SWR2 - Jazzprogramm Januar 2018
21.12.2017 11:52 von jazz (Kommentare: 0)

SWR 2 Jazzprogramm
Januar 2018
Montag, 1. Januar, 00.05 – 2.00 Uhr
Swingin‘ Into The New Year
Mit DJ Swingin’ Swanee
Lindy Hopp, Jitterbug, Balboa, Shag oder Cakewalk - es gibt viele Möglichkeiten, sich stilecht tanzend durch diese ersten beiden Radiostunden 2018 in SWR2 zu hören. An den Reglern und am Mikrofon ist mit Swingin' Swanee eine der bekanntesten Swing DJs Deutschlands. Ihr Motto: "From the tropics heat came this jungle beat and it still is makin' history." Happy New Year & Keep Swingin'!
Dienstag, 2. Januar, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Kein Standard
Das Trio Slowfox im SWR Studio Freiburg
Am Mikrofon: Julia Neupert
In "Salonschleichern" elegant über das Swing-Parkett: Der Kontrabassist Sebastian Gramss zelebriert in seinem Slowflox Trio zusammen mit dem Saxofonisten Hayden Chisholm und dem Pianisten Philip Zoubek die Kunst der musikalischen Leichtigkeit. Scheinbar. Denn unter der charmanten Oberfläche legen die drei es subtil auf klangliche, harmonische und rhythmische Irritationsmomente an, zu denen es sich schwerlich tänzeln lässt. "Gentle Giants" heißt das zweite Slowfox-Album. Die Aufnahmen dazu entstanden im Herbst vergangenen Jahres im Schlossbergsaal des SWR Studios Freiburg.

Donnerstag, 4. Januar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Im Rausch der Ruhe
Die Saxofonistin Charlotte Greve und ihre Musik
Von Odilo Clausnitzer
Es ist eine der markanten Working Bands des zeitgenössischen deutschen Jazz: Das "Lisbeth Quartett" der Altsaxofonistin Charlotte Greve. 2009, als junge Studentin, hatte sie es in Berlin gegründet und nach ihrem zweiten Vornamen benannt. Inzwischen lebt die gebürtige Niedersächsin seit fünf Jahren in New York. Aber ihre Band besteht weiter und hat gerade ihre fünfte CD veröffentlicht. Die Musik des Lisbeth Quartetts entwickelt ihre Intensität oft aus großer Ruhe. Die Band klingt zugleich kraftvoll, gelegentlich sogar wild, und lyrisch, manchmal fast pastoral. Es ist ein "Sound, der einen Raum mit Wärme füllen kann", der Charlotte Greve vorschwebt. Im Gespräch erläutert sie ihre musikalischen Ideen, Erfahrungen und Projekte.
Freitag, 5. Januar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Freiheit für die Königin
Wie Musiker die Orgel für Improvisation, Jazz und Klangkunst neu entdecken
Von Franziska Buhre
Kaum ein Instrument ist so sehr an seinen Standort gebunden wie die Kirchenorgel. In Kirchen finden zwar Jazzkonzerte statt und der Einfluss der Hammond-Orgel aus dem Kontext amerikanischer Gospel-Kirchen ist prägend für die Entwicklung des US-amerikanischen Jazz. Doch in letzter Zeit entdecken immer mehr Improvisationsmusiker die Kirchenorgel für ihre Klangvorstellungen. Der Schweizer Pianist Stefan Rusconi kreiert mit dem Geiger Tobias Preisig ein intimes Duo zwischen Orgel und Geige. Ebenso besinnlich spielt der britische Pianist Kit Downes im Duo mit dem Saxofonisten Tom Challenger. Der österreichische Klangkünstler Daniel Lercher komponiert für die Orgel im Kirchenraum eine elektroakustische Installation mit vier Lautsprechern, Chorstimmen und Gongs. Das Musikerkollektiv Kulku aus Berlin spielt Orgelpfeifen aus Holz wie Blasinstrumente in einem ehemaligen Wasserspeicher mit langem Nachhall.
