SWR2 - Jazzprogramm Januar 2017
07.12.2016 22:38 von jazz (Kommentare: 0)

SWR 2 Jazzprogramm
Januar 2017
Sonntag, 1. Januar, 00:05 – 2:00 Uhr
Swingin‘ Into The New Year
Von Günther Huesmann
Mit Schwung ins Neue Jahr: Die ersten Stunden des frischen Jahres gehören den swingenden Sounds der legendären Jazzorchester der 1930er und 1940er Jahre. Count Basie, Woody Herman, Artie Shaw und viele andere werden die Neujahrsnacht zu einem swingenden Erlebnis machen. Darüber hinaus bringt die Sendung auch Perlen aus dem Bereich des Boogie Woogie, des Rhythm & Blues und des Latin Jazz. So unterschiedlich die Sounds der beteiligten Jazzlegenden sind, in einer Hinsicht waren sie sich einig: Mit dem Kreativ-Genie des Genres, Duke Ellington finden sie – „It don' t mean a thing, if it ain' t got that swing.“
Dienstag, 3. Januar, 21:03 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Zwischen Tradition und Innovation
Max Nagls „Big Four“ feat. Joey Baron 2009 in Mannheim
Am Mikrofon: Julia Neupert
Ein Quartett ohne Klavier und Schlagzeug spielt behutsam mit der Jazzgeschichte, ohne distanzierende Ironie, aber auch ohne den restaurativen Anspruch eines strengen Traditionsglaubens. Benannt nach Sidney Bechets und Muggsy Spaniers Post-Bop-Formation „Big Four“ ist das Ensemble vertraut mit dem historischen Regelwerk, legt dieses allerdings nicht „historisch korrekt“ aus. Es sind sehr verschiedene Perspektiven, von denen aus Max Nagl, Steven Bernstein, Noël Akchoté und Bradley Jones auf ihre Art Jazzgeschichte betrachten: respektvoll und eigenwillig. Für ihr Konzert in der Alten Feuerwache Mannheim hatten sie sich mit dem Schlagzeuger Joey Baron zu einem Quintett erweitert, Ausschnitte aus dem Konzert vom 5. September 2009 werden in dieser Jazz Session zu hören sein.
Donnerstag, 5. Januar, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz: Der Geist von Brooklyn
Ein Portrait des Schlagzeugers Tomas Fujiwara
Von Harry Lachner
Wollte man pathetisch sein, könnte man von Tomas Fujiwara als dem schlagenden Herz der Brooklyn-Szene sprechen. Tatsächlich sorgt der Schlagzeuger bei vielen Projekten von Musikern wie Taylor Ho Bynum, Mary Halvorson oder Tomeka Reid für das pulsierende Zentrum ihrer Musik. Sie bilden den Kern einer Szene, die sich vor etlichen Jahren in Brooklyn herausgebildet hat. Charakteristisch für diese Szene ist ein wandelbarer Ansatz, bei dem Traditionsbezug und Dekonstruktion ideenreich ineinanderfließen. Dieser so souverän aufgelöste Antagonismus zwischen Form und Freiheit kennzeichnet auch Fujiwaras eigene Arbeiten, mit denen er sich einen Namen als außergewöhnlich erfindungsreicher Komponist gemacht hat. Obwohl präzise durchstrukturiert, durchweht die Musik des Schlagzeugers eine Leichtigkeit und Ausdrucksvielfalt, die so ganz und gar nicht eklektisch oder gar akademisch daherkommt.
