SWR2 - Jazzprogramm November 2016
13.10.2016 18:53 von jazz (Kommentare: 0)

SWR 2 Jazzprogramm
November 2016
Dienstag, 1. November, 19.35 – 20.00 Uhr (nach dem Hörspiel)
Going to Kansas City
Der Pianist und Big-Band-Leiter Jay McShann
Von Gerd Filtgen
Eigentlich stammte Jay McShann aus Muskogee, Oklahoma. Doch als der Twen Mitte der 1930er-Jahre in Kansas City auftauchte, brachte er aufgrund seiner eigenständigen aus Blues, Boogie Woogie und Swing bestehenden Spielweise die besten Voraussetzungen mit, um Beachtung in der Musikszene der Metropole zu finden. In Jay McShanns Combos und Big Bands sorgten – wie schon zuvor bei Benny Moten und Count Basie - kurze einprägsame Blues-Themen und die Soli der Protagonisten anfeuernde, oftmals wiederholte rhythmische und melodische Figuren für den swingenden Groove. Ein Sound, der für den Kansas City Jazz charakteristisch wurde. Obwohl Jay McShann bis ins hohe Alter als Pianist und Bandleader unterwegs war, wurde sein Name oft nur im Zusammenhang mit dem eines Modern Jazz Pioniers erwähnt: Charlie „Bird“ Parkers charakteristischer Altsaxofon-Sound und seine unkonventionellen Chorusse fielen bereits bei seinen ersten Sessions im Jay McShann Orchester auf.
Donnerstag, 3. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Magazin
Von Harry Lachner
Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen über bevorstehende Events, Rezensionen über Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer CDs.
Freitag, 4. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Session: Voyages Sonores
Die Pianistin Eve Risser Solo und im Duo mit dem Perkussionisten Michael Zerang 2015 beim Akut Festival in Mainz
Am Mikrofon: Julia Neupert
Ob Moers, Saalfelden, Mulhouse, Willisau, Ljubljana oder demnächst Berlin: Mit ihrem Trio En Corps, dem Duo Donkey Monkey, ihrem White Desert Orchestra und anderen Projekten ist die Französin Eve Risser momentan recht präsent auf europäischen Festivals. Beim Mainzer Akut Festival im Herbst vergangenen Jahres stellte sich die 1982 geborene Pianistin am präparierten Flügel des Frankfurter Hofs zum ersten Mal in Deutschland als Solokünstlerin vor. Risser bearbeitet das Klavier-Innere mit E-Bow, Stoffen, Glaskugeln oder anderen kleinen Objekten, mit einem bemerkenswerten Gespür für mehrdimensionale akustische Räume. Nach ihrem Soloauftritt trat Eve Risser außerdem mit dem Chicagoer Perkussionisten Michael Zerang im Duo auf – eine Premiere, von der in dieser Sendung ebenfalls Ausschnitte zu hören sein werden.
Samstag, 5. November, 9.05 – 10.00 Uhr
SWR2 Musikstunde: Jazz Across The Border
Von Günther Huesmann
Der wohl auffallendste Trend im aktuellen Jazz ist seine fortschreitende Globalisierung. Entstanden um 1900 in den USA als hybride Musik, ist der Jazz durch die Idee groß geworden, dass es sich immer lohnt, wenn man sich auch mit etwas Anderem beschäftigt als nur mit sich selbst. Die in der Improvisation angelegte Idee des Dialogs erleichtert es Jazzmusikern, sich anderen Stilen und Musikkulturen zu öffnen. So ist Jazz zu einer „global language“ geworden. „Jazz across the border“ hört auf unterhaltsam-informative Weise hin: Wie verändern Musikerinnen und Musiker aus Südamerika, Afrika und Asien die improvisierte Musik von heute? Welche Antworten geben sie auf die Frage nach einer Musik, in der jeder improvisierende Spieler eingeladen ist, seinen eigenen Sound zu entwickeln, mit seinen ganz eigenen musikalischen Sichtweisen, Statements und kulturellen Färbungen?
Samstag, 5. November, 20.05 – 24.00 Uhr
Jazzfest Berlin 2015: ARD JazzNacht– LIVE
Nik Bärtsch & hr-Bigband, Jack DeJohnette/Ravi Coltrane/Matthew Garrison u. a.