Samstag, 6. Januar, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Musik unter Tage
Jazzgeschichte Südwest (1) 1955 - 1965
Von Christoph Wagner
Ab Mitte der 1950-er Jahre waren in Südwestdeutschland die ersten Jazzclubs entstanden, wo sich vor allem die akademische Jugend traf. Dort wurde getanzt, getrunken und geraucht, wobei das Publikum oft Schlange stand, denn Jazz war populär. Selbst in kleineren Ortschaften in der Provinz, ob in Schramberg oder Gengenbach, gab es einen Jazzkeller. Hier traten vor allem Musiker aus der Umgebung auf, aber auch Profigruppen wie die von Albert Mangelsdorff oder Hans Koller. Bei manchen Einheimischen waren die Jazzclubs als „Existenzialistenkeller“ verschrien, was ihre Attraktion bei den Jüngeren nur noch steigerte. Für den Jazz-Nachwuchs bildeten die Jazzclubs im Südwesten das beste Trainingsgelände. Hier konnte man gelegentlich sogar mit einem amerikanischen Jazzer jammen. Ob das Wolfgang Dauner Trio, die Modern Jazz Group Freiburg oder das Krisch Quartett – mehr und mehr traten Ensembles aus dem Südwesten ins Rampenlicht.
Sonntag, 7.Januar, 19.40 – 20.00 Uhr (nach dem Hörspiel)
I Won’t Dance
Wie der Tänzer und Sänger Fred Astaire dem Pianisten Oscar Peterson begegnete
Von Gerd Filtgen
In zahlreichen Hollywoodstreifen der 1930er- und 40er-Jahre glänzte Fred Astaire als Schauspieler, Tänzer und Sänger. Bekannte Songs aus dieser Zeit wie "Cheek To Cheek", "Oh, Lady Be Good" u. a., die eng mit Astaires Karriere verbunden sind, wurden im Jahr 1952 bei einer Aufnahme-Session mit dem Pianisten Oscar Peterson in einen damals modernen musikalischen Kontext versetzt. Dabei bekam Fred Astaires Sprechgesang durch Petersons virtuoses Begleitspiel, durch die swingenden Chorusse des Trompeters Charlie Shavers und durch die Soli des Tenorsaxofonisten Flip Phillips einen hinreißenden Jazz-Touch.
Dienstag, 9. Januar, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Aus dem Archiv
Joshua Fit The Battle of Jericho
Sister Rosetta Tharpe 1958 in der Stuttgarter Liederhalle
Am Mikrofon: Gerd Filtgen
In vielerlei Hinsicht war Sister Rosetta Tharpe (1915-1973) eine Persönlichkeit, die durch das Raster gängiger musikalischer Klassifizierungen fiel. Mit ihrem kraftvollen Gesang, den sie mit expressiven Gitarren-Riffs unterlegte, entsprach sie nicht unbedingt dem Bild, das man sich allgemein von einer Gospel-Interpretin machte. Als Tharpe dann noch begann äußerst erfolgreich religiöse Lieder außerhalb der Kirche im Showbiz-Ambiente zu interpretieren, verstörte das einen Teil ihrer Anhängerschaft. Schon viel früher als Sänger wie Ray Charles verband sie heißen elektrifizierten Chicago-Blues und Gospel in einem mitreißenden Konzept. Von ihrem innovativen Gitarrenspiel profitierten zahlreiche nachfolgende Rhythm' n' Blues- und Rock' n' Roll-Musiker. Wie souverän ihr Auftritt auch im swingenden Jazz-Umfeld war, demonstrierte Tharpe 1958 bei ihrem Konzert in Stuttgart, in dem sie von dem Pianisten Horst Jankowski und seiner Combo begleitet wurde.
Donnerstag, 11. Januar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Magazin
Von Thomas Loewner
Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen über bevorstehende Events, Rezensionen über Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer Alben.