Freitag, 6. Januar, 20:03 – 24:00 Uhr
SWR2 Krimi und Jazz: Der Jazz ‚n‘ Crime Abend
Moderation: Luise Wunderlich
Zum dritten Mal gibt es vier Stunden lang Krimi und Jazz: Unter dem Begriff „Mystery“ versammeln wir Mysteriöses, Unheimliches, Undurchsichtiges, Trügerisches, Obskures, Unklares und Geisterhaftes. Außerdem geht es um Übernatürliches, Geheimnisvolles und Unerklärliches. Kurzhörspiele, musikalisch gestaltete Erzählungen, Jazzmotive und überraschende Klangwelten lassen das Unbegreifliche aufblitzen. Neben Fundstücken und Schätzen gibt es etliche Neuinszenierungen: Michael Tregor liest in vier Teilen den Krimiklassiker „Ein angemessenes Weihnachtsgeschenk“ von Janwillem van de Wetering. Fritz Sauter und Peter Zeindler erzählen uns schaurig schöne, urkomische Schreckgeschichten, bei denen uns das Lachen vergeht.
Samstag, 7. Januar, 9:05 – 10:00 Uhr
Musikstunde: Jazz Across The Border
Von Günther Huesmann
Der wohl auffallendste Trend im aktuellen Jazz ist seine fortschreitende Globalisierung. Entstanden um 1900 in den USA als hybride Musik, ist der Jazz durch die Idee groß geworden, dass es sich immer lohnt, wenn man sich auch mit etwas Anderem beschäftigt als nur mit sich selbst. Die in der Improvisation angelegte Idee des Dialogs erleichtert es Jazzmusikern, sich anderen Stilen und Musikkulturen zu öffnen. So ist Jazz zu einer „global language“ geworden. „Jazz across the border“ hört auf unterhaltsam-informative Weise hin: Wie verändern Musikerinnen und Musiker aus Südamerika, Afrika und Asien die improvisierte Musik von heute? Welche Antworten geben sie auf die Frage nach einer Musik, in der jeder improvisierende Spieler eingeladen ist, seinen eigenen Sound zu entwickeln, mit seinen ganz eigenen musikalischen Sichtweisen, Statements und kulturellen Färbungen?
Samstag, 7. Januar, 22:03 – 23:00 Uhr
Jazztime: Gwil’s Song
Der walisische Pianist Gwilym Simcock
Von Hans-Jürgen Schaal
Auf Dauer war die klassische Musik nichts für ihn – das ständige Üben, das Alleinsein, die Konkurrenz. Zum Glück fand er einsichtige Lehrer, die dem „Wunderkind“ den Weg in den Jazz zeigten. Der heute 35jährige Gwilym Simcock studierte unter anderem bei den Jazzpianisten John Taylor und Geoff Keezer, und sein großes Idol ist Keith Jarrett, mit dem die Kritiker ihn seit Jahren schon vergleichen. Simcocks Improvisationen speisen sich aus dem ganzen Kosmos der Musikgeschichte, das Rhythmische liegt bei diesem Pianisten gleich neben dem Romantischen. Ob als Solist, im Trio, mit der Band „The Impossible Gentlemen“ oder als Komponist: Gwilym Simcock gehört heute zu den wichtigsten Jazzmusikern Europas, „ein kreatives Genie“ (Chick Corea). „Die Musik ist mein Lebenszweck“, sagt der vielfach preisgekrönte Waliser. „Wenn ich das nicht tun könnte, würde ich wahrscheinlich von einer Klippe springen. Ob die Leute meine Musik mögen oder nicht: Ich hoffe, sie hören, was sie mir bedeutet.“
Dienstag, 10. Januar, 21:03 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Aus dem Archiv
Die deutschen All-Stars 1962 u.a. mit dem Albert Mangelsdorff-Hans Koller-Septett und dem Michael Naura-Quintett
Am Mikrofon: Thomas Loewner
Jazz-Polls haben eine lange Tradition und das nicht nur in den USA. Auch in Deutschland wählen Kritiker und Leser bekannter Jazzpublikationen Jahr für Jahr ihre Lieblingsmusiker und -bands. So auch 1963. Die Besonderheit dieses Jahrgangs war, dass Fachleute und Fans in den meisten Kategorien zu den gleichen Ergebnissen kamen – angesichts von so viel Übereinstimmung lud die damalige SWF Jazz-Redaktion die gewählten Musiker für eine Fernsehproduktion nach Baden-Baden ein, um sie einem breiten Publikum vorzustellen. Unter den Musikern waren die Pioniere des modernen deutschen Jazz fast vollzählig vertreten: Albert und Emil Mangelsdorff, Rolf Kühn, Hans Koller, Michael Naura, Wolfgang Schlüter oder Peter Trunk. In der heutigen SWR2 Jazz Session gibt es Höhepunkte dieser hochkarätig besetzten Produktion zu hören.