Am Mikrofon: Ulf Drechsel
(Live-Übertagung aus dem Haus der Berliner Festspiele)
Wir sind live dabei, wenn sich auf der Großen Bühne des Hauses der Berliner Festspiele der Vorhang hebt. Den Auftakt macht der Schweizer Pianist und Komponist Nik Bärtsch, der mit seinen Bands Ronin und Mobile neue Wege in der Verbindung von Minimal Music und Jazz beschritten hat. Unterstützt von der hr-Bigband wird er dieses Konzept nun in Berlin erstmals ins Orchestrale weiten. Im Anschluss daran präsentiert sich der Schlagzeug-Gigant Jack DeJohnette in einem spannenden Generationen-Projekt. Gemeinsam mit dem Bassisten Matt Garrison (Sohn des Kontrabassisten Jimmy Garrison) und dem Saxofonisten Ravi Coltrane (Sohn von John Coltrane) präsentiert er einen Brückenschlag von der Jazztradition in die zukunftsorientierte Gegenwart. In der Sendung schalten wir immer wieder direkt zu anderen Spielstätten des Festivals: in den Jazzclub A-Trane, wo das Duo Aki Takase (Klavier) und Charlotte Greve (Altsaxofon) sein Debut geben wird. Und zur Seitenbühne im Haus der Berliner Festspiele, wo die Schweizer Vokalistin Lucia Cadotsch mit ihrem vielgerühmten Trio zu hören ist.
Sonntag, 6. November, 00.00 – 06.00 Uhr
Jazzfest Berlin 2015: ARD JazzNacht – LIVE
Mit dem Joshua Redman/Brad Mehldau Duo, Oddarrang, Myra Melford's Snowy Egret, Yazz Ahmed’s Family Hafla, Lucia Cadotsch Trio u.a.
Am Mikrofon: Ulf Drechsel, Günther Huesmann, Roland Spiegel und Ulrich Habersetzer
Nach der vierstündigen Liveübertragung vom Jazzfest geht es weiter mit Impressionen vom aktuellen Jahrgang des Jazzfestes Berlin. Ulf Drechsel, Günther Huesmann, Roland Spiegel und Ulli Habersetzer präsentieren in sechs Stunden musikalische Highlights der ersten drei Festivaltage und -nächte. Aktuelle Interviews mit Musikerinnen und Musikern ergänzen das musikalische vielschichtige Programm. Sie hören unter anderem Mitschnitte der Konzerte vom Globe Unity Orchestra, Myra Melford's Snowy Egret, von den Duos Brad Mehldau / Joshua Redman, Angelika Niescier / Florian Weber sowie Ingrid Laubrock / Aki Takase, von Yazz Ahmed's Family Halfa und Achim Kaufmann + 7 SKEIN Extended.
Dienstag, 8. November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Anniversaire!
Höhepunkte vom 10. Jazzdor Strasbourg – Berlin u.a. mit Sylvain Rifflets „Mechanics“, dem Quartett „Axiom“ mit Dejan Terzic und Bojan Z. und dem Duo Roberto Negro & Theo Ceccaldi
Am Mikrofon: Tobias Richtsteig
Es gab Grund zu Feiern im Juni in Berlin: Schon zum zehnten Mal gastierte das Jazzdor-Festival mit seiner „kleinen“ Ausgabe in der deutschen Hauptstadt. Ein Jubiläum, auf das Philippe Ochem, der das Jazzdor vor dreißig Jahren in Straßburg gründete, mit Recht stolz ist. Schließlich präsentieren seine Programme jeweils Jazz mit viel Lust zur Grenzüberschreitung: Etwa das deutsch/französische Quartett „Axiom“ des Berliner Schlagzeugers Dejan Terzic mit Chris Speed, Matt Penman und dem Pariser Pianisten Bojan Z. Oder das Duo von Roberto Negro und Theo Ceccaldi, die mit Piano und Violine die Möglichkeiten einer neuen Salonmusik erforschten. Der Saxofonist Sylvain Rifflet schließlich folgte mit seinen retro-futuristischen „Mechanics“ den Spuren des Minimalismus aus den 1960er Jahren bis in die globalisierte Gegenwart.