Freitag, 12. Januar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: freejazzblog on air
Free Fusion: Freie Improvisation im Schleudergang der Jazz-Rock-Postmoderne
Julia Neupert im Gespräch mit Martin Schray
Zu Beginn der 1970-er Jahre mischten Musiker wie Miles Davis und Frank Zappa Jazz und Rock und elektrisierten damit ein großes Publikum. Im Anschluss daran fusionierte der Jazz immer wieder mit anderen Musiken. Heute stellt sich eher die Frage, was in der Postmoderne des „anything goes“ denn tatsächlich noch möglich ist, ob man das Genre nicht neu definieren muss und welche MusikerInnen dabei im Fokus stehen. Julia Neupert und ihr Gast Martin Schray vom freejazzblog stellen in der heutigen Sendung aktuelle Alben aus dem Bereich Fusion vor und versuchen zu klären, wo sich Überschneidungen dieser Spielart von Musik mit freier Improvisation ergeben haben und wohin sie sich entwickeln könnten.
Samstag, 13. Januar, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Puristen gegen Progressive
Jazzgeschichte Südwest (2) 1965 – 1980
Von Christoph Wagner
Ab Mitte der 1960-er Jahre wirbelten neue Klänge die Jazzszene durcheinander, und Süddeutschland bildete da keine Ausnahme. In den Clubs erklang jetzt wilder Free Jazz und lauter Rock Jazz - zwei neue Trends, an denen sich die Geister schieden. Wolfgang Dauner, Herbert Joos und Frederic Rabold - alle in Stuttgart daheim - , avancierten zu profilierten Vertretern der neuen Strömungen. Nicht selten traten sie bei "SWF Jazz Sessions" oder "Treffpunkt Jazz"-Konzerten auf, wo sie dann die Bühne mit internationalen Stars teilten. Solch hochkarätige Konzerte kamen nur zustande, weil danach noch eine Aufnahmesession im Studio der Villinger Schallplattenfirma MPS stattfand. Mitte der 1970-er Jahre sorgte die Konzertagentin Gabriele Kleinschmidt aus dem Schwarzwald dafür, dass wichtige Musiker des Jazz vermehrt in der Region auftraten, wobei die rustikalen Jazzkeller kaum mehr den Vorstellungen der weitgereisten Musiker entsprachen.
Dienstag, 16. Januar, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Homezone
Jazz aus Südwest
Von Julia Neupert
Die monatliche Sendereihe "Homezone" führt regelmäßig an die vielen verschiedenen Orte, an denen der Jazz im Südwesten zu Hause ist. Neben Konzertaufnahmen aus unserem Archiv und aktuellen Studioproduktionen gibt es immer auch einen thematischen Schwerpunkt. In dieser „Homezone“-Ausgabe geht es nach Karlsruhe. Dort organisiert Johannes Frisch für den
Jazzclub Karlsruhe im Badischen Kunstverein seit vielen Jahren eine Konzertreihe für improvisierte Musik mit einem exquisiten Programm.
Donnerstag, 18. Januar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Velvet Revolution
Die musikalische Welt des Tenorsaxofonisten
Daniel Erdmann
Von Bert Noglik
Er ist umtriebig, mit einer Vielzahl von Bands unterwegs und in seinem Spiel beseelt von starken Botschaften. Weithin bekannt wurde Daniel Erdmann durch das Trio Das Kapitalmit dem Gitarristen Hasse Poulsen und dem Schlagzeuger Edward Perraud, das sich an Kompositionen von Hanns Eisler erwärmte und sich an ihnen rieb, bis sie in freien Improvisationen entflammten. Während sich vielerorts wabernde Innerlichkeit und kunstgewerbliche Beflissenheit breitmachen, folgt Daniel Erdmann einer Triebkraft des Jazz: dem Drang zur expressiven Mitteilung. Der Saxofonist, der lange in Berlin lebte und nun schon seit einiger Zeit von Frankreich aus wirkt, gründete bereits 1999 seine Band Erdmann 2000, die als Erdmann 3000 neu formiert wurde. Jüngeren Datums ist eine Spielvereinigung mit dem Bratscher bzw. Violinisten Théo Ceccaldi und Jim Hart am Vibrafon. Velvet Revolution, so der Name des Trios, verbindet das Sanfte mit dem Umwälzenden.
