SWR2 - Jazzprogramm Februar 2015
15.01.2015 21:16 von jazz (Kommentare: 0)

SWR 2 Jazzprogramm
Februar 2015
Dienstag, 3. Februar, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Das Jochen Rückert Quartett feat. Mark Turner und das Quintett LedBib beim Jazzfestival Karlsruhe 2014
Am Mikrophon: Günther Huesmann
Der Schlagzeuger und Komponist Jochen Rückert gehört zu den wenigen deutschen Jazzmusikern, die es geschafft haben, sich in der rauen New Yorker Jazzszene zu behaupten. Das untermauert der gebürtige Kölner auch mit seinem aktuellen akustischen Quartett. Für diese Band konnte Rückert zwei herausragende Stilisten des „Big Apple“-Jazz gewinnen: den auf der Szene inzwischen omnipräsenten Tenorsaxofonisten Mark Turner und den norwegischen Gitarristen Lage Lund, der 2005 die Thelonious Monk Jazz Competition gewonnen hat.
Als zweite Band wird in dieser Sendung die britische Formation Led Bib zu hören sein: ein druckvoll agierendes Quintett, das vor 10 Jahren von dem Drummer Mark Holub gegründet wurde. Mit einem Mix aus anarchischem Bass-und-Schlagzeug-Vamps und hitzigen Saxophon-Battles gelingt es Led Bib Erwartungshaltungen zwischen Free- und Rock-Jazz kreativ auszuhebeln. Sowohl das Rückert Quartett als auch Led Bib präsentierten sich im Rahmen des Jazzfestivals Karlsruhe 2014, bei dem der Jazzclub Karlsruhe sein 45jähriges Jubiläum feierte.
Donnerstag, 5. Februar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Magazin
Von Thomas Loewner
Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen über bevorstehende Events, Rezensionen über Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer CDs. Wir rezensieren u. a. das Buch „Possibilities“ - die gerade erschienene Autobiographie des legendären Pianisten und Keyboarders Herbie Hancock.
Freitag, 6. Februar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Der lange Atem
Drone Sounds in der experimentellen Improvisation
Von Julia Neupert
Der Begriff der »Drone music« steht für lange, stehende, dröhnende Sounds. Das künstlerische Interesse liegt hier nicht vorrangig auf der horizontalen Entwicklung eines musikalischen Themas, sondern auf der Herausarbeitung des vertikal Komplexen. Es ist eine Konzentration auf feinste tonale Reibungen, auf die kaum wahrnehmbare Bewegung in vermeintlich statischen dynamischen Prozessen und auf die hypnotische Wirkung der zeitlichen Ausdehnung. In jüngster Zeit haben immer wieder auch Improvisatorinnen und Improvisatoren die Drones für sich als Stilmittel oder sogar Konzept entdeckt – auch, aber nicht nur im Kontext der elektronischen Musik.
Samstag, 7. Februar, 9.05 – 10.00 Uhr
Musikstunde: Jazz Across The Border
Von Günther Huesmann
Der wohl auffallendste Trend im aktuellen Jazz ist seine fortschreitende Globalisierung. Entstanden um 1900 in den USA als hybride Musik ist der Jazz durch die Idee groß geworden, dass es sich immer lohnt, wenn man sich auch mit etwas Anderem beschäftigt als nur mit sich selbst. Die in der Improvisation angelegte Idee des Dialogs erleichtert es Jazzmusikern, sich anderen Stilen und Musikkulturen zu öffnen. So ist Jazz zu einer "global language" geworden. "Jazz across the border" hört auf unterhaltsam-informative Weise hin: Wie verändern Musikerinnen und Musiker aus Südamerika, Afrika und Asien die improvisierte Musik von heute? Welche Antworten geben sie auf die Frage nach einer Musik in der jeder improvisierende Spieler eingeladen ist, seinen eigenen Sound zu entwickeln, mit seinen ganz eigenen musikalischen Sichtweisen, Statements und kulturellen Färbungen?
