SWR2 - Jazzprogramm November 2015
08.10.2015 11:11 von jazz (Kommentare: 0)

SWR 2 Jazzprogramm
November 2015
Sonntag, 1. November, 19.23 – 20.00 Uhr (nach dem Hörspiel)
Kühle KonturenDie Welt des Altsaxofonisten und Arrangeurs Lennie Niehaus
Von Hans-Jürgen Schaal
Lennie Niehaus gehörte zu den visionären Musikern im Westcoast-Jazz der 1950er Jahre. Fünf Jahre lang spielte der Altsaxofonist im Orchester des Experimentators Stan Kenton, für den er auch arrangiert hat. Unter eigenem Namen präsentierte Niehaus dagegen faszinierende, kühle Combos mit zwei bis sechs Bläsern, für die er eine markante Form- und Klangsprache fand. Allerdings konnte Niehaus als Saxofonist nicht die Bekanntheit von Kenton-Kollegen wie Charlie Mariano oder Lee Konitz erreichen, da er bereits 1959 weitgehend von der Jazzszene verschwand, um als Filmkomponist und -arrangeur zu arbeiten. Beachtung fand er später vor allem durch seine musikalische Ausgestaltung der Filme von Clint Eastwood.
Dienstag, 3. November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: SWR Jazzpreis 2015
Beharrlich verwegen
Das Preisträgerkonzert des Pianisten Georg Graewe beim Festival Enjoy Jazz 2015 in Ludwigshafen
Am Mikrofon: Julia Neupert
Jazz ist keine Musik für nostalgische Bequemlichkeiten. Das ist einer der wichtigsten Grundsätze von Georg Graewes künstlerischem Schaffen. Geboren 1956 in Bochum, gehört der Pianist seit Jahrzehnten zu den prägenden Mitgestaltern einer Improvisationskultur, die ihre Inspiration sowohl aus der Jazztradition, als auch aus der zeitgenössisch komponierten Musik zieht. Seit über 25 Jahren arbeitet der diesjährige SWR Jazzpreisträger zusammen mit dem Schlagzeuger Gerry Hemingway und dem Cellisten Ernst Reijseger in einem frei improvisierenden Trio. Mit diesem trat Graewe auch beim Preisträgerkonzert in dasHaus in Ludwigshafen auf, außerdem stellte er sich dort als Solist vor.
Donnerstag, 5. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Magazin
Von Julia Neupert
Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen über bevorstehende Events, Rezensionen über Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer CDs. Wir bringen einen Bericht vom Festival Wels Unlimited, wir befragen Richard Williams, den neuen Künstlerischen Leiter des Berliner Jazz-Festes, welchen Visionen er folgt und wir werfen einen Blick auf das diesjährige SWR NEWJazz-Meeeting, das unter dem Titel „Realm of Possibilities“ von dem kubanischen Pianisten Fabian Almazan kuratiert wird.
Freitag, 6. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Doppelbelichtung
Die Kunst des Pianisten Achim Kaufmann
Von Harry Lachner
"Double Exposure" nannte Achim Kaufmann eines seiner Alben, "Doppelbelichtung" also: zwei Fotos, nacheinander auf dasselbe Filmmaterial aufgenommen, überlagern einander; Farben und Motive vermengen sich bis zur Ununterscheidbarkeit, losgelöst von ihren ursprünglichen Abbildungszielen, ihrer Realitätsgebundenheit. In einem solchermaßen neu entstandenen Geflecht von Unerwartetem, zuweilen Unentwirrbarem verschwindet die Eindeutigkeit in einem changierenden Geflecht von Flächen und Konturen. Auf die Musik übertragen könnte das bedeuten: scheinbare Gegensätze wie Tradition und Moderne, Harmonie und Freitonalität, Improvisation und Komposition verlieren ihre festumrissene Gestalt. Die Bezüge lassen sich nicht mehr eindeutig einem jeweiligen Referenzsystem zuordnen. Der Pianist, 2001 ausgezeichnet mit dem SWR-Jazzpreis, spielt auf sehr individuelle Weise mit den unterschiedlichen Perspektiven, lässt Motive sich aus der Improvisation heraus entwickeln, die den Charakter des Mehrdeutigen besitzen. Ihre Entwicklung und Erweiterung stellt die festen Bezüge, ja, stellt den Rahmen insgesamt beständig in Frage. Selten hat ein Musiker die Referenzsysteme so fantasievoll in eine Opposition gestellt.