Donnerstag, 12. Januar, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz Magazin
Von Günther Huesmann
Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen über bevorstehende Events, Rezensionen über Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer CDs.
Freitag, 13. Januar, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz: Piano Extended
Die umtriebige Improvisationsmusikerin Magda Mayas im Portrait
Von Nina Polaschegg
Schon früh hat sie die Improvisation entdeckt, den Jazz, das freie Spiel, das Experimentieren auf den Klaviersaiten und im Klavierinnenraum. Die in Berlin lebende Pianistin Magda Mayas geht immer wieder auf Entdeckungsreisen. Seit einiger Zeit arbeitet sie an einer künstlerischen Dissertation und versucht dem Verhältnis von Raum(klang) und Wahrnehmung auf die Spur zu kommen. Sie wurde eingeladen, Radiofeatures zu gestalten und entdeckte so neue Wege, auch über ihre eigene Musik zu reflektieren. Langjährige Konstanten ihrer künstlerischen Arbeit sind zum Beispiel ihr Duo mit dem Perkussionisten Tony Buck oder das Trio „The Great Waitress“ sowie Mayas' solistisches Spiel.
Sonntag, 15. Januar, 19:34 – 20:00 Uhr (nach dem Hörspiel)
Geschichte eines Jazz-Standards (7)
West End Blues
Von Hans-Jürgen Schaal
Louis Armstrong war der erste bedeutende Solist des Jazz, er schuf die ästhetischen Grundlagen, die „Grammatik“ der Jazz-Improvisation. Speziell die Trompeter stehen tief in Armstrongs Schuld: „Es gibt nichts auf der Trompete, was nicht von ihm stammt, nicht einmal im modernsten Jazz“, sagte Miles Davis einmal. Viele Jazztrompeter haben Armstrong daher Tributalben gewidmet, und ein Stück durfte da eigentlich nie fehlen: der „West End Blues“. Besonders die unbegleitete Einleitung, die Armstrong 1928 bei der Studioaufnahme des „West End Blues“ spielte, wurde weltberühmt und prägte die weitere Entwicklung des Jazz. „Der West End Blues fasste die Vergangenheit zusammen und sagte die Zukunft voraus“, schreibt der Jazzhistoriker Gunther Schuller. Die Geschichte dieses Stücks ist die Geschichte einer großen Trompeter-Tradition.
Dienstag, 17. Januar, 21:03 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Session: My Favorite Discs extra
Mit dem Trompeter und Flügelhornisten Herbert Joos
Julia Neupert im Gespräch mit Herbert Joos
Er gehört zu den prägenden Musikerpersönlichkeiten seiner Generation: der 1940 in Karlsruhe geborene, seit vielen Jahren in Stuttgart lebende Trompeter und Flügelhornist Herbert Joos. Sein stilistisches Spektrum ist groß und sein lyrischer Ton legendär. Für seine jahrzehntelange kontinuierliche Arbeit und den künstlerischen Erfolg weit über Südwestdeutschland hinaus erhält Herbert Joos in diesen Tagen in der Kategorie „Sonderpreis für das Lebenswerk“ den Landesjazzpreis Baden-Württemberg. In der Sendung „My Favorite Discs“ spricht er über persönliche Lieblingsalben, die ihn begeistert, beeindruckt und berührt haben.