Samstag, 7. Februar, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: The Birth Of A Band
Quincy Jones‘ frühe Big-Band-Aufnahmen
Von Odilo Clausnitzer
Vom bettelarmen jugendlichen Straftäter zum allseits geehrten „nationalen Kulturgut“: Die Biographie von Quincy Jones liest sich wie ein Märchen. Wie kaum ein anderer hat er nicht nur Jazz-, sondern amerikanische Musikgeschichte geschrieben. Er begann als Trompeter, wurde Arrangeur, Komponist, Big Band-Leiter, Plattenboss und Hitproduzent. Er machte Bebop und Hip Hop, er schrieb Filmmusiken, erhielt einen Oscar und war das Mastermind hinter der erfolgreichsten LP aller Zeiten, Michael Jacksons „Thriller“. Sein Name ist eine Marke, er selbst wurde eine Ikone des Show Business. Einige seiner frühesten Platten unter eigenem Namen machte er in den Jahren 1959 bis 1961 als Leiter einer brillanten Big Band. Darin saßen bedeutende Jazzmusiker wie Clark Terry und Phil Woods. Die Erlebnisse mit diesem Orchester – von der hoffnungsvollen Gründung über eine einjährige Tour kreuz und quer durch Europa bis zum finalen Bankrott – führten Jones und seine Kollegen an körperliche und psychische Grenzen. SWR2 Jazztime erzählt seine abenteuerliche Geschichte.
Sonntag, 8. Februar, 19.39 -20.00 Uhr (nach dem Hörspiel)
Decisive Steps
Die Altsaxophonistin Tia Fuller
Von Ssirus W. Pakzad
Die Saxophonistin und Flötistin Tia Fuller ist familiär vorgeprägt. Sowohl die Eltern als auch die ältere Schwester sind Jazzmusiker. Mit ihrem markanten Ton am Altsaxophon und ihrer musikalischen Wandlungsfähigkeit machte die aus Colorado stammende Frau früh auf sich aufmerksam und wurde schnell zur begehrten Sidewoman. International aufgefallen ist die 38jährige, weil sie zur rein weiblich besetzten Band des R & B-Superstars Beyoncé gehörte und in der Gruppe der Bassistin und Sängerin Esperanza Spalding Verantwortung als musikalische Leiterin trug. Auch war sie in Projekten der Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington und des Trompeters Sean Jones zu hören. Wenn der am Berklee College of Music in Boston lehrenden Tia Fuller Zeit bleibt, veröffentlicht sie auch immer wieder Solo-Alben, zuletzt „Angelic Warrior“.
Dienstag, 10. Februar, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: My Favorite Discs
Von Gerd Filtgen
Es muss ein gutes Gefühl sein, alle Ziele erreicht zu haben, die man sich vorgenommen hatte. Derart positiv äußerte sich Gerald Wilson (1918-214) über seine beeindruckende Jazz-Karriere. Seine musikalische Laufbahn führte ihn von seinem Geburtsort Shelby, Mississippi, nach Detroit und Los Angeles. Auf sein solides Trompetenspiel, seine Kompositionen und Arrangements verließen sich Bandleader wie Jimmie Lunceford, Benny Carter, Count Basie, Duke Ellington und Dizzy Gillespie. Wilsons Vorliebe für facettenreiche Themen und smarte Arrangements ist besonders nachhaltig auf der im Jahr 2003 aufgezeichneten Platte „New York – New Sound“ dokumentiert. Mit einem All-Star-Orchester ließ der damals bereits weit über achtzigjährige Musiker seine bekanntesten Stücke - allen voran sein mit lateinamerikanischen Rhythmen unterlegtes „Viva Tirado“ - Revue passieren.
Donnerstag, 12. Februar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Kugelgestalt der Zeit
Die Geschichte des Globe Unity Orchestra
Von Bert Noglik
Bei der Uraufführung gab es Beifall und Buh-Rufe. Alexander von Schlippenbachs Globe Unity Orchestra präsentierte mit seinem ersten Auftritt 1966 zu den Berliner Jazztagen einen handfesten Skandal und demonstrierte zugleich das Potential, das im Prozess der musikalischen Improvisation mit einer großen Besetzung freigesetzt werden kann. Im Laufe der Jahre hat die Konzeption des Orchesters eine Reihe von Metamorphosen erfahren. Die sogenannte "Wuppertaler Zeit" in den siebziger Jahren ist durch vielfältige Einflüsse, u.a. durch Einbeziehung von liedhaftem Material und Collage-Techniken, gekennzeichnet. Nach dieser Phase, in der sich Alexander von Schlippenbach die Leitung mit Peter Kowald teilte, kehrte die Band - nun den Erfahrungsschatz langjährigen Umgangs mit Improvisation nutzend - zu ihrer weitgehend auf spontaner Kommunikation beruhenden Arbeitsweise zurück. Trotz längerer Unterbrechungen gelang es, das Orchester am Leben zu halten bzw. immer wieder mit neuem Elan zu reaktivieren und zu bemerkenswerten Resultaten zu kommen.