Samstag, 7. November, 9.05 – 10.00 Uhr
SWR2 Musikstunde: Jazz Across The Border
Von Günther Huesmann
Der wohl auffallendste Trend im aktuellen Jazz ist seine fortschreitende Globalisierung. Entstanden um 1900 in den USA als hybride Musik ist der Jazz durch die Idee groß geworden, dass es sich immer lohnt, wenn man sich auch mit etwas Anderem beschäftigt als nur mit sich selbst. Die in der Improvisation angelegte Idee des Dialogs erleichtert es Jazzmusikern, sich anderen Stilen und Musikkulturen zu öffnen. So ist Jazz zu einer "global language" geworden. "Jazz across the border" hört auf unterhaltsam-informative Weise hin: Wie verändern Musikerinnen und Musiker aus Südamerika, Afrika und Asien die improvisierte Musik von heute? Welche Antworten geben sie auf die Frage nach einer Musik in der jeder improvisierende Spieler eingeladen ist, seinen eigenen Sound zu entwickeln, mit seinen ganz eigenen musikalischen Sichtweisen, Statements und kulturellen Färbungen?
Samstag, 7. November, 20.03 – 24.00 Uhr
Jazzfest Berlin 2015 : ARD JazzNacht– LIVE
Live-Übertragung u.a. mit dem Tigran Hamasyan Trio, Charles Lloyd‘s Wild Man Dance Project, Plaistow und dem Laura Jurd Quartet
Am Mikrofon: Ulf Drechsel
Sonntag, 8. November, 00.00 – 06.00 Uhr
Jazzfest Berlin 2015: ARD JazzNacht - LIVE
Musikalische Höhepunkte der diesjährigen Festivalausgabe
u.a. mit dem Splitter Orchestra & George Lewis, Vincent Peirani‘s Living Being, dem Julia Kadel Trio, dem Miguel Zenón Quartet, Paal Nilssen-Love‘s Large Unit und The Necks
Am Mikrofon: Ulf Drechsel, Roland Spiegel, Ulrich Habersetzer und Julia Neupert
An die vierstündige Live-Übertragung vom Jazzfest Berlin 2015 schließt die ARD-JazzNacht ab 00.05 Uhr fast nahtlos an. Ulf Drechsel, Roland Spiegel, Ulrich Habersetzer und Julia Neupert präsentieren musikalische Highlights der ersten Festivalausgabe unter dem neuen künstlerischen Leiter Richard Williams. Aktuelle Interviews mit Musikerinnen und Musikern ergänzen das Programm, in dem unter anderem Mitschnitte der Konzerte vom Splitter Orchestra & George Lewis, Vincent Peirani's Living Being, dem Tigran Hamasyan Trio, dem Julia Kadel Trio, dem Charles Lloyd-Sextet Wild Man Dance, dem Laura Jurd Quartet, dem Miguel Zenón Quartet, Lumen Drones, Paal Nilssen-Love's Large Unit und The Necks.
Sonntag, 8. November, 19.21 – 20.00 Uhr (nach dem Hörspiel) „Something Wonderful“ Die frühen Aufnahmen der Sängerin Nancy Wilson Von Odilo Clausnitzer
Ihre größten Erfolge feierte Nancy Wilson auf den Bühnen von Las Vegas und als Gastgeberin einer eigenen Fernsehshow. Über Jahrzehnte gehörte sie in den USA zu den beliebtesten Interpretinnen eines "gehobenen" Pop-Repertoires. Doch ihre Wurzeln lagen im Blues, und Mitte der 1960er Jahre machte sie einige Aufnahmen, die sie als große Jazz-Sängerin ausweisen. Ihre ersten beiden LPs aus dem Jahr 1960, "Like in Love" und "Something Wonderful", stellten sie, teils in großer Orchesterbegleitung, bereits als souveräne Interpretin von Broadway-Hits vor. Es folgten zwei herausragende Platten, auf denen sie von den Combos des Pianisten George Shearing bzw. des Saxofonisten Cannonball Adderley begleitet wurde. Ihr besonderer Vokalstil vereinte dabei knisternde Energie mit samtiger Eleganz. SWR2Jazz stellt Highlights einer außergewöhnlichen Sängerin vor.