Donnerstag, 19. Januar, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz: Mit zwei Philosophen beim Jazzfest
Wie Denker improvisierte Musik erleben
Von Michael Rüsenberg
Jazzkritiker bewegen sich bei Jazzfestivals unter Jazzkritikern – und sind oft frustriert, weil die Kollegen ihr Urteil über die Konzerte nicht teilen. Michael Rüsenberg wollte es einmal anders machen und lud zu einem Abend des Jazzfest Berlin 2016 zwei Begleiter mit „ganz anderen“ Ohren ein: Philipp Hübl, 41, Juniorprofessor für Philosophie an der Universität Stuttgart und Michael Pauen, 60, Professor an der Humboldt-Universität Berlin, einer der führenden deutschen Vertreter der Bewusstseinsphilosophie. Musikalisch trafen sie auf einen sehr abwechslungsreichen Abend mit dem Julia Hülsmann Quintett, der Saxofonistin Mette Henriette und dem Wadada Leo Smith Great Lakes Quartett. Wer hat den beiden Philosophen am besten gefallen? Ihr Urteil war einhellig.
Freitag, 20. Januar, 23:30 – 24:00 Uhr
NOWJazz Update: Sonic Wilderness
Von Julia Neupert
Diese Reihe auf dem freitäglichen NOWJazz Update Sendeplatz führt in abenteuerliche Zwischenwelten des Jazz. Ob Improv, Electronica, Klangkunst, Noise oder Rock – für die atmosphärischen Mixes mit Neuerscheinungen gibt es nur eine Regel: Die Lust am musikalischen Abenteuer muss hörbar sein.
Samstag, 21. Januar, 22:03 – 23:00 Uhr
Jazztime: Winter der Erinnerung
Ein Portrait des britischen Multiinstrumentalisten John Surman
Von Bert Noglik
Seine Musik gleicht Spaziergängen durch weite Landschaften. Er ist ein Klangwanderer und ein musikalischer Geschichtenerzähler: der als Baritonsaxofonist bekannt gewordene, auch Sopransaxofon, Bassklarinette und Keyboards spielende John Surman. Er begann seine Laufbahn in der Band von Mike Westbrook und arbeitete bald auch mit eigenen Gruppen. Mit „The Trio“ entstand eine hochenergetische Improvisationsmusik. Danach begann John Surman, allein im Studio zu arbeiten, verschiedene Instrumente und Traditionen zusammenzumischen und dabei – auch unter Einbeziehung von Synthesizern – Einflüsse aus britischer Volksmusik und europäischer Moderne, aus Minimal und Barockmusik zu reflektieren. Später entstanden faszinierende Spielvereinigungen, unter anderem mit Karin Krog, Dave Holland, Anouar Brahem und Jack DeJohnette, in denen er seine Vielseitigkeit unter Beweis stellte, aber stets unverwechselbar blieb.
Dienstag, 24. Januar, 21:03 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Session: ONJ 30 ans!
Das Jubiläumskonzert von Orchestre National de Jazz in Paris
Am Mikrofon: Thomas Loewner
Das vom französischen Staat finanzierte Orchestre National de Jazz (ONJ) ist eine feste Institution im Musikleben der Grande Nation. Eins der Prinzipien dieses Aushängeschilds der nationalen Jazzszene ist, dass die Besetzung und künstlerische Leitung im Schnitt alle zwei bis drei Jahre wechselt. 2016 existierte das ONJ seit 30 Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums präsentierte das Orchester beim Festival „Jazz à la Villette“ in Paris einen Querschnitt durch seine abwechslungsreiche Geschichte. Das Besonders an dem Konzert war, dass alle zehn bisherigen Leiter des ONJ anwesend waren und jeweils eine eigene Komposition dirigierten: angefangen bei François Jeanneau, Chef des ONJ im Premierenjahr 1986 bis hin zu Olivier Benoit, dem aktuellen Leiter. Für das Konzert bekam die aktuelle Besetzung der Band Unterstützung von einer Reihe teils internationaler Gäste, darunter etwa die beiden Sängerinnen Élise Caron und Yael Naim.