Freitag, 19. Januar, 23.30 – 24.00 Uhr
NOWJazz Update: Sonic Wilderness
Von Ulrich Kriest
Diese Reihe auf dem freitäglichen NOWJazz Update Sendeplatz führt in abenteuerliche Zwischenwelten des Jazz. Ob Improv, Electronica, Klangkunst, Noise oder Rock - für die atmosphärischen Mixes mit Neuerscheinungen gibt es nur eine Regel: Die Lust am musikalischen Abenteuer muss hörbar sein.
Samstag, 20. Januar, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Ein großes Orchester im Kleinen
Duke Ellingtons Small-Group-Aufnahmen
Von Günther Huesmann
Was Swing, klanglicher Farbenreichtum, persönlicher Ausdruck und solistischer Glanz angeht, ist das Duke Ellington Orchestra im Jazz das Maß aller Dinge. Aber auch im Kleinen haben der Duke und seine Solisten – von Johnny Hodges über Harry Carney bis zu Cootie Williams – Großes geleistet. Schon zu Beginn seiner Karriere löste der Duke immer wieder ausgewählte einzelne Musiker aus seiner Big Band und formierte mit ihnen grandios swingende kleinere Ensembles. Diese „Small Groups“ boten seinen Solisten einen freudig begrüßten Freiraum. In dieser Sendung richten wir den Fokus auf diekleinen Ellington-Bands. Auch wenn sie nicht ganz so bekannt sind wie Dukes großorchestrale-Werke, Ellingtons Small Group-Aufnahmen gehören zu den Juwelen der Jazzhistorie.
Sonntag, 21. Januar, 19.16 – 20.00 Uhr (nach dem Hörspiel)
Einfach ist nicht alles
Der Posaunist und Komponist Alan Ferber
Von Ssirus W. Pakzad
Der 43jährige Alan Ferber zählt nicht nur zu den herausragenden Posaunisten des amerikanischen Jazz. Er ist auch ein begnadeter Dozent, Komponist, Arrangeur und Leiter einer prominent besetzten Big Band. Ferbers Großmutter war Sängerin am Broadway. Von ihr habe er den Sinn für einfache Strukturen, für Songs, vermittelt bekommen, sagt der in New York lebende Kalifornier. Er schreibe heute grundsätzlich nie Musik, deren Melodien er nicht auch problemlos singen könne. Dennoch versteht er es, das vermeintlich Simple in berauschende Farbenpracht zu verpacken und von komplexen Strukturen umspielen zu lassen. Alan Ferber ist nicht nur in eigener Mission künstlerisch unterwegs. Als gesuchter Sideman hat er mit vielen Größen gespielt, unter anderem im Orchester seines Kollegen John Hollenbeck.
Dienstag, 23. Januar, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Tokyo Blue
Zum 70. Geburtstag der Pianistin Aki Takase
Am Mikrofon: Harry Lachner
Immer wieder verwies die in Berlin lebende Pianistin Aki Takase in ihren Arbeiten auf die Frühzeit der Jazzgeschichte: Mal war es ein Album mit Stücken von Fats Waller, dann wieder ein W.C. Handy-Projekt oder eine Reminiszenz an den Blues. Takases zeitgemäße Re-Imagination der Historie fügt sie bruchlos in ihre eigene Ästhetik ein, die von einem dekonstruktivistischen Spiel mit Formen geprägt ist; ein Spiel zwischen Aneignung und Distanzierung. Ihre Musik entwickelt sich analog zu einer von Thelonious Monk geprägten Ideenwelt, in der sich das Vertrackte, das kantig Widerständige ganz selbstverständlich in ein Kontinuum des freien Spiels und einem stringentem Formbewusstsein gebettet findet. Anlässlich ihres 70. Geburtstages bietet
die Sendung mit Aufnahmen aus dem Archiv des SWR einen Querschnitt durch das vielgestaltige Schaffen dieser außergewöhnlichen Pianistin.
