kern bis Cole Porter. Peterson, Brown und Thigpen gaben darüber hinaus unzählige Konzerte und erreichten so eine traumwandlerische Qualität des swingenden Zusammenspiels, die Maßstäbe gesetzt hat.
Sonntag, 2. März, 19.17 – 20.00 Uhr (nach dem Hörspiel)
„Sketches In Rhythm“: Jazz und Humor
Von Gerd Filtgen
Es gibt viele Strategien, wie man gelassen auf Enttäuschung, Schmerz und andere Widrigkeiten des Lebens reagieren kann. Manchmal kann sogar Lachen eine befreiende Wirkung haben. „Jazz Has A Sense Of Humor“ resümierte Horace Silver. Mit diesem Statement steht der Hardbop-Pianist nicht allein auf weiter Flur: Mit skurrilen Titeln, schrägen Lyrics und witzigen Klängen verbannen Künstler aus diversen Jazz-Stilen – unter anderem Louis Armstrong, Dizzy Gillespie und Evan Parker – schlechte Laune ins Abseits.
Dienstag, 4. März, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Klangpoetisch
Aki Takases Quartett „La Planète“ im Hans Rosbaud-Studio des SWR
Am Mikrophon: Julia Neupert
Die Aufnahmen zur ersten gemeinsamen CD von Aki Takase und Louis Sclavis waren im Februar 2009 im Baden-Badener Hans Rosbaud-Studio entstanden und genau an diesem Ort trafen sich die in Berlin lebende japanische Pianistin und der französische Klarinettist im September 2012 wieder. Dieses Mal allerdings nicht als Duo, sondern zusammen mit dem Geiger Dominique Pifarély und dem Cellisten Vincent Courtois im Quartett „La Planète“. Das Ergebnis von zwei Tagen intensiver Studioarbeit: Die gerade erschienene CD „Flying Soul“. Auf der steht eine Suite im Mittelpunkt, für die sich Aki Takase von der Schriftstellerin Yoko Tawada inspirieren ließ.
Donnerstag, 6. März, 23.18 – 24.00 Uhr
NOWJazz Magazin
Von Harry Lachner
Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen über bevorstehende Events, Rezensionen über Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer CDs. Ein Thema der Märzausgabe: Die gerade bei Reclam erschienene Charlie-Parker-Biographie von Wolfram Knauer.
Freitag, 7. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Female Vitality
Die „DAMN!“-Sampler des österreichischen Magazins „freiStil“
Von Nina Polaschegg
Im März 2014 erscheint die 53. Ausgabe des österreichischen Magazins „freistil. Magazin für Musik und Umgebung“. Es ist ein Magazin für sogenannte Nischen(musik)kultur: Free Jazz, frei improvisierte, experimentelle und elektronische Musik, aber auch diverse andere Undergroundspielarten finden hier ihren Platz in Portraits, CD -Rezensionen, Interviews, Festivalberichten. Auch über zeitgenössische komponierte Musik kann man hier zuweilen lesen oder über Performance. Die ein oder andere Buchbesprechung oder Einblicke in Bildende Kunst finden sich als Seitenstränge, so dass den geneigten Leserinnen und Lesern genau das geboten wird, was ein gutes moderiertes Medium heute ausmacht, nämlich die Möglichkeit, etwas zu entdecken, wonach man nicht selbst sucht. Herausgeber und Initiator des liebevoll gestalteten Magazins ist Andreas Fellinger. Von Anbeginn seiner freiStil-Arbeit legte er auch Wert darauf, regelmäßig Musikerinnen zu portraitieren. Inzwischen sind zudem drei CD-Sampler entstanden, DAMN! Mit Klängen von Musikerinnen aus Österreich und der Welt.
Samstag, 8. März, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Wilder Romantiker
Der Pianist und Keyboarder Brad Mehldau
Von Hans-Jürgen Schaal
Seit bald 20 Jahren besteht das Brad Mehldau Trio und wurde in dieser Zeit nur einmal umbesetzt. Es ist das ideale Format für den amerikanischen Pianisten, einen der großen Jazzstars der Jahrtausendwende, einen der hingebungsvollsten Tastenkünstler des Jazz. Im Trio nämlich findet Mehldau den flexiblen Halt, um gleichermaßen seinen grüblerischen, romantischen Neigungen nachzugehen wie seine originellen Erkundungen der Pop-Ästhetik auszubauen. „Neuere Popsongs folgen kaum noch dem Muster des American Songbooks“, sagt Mehldau. „Gerade das macht sie für mich interessant. Oft lasse ich mich von einer Figur inspirieren, die im Gitarrenpart erscheint, oder von der Art, wie der Sänger singt, oder vom Akkord selber.“ Mit seiner Abenteuerlust überrascht Brad Mehldau sich und die Hörer immer wieder – innerhalb und außerhalb des Trio-Formats.