Freitag, 13. Februar, 23.03 – 24.00 UhrNOWJazz: Naheliegend extraordinär
Das Trio The Thing und seine Gäste
Von Harry Lachner
Joe McPhee, Ken Vandermark, Jim O'Rourke oder Neneh Cherry: Das sind einige der Gäste, die sich das Trio The Thing im Lauf der Jahre zur Erweiterung seiner Klangsprache, seiner stilistischen Ausrichtung für je eine Produktion eingeladen hat. Schlagzeuger Paal Nilssen-Love, Bassist Ingebrigt Håker Flaten und Saxophonist Mats Gustafsson gründeten im Jahr 2000 diese Formation, deren Name bereits eine programmatische Offenheit signalisiert, zugleich aber auch auf einem unumstößlichen Wesenscharakter beharrt. Wandelbarkeit als existentielles Moment: Damit läßt sich auch die Assoziationsspur zu John Carpenters Film "The Thing" legen - denn hier steht ein Wesen im Zentrum, das sich in jede beliebige Gestalt verwandeln kann. Nicht unbedingt zur Erbauung - ganz im Gegensatz zur Musik des Trios The Thing.
Samstag, 14. Februar, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: My Goals Beyond
John McLaughlins akustische Gitarren-Aufnahmen zwischen 1969 und 1980
Von Michael Rüsenberg
Im September 1978 produziert John McLaughlin ein Album, dessen Titel wie eine Tautologie anmutet: „Electric Guitarist“. Ja, war er das nicht in diesem Jahrzehnt gewesen - mit Miles Davis, mit Tony Williams, mit seinem eigenen Mahavishnu Orchestra?
Ja, gewiss - auch! 1978 aber lagen drei Alben mit den indischen Musikern von Shakti (1975, 1976, 1977) hinter ihm, auf denen er ausschließlich akustische Gitarre gespielt hatte. Und früher noch, sein zweites eigenes Album in Amerika, „ My Goal´s Beyond“, im März 1971, Vorläufer des sehr elektrischen Mahavishnu Orchestra - eingespielt auf der akustischen Gitarre. Die Sendung erinnert daran, wie John McLaughlin seine heute selbstverständliche Doppelrolle, sowohl elektrisch als nicht-verstärkt zu spielen, in den 1970er Jahren entwickelt hat. Sie beginnt mit seinem allerersten Stück auf der akustischen Gitarre, „Peace Piece“, im Januar 1969, noch in London produziert, und schließt mit einem seiner größten Erfolge in dieser Hinsicht, „Friday Night in San Francisco“, mit Al DiMeola und Paco de Lucia, am 5. Dezember 1980.
Dienstag, 17. Februar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Session: Höhepunkte vom Jazzfestival
Willisau 2014 (1)
Mit dem Sylvie Courvoisier Trio, dem Duo Vera Kappeler und Peter Conradin Zumthor und dem Quartett Objets Trouvés
Am Mikrophon: Nina Polaschegg
Seit 1975 findet es statt und kann mittlerweile auf eine bewegte Geschichte zurückblicken – das Jazzfestival in Willisau. In der heutigen ersten Sendung mit Mitschnitten vom Jazzfestival Willisau können Sie ein Duo, ein Trio und ein Quartett hören. Alle drei Bands stammen aus der Schweiz, d.h. zumindest alle Bandleader. Die Pianistin Sylvie Courvoisier lebt seit vielen Jahren in New York. Sie kam mit ihrem Trio, gemeinsam mit dem Bassisten Drew Gress und dem Schlagzeuger Kenny Wollesen. Ihre Pianistenkollegin Vera Kapeller versteht sich nicht nur auf subtile Klangbildung, sondern kehrt zuweilen auch traditionelle Rollenbilder mit ihrem Duokollegen, dem Perkussionisten Conradin Zumthor, um. Das zu hörende Quartett feierte 2014 sein 15-jähriges Bestehen. Jazz und improvisierte Musik aus der Schweiz mit der Pianistin Gabriela Friedli, der Saxophonistin Co Streiff, dem Bassisten Jan Schlegel und dem Schlagzeuger Dieter Ulrich.