Dienstag, 10. November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Vive le Jazz!
Höhepunkte vom diesjährigen Festival Jazzdor Strasbourg-Berlin
Am Mikrofon: Tobias Richtsteig
Dieser Tage feiert das Jazzdor Festival in Strassburg Jubiläum. Seit 30 Jahren schon ist es Heimat für den experimentierfreudigen Jazz in Frankreich. Und genauso für die verwandte Musik aus dem Nachbarland am anderen Rheinufer. JazzPassages heißt die Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro Offenburg. Und längst hat Jazzdor auch einen Ableger in Berlin, Festivalleiter Phillipe Ochem schätzt die deutsche Hauptstadt als internationalen Schmelztiegel. Und so präsentierte er an vier Abenden im Juni nicht nur knallbunte Glanzlichter aus der französischen Jazzszene, wie Donkey Monkey ein verspielt-strenges Duo der Pianistin Eve Risser mit der Schlagzeugerin Yuko Oshima, sondern auch eine Reihe von Begegnungen deutscher Bands mit französischen Gästen, etwa das Berliner Lisbeth Quartett im Dialog mit dem Saxofonisten Antonin-Tri Hoang im bemerkenswerten Gleichklang oder das neue Trio von Daniel Erdmann mit Christophe Marguet und Johannes Fink, der für den erkrankten Henri Texier eingesprungen war. Im spektakulären Finale starteten Thomas de Porquery und sein Sextett Supersonic eine intergalaktische Expedition in das Sun Ra-Klanguniversum zwischen polyphonem Rock und genialischer Schnulze.
Donnerstag, 12. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Hype oder Hoffnung?
Der amerikanische Tenorsaxofonist Kamasi Washington
Von Michael Rüsenberg
Schön, wenn sich viele Jazzkritiker einmal einig sind. Schön, dass sie ein neues Talent entdeckt haben, dass sie sich freuen, ja jubeln. Aber, müssen sie so frohlocken, als sei ihnen ein neuer Jazz-Messias erschienen? Vorneweg die "Süddeutsche Zeitung", die nicht nur von einer "vollkommenen Überraschung" spricht, sondern auch von einer Wirkung, "als hätte die Jazzgeschichte nur darauf gewartet, endlich auf den Punkt zu kommen." Ja, womit hat diese Jazzgeschichte denn bloß in den vergangenen 100 Jahren ihre Zeit vertan?, fragt unser Autor. Da kommt ein 34-jähriger, zugegeben guter Tenorsaxofonist, ein "Shouter", wie es ihn lange nicht mehr gab, kocht mit dem Pathos vergangener Tage afroamerikanische Quellen wieder auf, von Alice Coltrane bis McCoy Tyner - und viele Kritiker überhören voller Begeisterung, wo er das alles her hat. In diesen Tagen ist Kamasi Washington erstmals in Deutschland unterwegs. SWR2 NOWJazz schildert die frenetische Resonanz auf seine dreistündige CD-Box "The Epic" und fragt, wie viel Hype, wie viel heiße Luft darin steckt. Oder ist vielleicht doch die Hoffnung berechtigt, dass der Mann, der über HipHop-Kreise in den Jazz zurückfindet, mit seinen Sounds neue Hörerschichten erschließen kann?