Dienstag, 11. März, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: NEWJazz Meeting 2013 (1)
Der Akkordeonist Vincent Peirani und das Septett „Living Being Extended“ in Studio- und Konzertaufnahmen aus Baden-Baden, Karlsruhe, Tübingen und Mainz
Am Mikrophon: Günther Huesmann
Er ist festes Mitglied in den Bands von Michel Portal und Daniel Humair. Jüngst wurde er vom französischen „Jazz Magazine“ mit höchsten Ehren ausgestattet, als ihn die Kritiker der renommierten Fachzeitschrift zum „Musiker des Jahres“ wählten: den 33jährigen Akkordeonisten Vincent Peirani. Beim SWR NEWJazz Meeting 2013 zog der Shooting Star der französischen Jazzszene die kreativen Fäden. Eigens für das NEWJazz Meeting hatte Peirani das Septett „Living Being Extended“ zusammen gestellt, das aus einer Erweiterung seiner Working Band, dem Quintett „Living Being“, besteht. In „Living Being Extended“ treffen führende Protagonisten der jungen französischen Jazzszene – wie der Sopransaxophonist Emile Parisien und die Sängerin Leila Martial – auf eine Lichtgestalt des nordischen Jazz: den Trompeter Mathias Eick. Gemeinsam schufen sie in den Baden-Badener SWR-Studios und in Live-Konzerten in Mainz, Karlsruhe und Tübingen einen multistilistischen Jazz der Extraklasse.
Donnerstag, 13. März, 23.18 – 24.00 Uhr
NOWJazz: „Geld spielt keine Rolle“
Ein Portrait des Bochumer Labels „Denovali Records“
Von Odilo Clausnitzer
„Experimentalmusik“, so lässt sich das zusammenfassen, was auf dem kleinen Bochumer Label Denovali Records erscheint. Vor acht Jahren gründeten es die beiden Musik-Enthusiasten Timo Alterauge und Thomas Haack, um eine Plattform für ihren anspruchsvollen Minderheiten-Geschmack zu errichten. Zwischen Ambient und Avantgarde-Metal, Dark Jazz und Drone, Noise und Neuer Musik bewegen sich die Veröffentlichungen, die oft einen düsteren Touch haben. Aus dem weiteren Umfeld von Jazz und improvisierter Musik gehören Bands wie die „Mount Fuji Doomjazz Corporation“, das „Alvaret Ensemble“ oder das „Contemporary Noise Sextet“ zum internationalen Künstlerstall des Labels. Seit 2007 veranstaltet das Label auch ein „Swingfest“ genanntes jährliches Festival. Obwohl Alterauge Diplom-Ökonom ist, ist sein Label kein Profit-Unternehmen. Werbung, Wachstum, Medienarbeit, selbst Verträge haben im Denovali-Universum keinen Platz. Hier regiert die Liebe zur Musik ‑ Geld spielt keine Rolle. Trotzdem hat sich „Denovali“ mittlerweile unter Fans und Kritikern eine beachtliche Gefolgschaft erarbeitet.
Freitag, 14. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Remember The Moment (2)
Koch-Schütz-Studer & Shelley Hirsch bei den Donaueschinger Musiktagen 2013
Am Mikrophon: Harry Lachner
Seit vielen Jahren ist Shelley Hirsch ein fester Bestandteil der New Yorker Jazz-Szene, zwischen freier Improvisation und theatralischer Performance. In ihren fast hörspielartigen Arbeiten wie „O Little Town of East New York“ oder intimen, frei improvisierten Duo-Aufnahmen mit dem Gitarristen Uchihashi Kazuhisa ist es immer der Körper selbst, aus dem die individuellen Erinnerungen freigesetzt werden. Die Brillanz ihres „ver-körpernden“ Rollenspiels traf im Konzert bei den Donaueschinger Musiktagen 2013 auf das improvisatorische Geschick und die “kammermusikalische Hardcore-Ästhetik“ des Schweizer Trios Hans Koch, Martin Schütz und Fredy Studer. Das Ensemble meisterte auf idealtypische Weise diese Balance zwischen größter Informationsdichte und äußerster Klarheit von Form und Struktur – alles spontan aus dem Moment heraus entworfen.