Donnerstag, 26. Januar, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz Session: Kleeblatt der Überflieger
Das Quartett Aziza feat. Dave Holland, Chris Potter, Lionel Loueke, Eric Harland beim Festival Enjoy Jazz 2016 in Ludwigshafen
Am Mikrofon: Günther Huesmann
Vor wenigen Monaten 70 geworden, steht der Kontrabassist Dave Holland nach wie vor für musikalische Impulse, mit denen er Maßstäbe setzt. „Aziza“ heißt ein auf seine Initiative jüngst entstandenes All-Star-Quartett. Das agiert ganz bewusst demokratischer als Hollands berühmte Quintette, denn „Aziza“ präsentiert sich konsequent als Kollektiv. Jeder der vier komponiert für die Band, jeder erhält den gleichen improvisatorischen Spielraum: der Schlagzeuger Eric Harland, der Saxofonist Chris Potter und der Gitarrist Lionel Loueke genauso wie der Bass-Großmeister Holland selbst. Ergebnis: Spontane Melodienerfindung in einem mitreißenden Fluss. Solistische Glanzlichter in einem Groove-Jazz der Spitzenklasse.
Freitag, 27. Januar, 23:03 – 24:00 Uhr
NOWJazz: freejazzblog on air (10)
Happy New Ears! Über den Sinn und Unsinn von Bestenlisten
Julia Neupert im Gespräch mit Martin Schray
Sie haben in diesen Wochen Hochkonjunktur: Bestenlisten, Jahrescharts, Top-Alben – kaum eine Fachmagazin-, Radio- oder Blogredaktion kommt offensichtlich ohne so ein Ranking aus. Auch der freejazzblog veröffentlicht immer im Januar den „Happy New Ears Award“. Leser und Kritiker konnten vorher aus einer Liste von Nominierungen für das Album des Jahres abstimmen. Nach welchen Kriterien werden solche Auszeichnungen vergeben? Und welchen Nutzen haben sie für wen? Freejazzblogger Martin Schray diskutiert mit Julia Neupert.
Samstag, 28. Januar, 22:03 – 24:00 Uhr
Jazztime: Der komplette Meister
Erinnerungen an den Modern-Jazz-Posaunisten Jay Jay Johnson
Von Odilo Clausnitzer
David Baker hielt Jay Jay Johnson für „den vielleicht wichtigsten Posaunisten aller Zeiten“. Tatsächlich kommt das Verdienst, das bisher als behäbig wahrgenommene Zug-Instrument dem virtuosen modern Jazz erschlossen zu haben, fast ausschließlich Jay Jay Johnson zu. Mit makelloser Technik, vollem Ton, rhythmischer Präzision und einem sehr ausgeprägten improvisatorischen Gestaltungssinn wurde der 1924 geborene Amerikaner zum zentralen Vorbild für Generationen nachfolgender Instrumentalkollegen. Jay Jay Johnson begann seine Karriere bei Benny Carter und Count Basie, bevor er sich in New York an der Seite von Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Miles Davis einen Namen machte. Berühmt wurde die Combo „Jay and Kai“, die er in den 1950er Jahren zusammen mit dem Posaunisten Kai Winding leitete. Als Bandleader machte er eine Reihe bedeutender Einspielungen, bis er seine Tätigkeit auf das Komponieren von Soundtracks für Film und Fernsehen verlagerte. 2001 nahm er sich nach schwerer Krebs-Erkrankung das Leben. Die Sendung präsentiert einige Höhepunkte seines Schaffens.
Dienstag, 31. Januar, 21:03 – 22:00 Uhr
SWR2 Jazz Session: My Favorite Discs
Von Harry Lachner
Persönliche Lieblingsalben aus der älteren oder jüngeren Jazzgeschichte werden in der Reihe „My Favorite Discs“ regelmäßig vorgestellt: von den Autorinnen und Autoren unserer SWR2-Jazzredaktion. Legendäre Klassiker oder weniger bekannte Favoriten – warum gerade ein bestimmtes Album sie so beeindruckt hat, erklären sie in dieser Sendung.
Fast alle Jazz-Sendungen von SWR2 können Sie als Audio on Demand im Internet 7 Tage online nachhören. Auf www.swr2.de/jazz finden Sie auch Musiklisten und weitere Informationen zum Programm.
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