Donnerstag, 10. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Von zart bis hart – Kraftfeld Dialog
Das Robert Landfermann Quintett in einem Mitschnitt aus dem Tollhaus, Karlsruhe 2016
Am Mikrofon: Harry Lachner
Manchmal sind es nur kleine Bewegungen – wie Annäherungsversuche, tastend, lockend. Eine Einschwingphase, die langsam an Intensität gewinnt; das spielerische Abtasten, das Umkreisen eines Themas kulminiert schließlich in einer völligen Verdichtung des Materials. Es ist eine Dramaturgie der plötzlichen Brüche und logischen Übergänge, mit der Robert Landfermann und seine Musiker ihre Stücke inszenieren – faszinierend bis zur letzten Sekunde. Der Bassist, der 2014 als Mitglied des Pablo Held Trios mit dem SWR Jazzpreis ausgezeichnet wurde, zählt zu den ideenreichsten Musikern der jüngeren Generation. Mit den Saxofonisten Christian Weidner und Sebastian Gille, dem Pianisten Elias Stemeseder und dem amerikanischen Schlagzeuger Jim Black spielte das Quintett in Karlsruhe ein so intellektuell forderndes wie emotional mitreißendes Konzert, das wieder einmal Landfermanns Ausnahmestellung auf der deutschen Jazz-Szene unter Beweis stellte.
Freitag, 11. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: On The Edge (9)
Wo spielt die Musik? Spielorte, Festivals, Förderer „frei“ improvisierter Musik und ihrer Verwandten
Von Nina Polaschegg
Wo spielt die Musik, die improvisierte, experimentelle Musik? Außer im Radio natürlich. In Clubs und in Konzertsälen, draußen in der Natur und drinnen in Räumen, die nie dafür gedacht waren. In der neunten und vorletzten Ausgabe von „On The Edge“ werden exemplarisch einige Spielorte vorgestellt. Und damit auch ihre Förderer. Bedingungen, wie diese Musik hörbar gemacht werden kann, welche Hürden es gibt und wie sich die Landschaft der Spielorte und Hörmöglichkeiten im Laufe der Jahre verändert hat, werden ebenso befragt.
Dienstag, 15 November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Aus dem Archiv
Acoustic Grooves
Das Craig Taborn Trio beim Festival Enjoy Jazz 2011
Am Mikrofon: Julia Neupert
„Hypnotische Grooves“ attestiert man ihm gerne, dem Pianisten und Keyboarder Craig Taborn. Eine passende Umschreibung für die Kunst des Amerikaners, Jazz und Club Beats miteinander zu verbinden. In den Bands von James Carter hat er gespielt, mit Dave Douglas, Chris Potter oder Roscoe Mitchell, aber eben auch im Umfeld der Detroiter Techno-Szene. Bei Enjoy Jazz im Heidelberger Karlstorbahnhof war Taborn 2011 mit seinem akustischen Klaviertrio zu hören. Zusammen mit Gerald Cleaver am Schlagzeug und Thomas Morgan am Kontrabass verortete er hier den modernen Jazz zwischen pulsierenden Kompositionen und freien Improvisationen.
Donnerstag, 17. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Sound Portraits from Contemporary Africa
Preview zum SWR NEWJazz Meeting 2016
Von Günther Huesmann
Das Rundfunkstudio als Klanglabor für improvisierte Musik. Kuratiert wird die 49. Ausgabe des legendären SWR NEWJazz Meeting von dem jungen Shooting-Star des südafrikanischen Jazz: von dem in Kapstadt lebenden Pianisten Kyle Shepherd. Der erfüllt sich mit seinem Projekt „Sound Portraits from Contemporary Africa“ einen lang gehegten Herzenswunsch. Erstmals trifft er auf den aus dem westafrikanischen Benin stammenden und seit 1993 in den USA lebenden Gitarristen Lionel Loueke (festes Mitglied in den Bands von Herbie Hancock). Bisher war die von beiden gewünschte Zusammenarbeit immer an logistischen Schwierigkeiten gescheitert. Beim SWR NEWJazz Meeting (1966 von Joachim-Ernst Berendt gegründet) wird ihre Kollaboration Wirklichkeit. Sie und drei andere Improvisationsgrößen aus Südafrika – der Saxofonist Nhlanhla Mahlangu, der Kontrabassist Shane Cooper und der Schlagzeuger Jonno Sweetman – werden in den Badener-Badener Rundfunkstudios fünf Tage lang experimentieren und ein Konzertprogramm erarbeiten, das sie im Anschluss daran im Sendegebiet präsentieren. Wir stellen heute die Protagonisten dieses innerafrikanischen Dialogs vor und geben einen klanglichen Hinweis darauf, was uns bei den Konzerten in Mannheim (25.11.), Tübingen (26.11.) und Karlsruhe (27. 11.) erwarten wird.