Dnnerstag, 19. Februar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Zwischen Paradies und Fegefeuer
John Zorns Plattenprojekt „The Book Of Angels“
Von Hans-Jürgen Schaal
Seit 1992 verfolgt der amerikanische Komponist, Saxofonist und Konzeptionist John Zorn seine Idee einer „Radical Jewish Music“. Unter anderem schrieb er dafür sein „Masada Book“, eine Sammlung von mehr als 200 Kompositionen mit, „jewish touch“, so Zorn, und gründete für ihre Aufführung diverse Ensembles wie sein Jazzquartett Masada und das Masada String Trio. Eine weitere Sammlung von nahöstlich getönten Kompositionen – diesmal mehr als 300 – nennt er „Masada Book Two“ oder „Book of Angels“. Alle Stücke dieser zweiten Sammlung sind nach Engels- und Dämonenfiguren aus der hebräischen, aramäischen und chaldäischen Mythologie benannt. Für die Einspielung der Stücke beauftragt Zorn diesmal wechselnde Interpreten und Ensembles, denen er dabei große interpretatorische Freiheit lässt. 23 CDs ganz verschiedener Stilistik sind bisher erschienen. Die Palette reicht von experimentellem Rock bis hin zur Kammermusik, interpretiert von so unterschiedlichen Künstlern wie Pat Metheny und der Cracow Klezmer Band.
Freitag, 20. Februar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Session: The Same (Not) The Same
Mazen Kerbaj's ARIHA Trumpet Ensemble im SWR Studio Freiburg
Von Julia Neupert
Es war eine Premiere bei der NOWJazz Session der Donaueschinger Musiktagen 2014. In Mazen Kerbaj’s ARIHA Trumpet Ensemble trafen sieben MusikerInnen zum ersten Mal aufeinander, sieben außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten – Liz Allbee, Axel Dörner, Peter Evans, Franz Hautzinger, Greg Kelley, Mazen Kerbaj, Nate Wooley. Und doch stand bei der Ensemblearbeit nicht ihr gemeinsames Instrument, die Trompete im Mittelpunkt, waren es nicht in erster Linie verschiedene Trompetenspielweisen oder Trompetenspieltechniken, die das improvisatorischen Miteinander so einzigartig machten, sondern vielmehr die vielschichtige kollektive Energie, die sich im Laufe der Proben innerhalb des Ensembles entwickelte. Neben einigen im Oktober 2014 entstandenen Studioaufnahmen aus dem Schlossbergsaal des SWR in Freiburg werden in dieser Sendung auch Gespräche mit den MusikerInnen über dieses besondere Projekt zu hören sein.
Samstag, 21. Februar, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Rhythm n' Jazz
Erinnerungen an den Geiger Don „Sugarcane“ Harris
Von Harry Lachner
Bereits auf der frühen Single "Soul Motion", die Don Sugarcane Harris im Duo Gitarristen Dewey Terry veröffentlichte, ist sein Spiel auf der Violine eindeutig identifizierbar. In diesem Duo, das sich 1957 aus der aufgelösten Ryhthm 'n' Blues Band The Squires herausgelöst hatte, spielte Harris zunächst Gitarre, übernahm gelegentlich den Baß- und Keyboard-Part, bevor er sich auf die Geige als elektrisch verstärktes Lead-Instrument konzentrierte. Parallel zu seiner Zeit in den Bands von Frank Zappa veröffentlichte er eine Reihe hochinteressanter Alben auf dem MPS-Label, wie etwa "Keep On Driving" mit Volker Kriegel, John Taylor und Tony Oxley aus dem Jahr 1971. Ohne seine Verwurzelung im Rhythm'n'Blues zu vernachlässigen, findet Harris zu einer ganz eigenen musikalischen Form, die dieses populäre Genre mit den besten Elementen aus dem Jazz und der damals aktuellen Rockmusik verbindet.