Donnerstag, 25. Januar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Session: Energie, Spielwitz!
Das französische Quintett Papanosh im Jazzclub Singen 2017
Am Mikrofon: Tinka Koch
Das französische Quintett mit dem ausgefallenen Namen Papanosh, das sind die Musiker Quentin Ghomari Trompete, Raphaël Quenehen Saxofon, Sébastien Palis Piano und Orgel, Thibault Cellier Bass und Jéremié Piazza Schlagzeug. Sie alle kommen aus der nordfranzösischen Hafenstadt Rouen. Dort sind sie nicht nur Mitglieder des Kollektivs „Les Vibrants Defricheurs“, vor allem stehen sie für einen modernen Sound zwischen Brooklyn und Paris. Aber auch die Geschichte des Jazz spielt bei Papanosh eine Rolle, unter anderem in einer kürzlich erschienen Hommage an den Bassisten Charles Mingus. In dieser Sendung hören wir ein Konzert des Quintetts aus dem Jazzclub Singen, in der die Musiker unter Beweis stellten, wie Groove und Spielwitz sich mit der Farbenfreude des gallischen Jazz mischen.
Freitag, 26. Januar, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Klangreize und Reizklänge
Das Berliner Ensemble Zeitkratzer mit neuen Projekten
Von Nina Polaschegg
Reinhold Friedl ist ein umtriebiger Musiker, der scheinbar keine Pausen braucht, um ein Projekt nach dem anderen zu entwickeln und zu realisieren. Eine seiner Herzensbesetzungen ist das von ihm gegründete und geleitete Ensemble Zeitkratzer. Geprobt wird in Berlin. Die Musikerin und die Musiker stammen zum Teil aus der Stadt, andere reisen regelmäßig aus verschiedenen Städten und Ländern an. Sämtliche Mitglieder des Ensembles sind hervorragende Improvisierende wie Reinhold Friedl, die zugleich im Partiturlesen versiert sind. Zeitkratzer widmet sich freilich gerne Musik, die mit reinem Notenlesen nicht immer zu erfassen ist. Musik von John Cage und Karlheinz Stockhausen ebenso wie Musik von Lou Reed oder Keiji Heino, Sounds, die das Ensemble mit entwickelt. Die heutige NOWJazz Sendung stellt neue Aufnahmen von Zeitkratzer vor.
Samstag, 27. Januar, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Kühl und innovativ
Die Geschichte des Jazzlabels Contemporary Records
Von Hans-Jürgen Schaal
Labelgründer Lester Koenig (1918-1977) war ursprünglich Filmproduzent, geriet aber in die Fänge McCarthys und bekam Arbeitsverbot in Hollywood. Daraufhin gründete er 1951 das Jazzlabel Contemporary Records, mit dem er sich der modernen Szene Kaliforniens verschrieb und ein Vierteljahrhundert lang den „West Coast Sound“ förderte. Eine der ersten Bands auf Contemporary waren die Lighthouse All-Stars des Bassisten Howard Rumsey – eine Formation, welche die wichtigsten Solisten des West Coast Jazz hervorbrachte, darunter Shorty Rogers, Jimmy Giuffre und Shelly Manne. Dank Contemporary Records entwickelte sich Kalifornien in den 1950-er Jahren zu einem Zentrum des experimentellen und innovativen Jazz. Auch das Debütalbum von Ornette Coleman, dem „Vater“ des Free Jazz, erschien noch auf Contemporary.
Dienstag, 30. Januar, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: My Favorite Discs
Von Bert Noglik
Persönliche Lieblingsalben aus der älteren oder jüngeren Jazzgeschichte werden in der Reihe "My Favorite Discs" regelmäßig vorgestellt: von den Autorinnen und Autoren unserer SWR2-Jazzredaktion. Legendäre Klassiker oder weniger bekannte Favoriten - warum gerade ein bestimmtes Album sie so beeindruckt hat, erklären sie in dieser Sendung.
| Mehr Infos im Netz unter www.swr2.de/jazz



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