Freitag, 13. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: freejazzblog on air (7)
Black Gold – Improvisierte Musik auf Vinyl
Julia Neupert im Gespräch mit Martin Schray
Als Tonträger hat die LP in den letzten Jahren deutliche Zuwachsraten verzeichnet, auch im Jazz. Das ist umso erstaunlicher, da dieses Genre in den 1990ern am eindeutigsten auf die CD gesetzt hat, große Labels stellten ihre Vinylveröffentlichungen komplett ein. Aber gerade im Bereich der freien improvisierten Musik leisteten kleine Unternehmen wie NoBusiness, Rune Grammofon oder jüngst Trost Records Graswurzelarbeit und hielten Vinyl am Leben. Heute werden unveröffentlichte Aufnahmen neu und aufwändig editiert, lange vergriffene Klassiker sind in neuen Auflagen wieder erhältlich und auch Neuheiten gibt es zum Teil ausschließlich auf Schallplatte. Julia Neupert und ihr Gast Martin Schray von freejazzblog.org stellen in der heutigen Sendung analoge Schätze vor.
Samstag, 14. November
Jazztime entfällt
Dienstag, 17. November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: My Favorite Discs
Von Gerd Filtgen
Persönliche Lieblingsalben aus der älteren oder jüngeren Jazzgeschichte werden in der Reihe "My Favorite Discs" regelmäßig vorgestellt: von den Autorinnen und Autoren unserer SWR2-Jazzredaktion. Legendäre Klassiker oder weniger bekannte Favoriten - warum gerade ein bestimmtes Album sie so beeindruckt hat, erklären sie in dieser Sendung.
Donnerstag, 19. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Sublime Platten-Tektonik
Die Musiklandschaften des Vibrafonisten Chris Dingman
Von Günther Huesmann
Er ist ein Könner des Subtilen und Sublimen - zugleich brennen seine Improvisationslinien vor innerer Intensität. Chris Dingman, 1980 in San Diego geboren, zählt zu den kreativen und innovativen Vibrafonisten der gegenwärtigen New Yorker Improvisationsszene. Stärker als andere Instrumentalkollegen nutzt er das Vibrafon-Pedal, den Ton länger nachhallen lassend: Dingman spricht von "washes of sound". Dabei ist der 35jährige in Brooklyn lebende Musiker als Komponist genauso persönlich wie als improvisierender Musiker. Der gleichsam orchestrale Einsatz seines Vibrafon-Sounds kommt ihm dabei entgegen. Auf seinem ersten Album unter eigenem Namen "Waking Dreams" (2011) wandte er sich der Themenwelt der Tagträume und nächtlichen Gestalten zu. Seine aktuelle CD "The Subliminal and the Sublime" (2015) widmet er Umweltthemen und der musikalischen Erforschung geologischer Gesteinsschichten und -formationen. In epischen Großformen zeigt sich Dingman als brillanter musikalischer Erzähler.
Freitag, 20. November, 23.30 – 24.00 Uhr
NOWJazz Update
Von Thomas Loewner
Das NOWJazz Update ist zumindest einmal im Monat zumeist halbstündig auf der nächtlichen Freitagsschiene platziert und dient der Präsentation neuester Tendenzen der improvisierten Musik. Es erlaubt den Moderatoren, besonders wichtige Neuerscheinungen eingehender vorzustellen, als dies im NOWJazz Magazin möglich ist. Was gespielt wird, entscheiden die SWR2-Jazzautoren erst kurz vor dem Sendetermin.
Samstag, 21. November, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Eremit in der Klause
Thelonious Monks Soloaufnahmen 1954-1961, neu editiert
Von Bert Noglik
Zu den verblüffendsten und faszinierendsten Aufnahmen des in jeder Hinsicht als Ausnahmemusiker geltenden Thelonious Monk zählen seine Solo-Einspielungen. Vielleicht noch stärker als in seinem gruppenbezogenen Spiel offenbart er in seinen pianistischen Alleingängen einige Konstruktionsprinzipien seiner Musik: kürzelhafte Prägnanz, eigenwillige Klangcharakteristik, enge Verknüpfungen von Komposition und Improvisation, reibungsvolle Wendungen, harmonische Raffinessen und rhythmische Vertracktheiten, mit denen er einen völlig unverwechselbaren Personalstil kreiert. Im Mittelpunkt der Sendung mit neu editierten Soloaufnahmen stehen drei der wichtigsten Platten, die Thelonious Monk in den 1950er-Jahren im Studio eingespielt hat: "The Prophet" (1954), "Himself" (1957) und "In San Fransisco" (1959).