Sonntag, 22. Februar, nach dem Hörspiel
Zeit stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest
Dienstag, 24. Februar, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Höhepunkte vom Jazzfestival
Willisau 2014 (2)
Mit Howe Gelb & Radian und Marc Ribot Solo
Am Mikrophon: Thomas Loewner
Seit 1975 steht das Schweizer Städtchen Willisau jedes Jahr im Spätsommer im Rampenlicht der Jazzwelt. Vor allem Freunde des zeitgenössischen Jazz mit Mut zum Experiment kommen hier traditionell auf ihre Kosten, Willisau gilt auch als die Schweizer Variante des Moers Festivals. Das Programm spiegelt sowohl aktuelle Entwicklungen der amerikanischen Szene wider, aber auch Bands aus Europa bekommen hier ein Podium, so auch wieder 2014. Eine Begegnung beider Kontinente war etwa der gemeinsame Auftritt der Wiener Band Radian mit dem amerikanischen Gitarristen und Songwriter Howe Gelb, ein Zusammentreffen von hochpräzisem elektro-akustischen Minimalismus und knarzigem Wüsten-Rock. Seit vielen Jahren einer der markantesten Gitarristen im Grenzbereich zwischen Rock und Jazz-Avantgarde Marc Ribot. Mit seinem Soloprogramm präsentiert der New Yorker sich ganz so wie man es gewohnt ist von ihm: statt auf Bequemlichkeit zu setzen, eckt er gerne an, bewahrt sich dabei aber immer eine gesunde Portion Humor.
Donnerstag, 26. Februar, 23.30 – 24.00 Uhr
NOWJazz Update: Musik für das “Roor”
Der Posaunist Uwe Dierksen
Von Hans-Jürgen Linke
Als Posaunist des Ensemble Modern gehört Uwe Dierksen zu den erfahrensten Interpreten zeitgenössischer Musik im Lande. Aber vielleicht ist es doch unbefriedigend, wenn ein Musiker wie er mit all dem, was er gelernt hat, immer nur die Musik anderer Komponisten spielen soll. Dierksen sucht mit der Band Mavis nach Schnittmengen und Wegen zwischen Pop und Neuer Musik, schreibt Hörspiele, komponiert Filmmusik. Und seit einiger Zeit kann man ihn immer öfter im Kontext des zeitgenössischen Jazz hören, etwa in Projekten mit dem Pianisten Michael Wollny und dem englischen Elektroniker Leafcutter John.
Freitag, 27. Februar, 23.30 – 24.00 Uhr
NOWJazz Update
Von Nina Polaschegg
Das NOWJazz Update ist zumindest einmal im Monat zumeist halbstündig auf der nächtlichen Freitagsschiene platziert und dient der Präsentation neuester Tendenzen der improvisierten Musik. Es erlaubt den Moderatoren, besonders wichtige Neuerscheinungen eingehender vorzustellen, als dies im NOWJazz Magazin möglich ist. Was gespielt wird, entscheiden die SWR2-Jazzautoren erst kurz vor dem Sendetermin.
Samstag, 28. Februar, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Cockpit Schlagzeug
Die neue Generation der Drummer-Leader
Von Günther Huesmann
Das Bild vom Schlagzeuger als „Mann hinter der Schießbude“ ist ein Klischee aus der Jazz-Antike. Längst hat sich das Rollenverständnis der Jazz-Drummer gewandelt. Und das grundlegend. Besonders bemerkbar macht sich das in einer Reihe von Musikern, die im zeitgenössischen Jazz als Drummer-Leader für Furore sorgen. Sie prägen den Sound ganzer Bands nicht nur rhythmisch-improvisatorisch, sondern auch kompositorisch und konzeptionell. Schlagzeuger wie Brian Blade, Terri Lyne
Carrington, Jonathan Blake, Eva Klesse u.a. sitzen hinter ihren Becken und Trommel gleichsam wie Piloten am Armaturenbrett. Denn sie geben die musikalische Richtung vor.
| Mehr Infos im Netz unter www.swr2.de/jazz



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