Samstag, 15. März, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Flower Power Meets Jazz
Der Saxophonist Charles Lloyd in Aufnahmen der 1960er Jahre
Von Gerd Filtgen
Für die Flower Power Generation war das offene Konzept des Tenorsaxophonisten und Flötisten Charles Lloyd, in dem sich Memphis Blues, Country und Rock mit Modern Jazz und Free-Ausbrüchen verbrüderten, der Soundtrack ihrer Visionen von Gewaltfreiheit und Liebe. In seinem erfolgreichen, nur drei Jahre bestehenden Quartett wirkten Musiker wie der charismatische, Ende der 1960er am Anfang seiner Karriere stehende Pianist Keith Jarrett mit, die Bassisten Cecil McBee und Ron McClure und der Drummer Jack DeJohnette. Mit ihren Sounds begeisterten sie das Publikum auf internationalen Festivals und waren eine der ersten Jazz-Formationen, die in San Franciscos Rocktempel „Fillmore Auditorium“ auftraten.
Dienstag, 18. März, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: NEWJazz Meeting 2013 (2)
Der Akkordeonist Vincent Peirani und das Septett „Living Being Extended“ in Studio- und Konzertaufnahmen aus Baden-Baden, Karlsruhe, Tübingen und Mainz
Am Mikrophon: Günther Huesmann
Vgl.11. März
Donnerstag, 20. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: „European Echoes“
Ein Portrait des Trompeters Manfred Schoof
Von Bert Noglik
Mit seinem 1965 formierten Quintett bahnte er den Weg in Richtung Free Jazz, mit einer unter seiner Leitung spielenden Großformation entstand 1969 ein Manifest der europäischen Jazz-Avantgarde: „European Echoes“. Gemeinsam mit Weggefährten wie Alexander von Schlippenbach und Gunter Hampel zählte Manfred Schoof zu den „Männern der ersten Stunde“, denen es – inspiriert von amerikanischen Jazzinnovatoren wie auch von Komponisten der neuen Musik – gelang, dem Jazz hierzulande gänzlich neue Freiräume zu erschließen. Dabei fand er in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern und Ensembles zu einer engen Verzahnung von Form und Freiheit und zu einem facettenreichen Spiel, das Power und Energie ebenso einschließt wie Poesie und Reflexion.
Freitag, 21. März, 23.30 – 24.00 Uhr
NOWJazz Update
Von Julia Neupert
Das NOWJazz Update ist zumindest einmal im Monat zumeist halbstündig auf der nächtlichen Freitagsschiene platziert und dient der Präsentation neuester Tendenzen der improvisierten Musik. Es erlaubt den Moderatoren, besonders wichtige Neuerscheinungen eingehender vorzustellen, als dies im NOWJazz Magazin möglich ist. Was gespielt wird, entscheiden die SWR2-Jazzautoren erst kurz vor dem Sendetermin.
Samstag, 22. März, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: „Meeting By The River“
Jazzmusiker zieht’s ans Wasser
Von Thomas Loewner
Flüsse sind seit jeher eine wichtige Inspirationsquelle für Künstler jedweder Couleur. Ein Grund dafür sind sicherlich die ambivalenten Assoziationen, die Flüsse auslösen: Für manchen sind sie ein Quell des Lebens, für den anderen lebensbedrohlich, sie symbolisieren Heimat und stehen für Abschied, sie trennen und verbinden. Auch Jazzer zieht’s immer wieder ans Wasser, quer durch alle Zeiten und Stile haben sie Musik für und über Flüsse komponiert und improvisiert. In dieser Jazztime wird es einen Querschnitt aus Klassikern und zeitgenössischen Stücken zu hören geben, von „Ol’ Man River“ und „Moon River“ bis zu Kompositionen neueren Datums wie Esbjörn Svenssons „Hymn of the river brown“ oder „See you by the river“ vom Ensemble FisFüz.