Freitag, 18. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Impakt kompakt
Über das Kölner Kollektiv für improvisierte Musik
Von Thomas Loewner
Was Jazzkollektive imstande sind zu bewirken, hat bereits in den 1960er Jahren die AACM aus Chicago gezeigt, aus der das Art Ensemble of Chicago hervorgegangen ist. Längst haben Kollektive auch in Europa Konjunktur. Allerorten schließen sich MusikerInnen zusammen, um ihre Interessen zu bündeln, Veranstaltungen zu organisieren und dadurch mehr Aufmerksamkeit durch Publikum und Medien zu erreichen. Dass das Konzept aufgeht, haben etwa das Jazzkollektiv Berlin, das Kölner KLAENG Jazzkollektiv oder ihre europäischen KollegInnen von Yolk (Frankreich), El Gallo Rojo (Italien), ILK (Dänemark) oder F-IRE (Großbritannien) gezeigt. Eine noch junge Initiative ist das Kölner Kollektiv Impakt. Der Name steht für Improvisierte & Aktuelle Musik Köln, Mitglieder sind unter anderen Pianist Philip Zoubek, Gitarrist Nicola Hein oder die Cellistin Elisabeth Coudoux (ehemals Fügemann). Nachdem sie zunächst vor allem Konzerte veranstaltet haben, betreiben sie seit kurzem auch ein eigenes Label. In NOWJazz sprechen sie über ihre weiteren Pläne.
Samstag, 19. November, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Musik zwischen einer Träne und einem Lächeln
Erinnerungen an den Mundharmonika-Virtuosen Toots Thielemans
Von Odilo Clausnitzer
Er war der Inbegriff des Mundharmonikaspielers im Jazz: Der Belgier Jean Baptiste „Toots“ Thielemans setzte auf dem Instrument Maßstäbe, an denen sich über Jahrzehnte alle anderen Kollegen messen mussten. Dabei war er nicht nur ein begnadeter Bläser, sondern auch ein hervorragender Gitarrist. Also solcher hatte der Belgier in den 1940er Jahren seine Musikerkarriere begonnen. 1951 ging er in die USA, wo er lange lebte und über die Jahrzehnte mit einer eindrucksvollen Liste großer Jazzmusiker arbeitete, darunter Charlie Parker, Dizzy Gillespie, George Shearing, Bill Evans, Quincy Jones und Jaco Pastorius. Thielemans ist auch solistisch in zahlreichen Film- und Fernsehmusiken zu hören. Er verstand sich selbst nicht nur als Jazzmusiker im engeren Sinne, sondern auch als Unterhaltungskünstler. Sein Motto beschrieb er einmal so: „Ich bin mit meiner Musik zwischen einem Lächeln und einer Träne anzusiedeln“. Bis ins hohe Alter war er aktiv. Diesen Sommer starb er im Alter von 94 Jahren in Brüssel. Die Sendung erinnert an ihn mit einigen seiner schönsten Aufnahmen.
Dienstag, 22. November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session. Aus dem Archiv:66-76-86-96-06
Fünf Jahrzehnte SWR NEWJazz Meeting u.a. mit Alexander von Schlippenbach, Albert Mangelsdorff, Carla Bley, Sylvie Courvoisier, Jim Black, Conny Bauer und Franz Hautzinger
Am Mikrofon: Thomas Loewner
In diesem Jahr ist es fünf Jahrzehnte her, dass Joachim-Ernst Berendt das SWR NEWJazz Meeting gegründet hat. Die erste Ausgabe fand 1966 statt, damals noch unter dem Titel Free Jazz Meeting. Zu Gast waren die wichtigsten Neuerer des deutschen Jazz, darunter Albert Mangelsdorff, Alexander von Schlippenbach, Manfred Schoof oder Buschi Niebergall. Die Idee hinter dem NEWJazz Meeting ist bis heute unverändert: Es soll improvisierenden Musikern eine Plattform bieten, Neues auszuprobieren – mehrere Tage unter idealen Bedingungen in den Rundfunkstudios des Südwestrundfunks Baden-Baden. Über die Jahre hat es sich zu einem Spiegel aktueller Entwicklungen in der improvisierten Musik entwickelt. In der SWR2 Jazz Session gibt es Höhepunkte des Premierenjahrgangs sowie vier weiterer Ausgaben bis 2006 zu hören, die jeweils im Abstand von zehn Jahren stattgefunden haben.