Sonntag, 22. November, 19.35 – 20.00 Uhr (nach dem Hörspiel)
„The Jumping Blues“
Buck Claytons elegantes Trompetenspiel
Von Gerd Filtgen
Für Buck Clayton konnte der Einstieg in die High Society des Swing-Stils nicht besser ausfallen: Im Jahr 1937 engagierte der Pianist Count Basie den jungen Trompeter für sein Orchester. In kreativen Milieu der Basie-Band schwang er sich schnell zu einem der großen Swing-Trompeter auf. Auch in der Folgezeit zeichnete sich seine Spielweise durch einfallsreiche Melodieführung, dezentes Vibrato und elegante Dämpfereinsätze aus. Legendär ist er auch für sein Blues-Feeling. Buck Clayton ist auf hunderten von Platten als Sideman oder als Leader eigener Gruppen vertreten. Einige musikalische Leckerbissen, u.a. Aufnahmen mit Count Basie, den Kansas City Six und dem Tenorsaxofonisten Buddy Tate stehen im Fokus der Sendung.
Dienstag, 24. November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Aus dem Archiv
Das Quartett Ambush mit Stu Martin, Charlie Mariano, Barre Phillips und Peter Warren 1972 in Freiburg
Am Mikrofon: Nina Polaschegg
Free Jazz und Folklore, das scheine auf den ersten Blick Gegenpole zu sein, wie sie größer kaum sein können. Doch beim zweiten Gedanken darüber merkt man schon, dass beides durchaus amalgamieren kann. Sind doch auch Volksmusiken stets im Wandel begriffen, gelten Folk-Klänge immer schon als fruchtbare Quelle für andere Musiken - man denke an Komponisten wie Gustav Mahler, Franz Schubert oder weiter zurück in die Barockzeit. Wie die Musiker des nur für kurze Zeit aktiven Quartetts Ambush mit so konträren Musikformen wie Folklore und Free Jazz umgehen, welche Wege sie damals suchten, auch um den Free Jazz weiter zu entwickeln, das zeigte ein Konzert in Freiburg 1972. Ambush, das sind der Schlagzeuger Stu Martin und die Kontrabassisten Barre Phillips und Peter Warren, die aus den USA nach Europa emigriert waren und ihr ebenfalls damals schon in Europa lebender Saxofonist, der bis zu seinem Lebensende 2009 der Musik zwischen Jazz und Weltmusik eng verbunden war, Charlie Mariano.
Donnerstag, 26. November, 23.20 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Realm of Possibilities
Preview SWR NEWJazz Meeting 2015
Von Günther Huesmann
Das aktuelle SWR NEWJazz Meeting steht vor Tür, das legendäre Klanglabor des SWR in Sachen improvisierter Musik. Seit 1966 treffen sich alljährlich in den Rundfunkstudios des SWR verschiedene Jazzmusiker, die bisher noch nicht miteinander gespielt haben, und kreieren im radiophonen Kontext ein Programm, das sie anschließend in Konzerten im Sendegebiet vorstellen. Diesmal hält beim SWR NEWJazz Meeting der kubanische Pianist Fabian Almazan die kreativen Fäden in der Hand. Sein eigens das SWR NEWJazz Meeting zusammengestelltes Sextett Realm of Possibilities vereint Musiker aus Kuba, Puerto Rico, Malaysia, Kanada und den USA, die den aktuellen New Yorker Jazz durch extravagante Beiträge bereichern. In der heutigen Sendung stellen wir die Musiker vor und geben damit einen Vorgeschmack auf die aufregenden Dinge, die das Sextett Realm of Possibilites in den Studios des SWR und bei seinen Konzerten in Karlsruhe, Tübingen und Mainz entwickeln wird.
Fast alle Jazz-Sendungen von SWR2 können als Audio on Demand im Internet 7 Tage online abgerufen werden. Auf www.swr2.de/jazz finden Sie Musiklisten und weitere Informationen zum Programm von SWR2.



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