Dienstag, 25. März, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: My Favorite Discs
Albert Mangelsdorff/Jaco Pastorius/Alphonse Mouzon:
„Trilogue Live At The Berlin Jazz Days 1976”
Am Mikrophon: Reinhard Ermen
Der Auftritt von Albert Mangelsdorff, Jaco Pastorius und Alphonse Mouzon war ein Gelegenheitstreffen von drei Musikern, die sich mehr oder weniger flüchtig kannten. Joachim-Ernst Berendt hatte es listig für die Berliner Jazztage arrangiert. Der Mitschnitt dieses „Accidental Meeting“ für MPS belegt, was die Macht des (gelenkten) Zufalls vermag: Vorbereitete Strukturelemente werden zum Anstoß des improvisatorischen Ernstfalls, trotz intensiver Probenarbeit im Vorfeld ist zu hören, wie drei Individuen während eines Konzerts zusammenwachsen. Räume werden aufgemacht und ertastet, Suchbewegungen finden zu vorläufigen Übereinkünften. Die Gegenwart triumphiert (eben LIVE), doch die Tradition spielt im Unterbewusstsein mit. Die Hauptintegrationsfigur ist Mangelsdorff, doch trotz seiner unüberhörbaren Präsenz dominiert er nicht. Hinzu kommt ein Auditorium, ein wissendes (pardon) Publikum, das die Aufnahme allein schon durch seine Anwesenheit hörbar beatmet.
Donnerstag, 27. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Gesegnetes Multi-Talent
Der Saxophonist, Fagottist, Komponist und Dirigent Ben Wendel
Von Ssirus W. Pakzad
Stets macht sich der 38jährige Saxophonist und Fagottist Ben Wendel auf in musikalisches Neuland. Als Komponist experimentiert er gern mit strengen Formen und versucht diese dann kunstvoll aufzubrechen. Neuerdings probiert sich der in New York lebende Virtuose und Mitbegründer der Formation „Kneebody“ sogar als Dirigent: In der Konzertreihe Jazz At The Lincoln Center leitete er eine Wiederaufführung von Charlie Parkers legendärem Crossover-Projekt „Bird With Strings“.
Freitag, 28. März, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: freejazzblog on air
Aktuelle CD-Reviews
Julia Neupert im Gespräch mit Martin Schray
In den klassischen Medien spielen Jazz und insbesondere seine sogenannten experimentelleren Spielarten kaum noch eine Rolle. Dennoch ist die Szene sehr lebendig. Ein Großteil der Diskussionen über diese Musik findet mittlerweile innerhalb diverser sozialer Netzwerke online statt, auf speziellen Plattformen, in Foren oder Blogs. Zu den bekanntesten Internet-Adressen für Neuveröffentlichungen abseits des Mainstreams gehört seit einigen Jahren die englischsprachige Website www.freejazzblog.org. Hier erscheinen regelmäßig ausschließlich CD-Rezensionen, verfasst von einem internationalen Autoren-Team. Wir haben einen von ihnen heute eingeladen: Martin Schray gehört zu den aktivsten freejazzbloggern und stellt in dieser Sendung neue Alben etablierter und noch unbekannter Musiker vor.
Samstag, 29. März, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: African Piano
Der südafrikanische Pianist Bheki Mseleku
Von Bert Noglik
Er zählt schon fast zu den Vergessenen: der 1955 in Durban geborene Pianist Bheki Mseleku. Die Originalität und die spirituelle Kraft seines Spiels wie auch die Sensibilität, mit der er afrikanische Quellen in einen eigenen Stil transformierte, sind es jedoch wert, wieder gehört beziehungsweise neu entdeckt zu werden. Bheki Mseleku zog als Zwanzigjähriger nach Johannesburg und ging Ende der 1970er Jahre nach London, wo er erst nach einem längeren Anlauf in der Szene Fuß fassen konnte. Er spielte mit südafrikanischen Exilanten wie Johnny Dyani, mit britischen Musikern wie Courtney Pine und Amerikanern wie Ravi Coltrane, trat mit Solokonzerten an die Öffentlichkeit und leitete eigene Bands. Der Versuch einer Rückkehr als professioneller Musiker nach Südafrika scheiterte. Bheki Mseleku, der an Diabetes und Depressionen litt, starb 2008 im Alter von 53 Jahren in London.
Weitere Informationen finden Sie im Internet:
www.swr2.de/jazz



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