Donnerstag, 24. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Zum letzten Mal?
Höhepunkte vom Moers Festival 2016
Mit Dawn of Midi, David Virelles „Mboko“ und Harold Lopez Nussa
Am Mikrofon: Bert Noglik
Es kriselte seit langem – allerdings nicht, was den kulturellen Anspruch, die Besucherzahlen und die Resonanz, sondern was die finanzielle Absicherung dieses renommierten Festivals anbelangt. Das wiederum belastete das Verhältnis zwischen dem langjährigen künstlerischen Leiter Reiner Michalke und der Moers Kultur GmbH. Michalke, dem für seine Arbeit als mutiger und unkonventioneller Programmgestalter internationale Anerkennung zuteilwurde, hat seinen Vertrag im August aufgelöst. Wie es weiter geht, bleibt offen. Die Sendung lässt Höhepunkte des diesjährigen Moers Festivals noch einmal in ausgewählten Mitschnitten Revue passieren. Das Trio Dawn Of Midi, entstanden aus der Begegnung eines Inders, eines Marokkaners und eines Pakistani in New York, spielt mit akustischem Instrumentarium eine innovativ orientierte und elektronisch inspirierte Musik. Mit David Virelles und Harold López Nussa betritt eine junge Generation kubanischer Pianisten die Szene, die mit frischem Elan Brücken zwischen Tradition und Gegenwart zu schlagen vermag.
Samstag, 26. November, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Der Meister hinter den Meistern
Wie der Toningeneur Rudy Van Gelder Glanzlichter des Jazz aufnahm
Von Hans-JürgenSchaal
Ohne Rudy Van Gelder (1924-2016) klängen viele berühmte Aufnahmen des modernen Jazz ein klein wenig anders, als wir sie kennen. Rund 15 Jahre lang war der gelernte Optiker verantwortlich für den viel gelobten Sound der Blue-Note-Platten. 1953 hatte er Blue Notes Produzenten Alfred Lion kennengelernt: „Alfred wusste genau, was er hören wollte“, so Van Gelder. „Er erklärte es mir und ich setzte es technisch um. Ich hatte keinen eigenen Sound, bevor ich ihn traf.“ Sechs Jahre später gab Van Gelder seinen Hauptberuf auf und eröffnete in Englewood Cliffs (New Jersey) ein eigenes Studio. An zahlreichen Meisterwerken des Jazz war er als Toningenieur beteiligt – nicht nur für Blue Note, auch für Labels wie CTI, Impulse, Prestige, Riverside, Savoy oder Verve. Der „beste Tonmeister der Jazzgeschichte“ arbeitete noch bis ins hohe Alter an digitalen Neuausgaben seiner großen Aufnahmen, der Rudy Van Gelder Edition & Rudy Van Gelder Series.
Dienstag, 29. November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: My Favorite Discs
Von Nina Polaschegg
Persönliche Lieblingsalben aus der älteren oder jüngeren Jazzgeschichte werden in der Reihe „My Favorite Discs“ regelmäßig vorgestellt: von den Autorinnen und Autoren unserer SWR2-Jazzredaktion. Legendäre Klassiker oder weniger bekannte Favoriten – warum gerade ein bestimmtes Album sie so beeindruckt hat, erklären sie in dieser Sendung
Fast alle Jazz-Sendungen von SWR2 können Sie als Audio on Demand im Internet 7 Tage online nachhören. Auf www.swr2.de/jazz finden Sie auch Musiklisten und weitere Informationen zum Programm.
| Mehr Infos im Netz unter www.swr2.de/jazz



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