SWR2 - Jazzprogramm November 2017
12.10.2017 13:12 von jazz (Kommentare: 0)

SWR 2 Jazzprogramm
November 2017
Mittwoch, 1. November, 19.28 – 20.00 Uhr (nach dem Hörspiel)
Geschichte eines Jazzstandards (14)
Willow Weep For Me
Von Hans-Jürgen Schaal
Die Ballade "Willow Weep For Me" entstand 1932 in der Zeit der Großen Wirtschaftskrise. Ann Ronell (1908-1993), die Autorin des Songs, war später viele Jahre lang im Opern-, Musical- und Film-Business aktiv, vor allem als Komponistin und Librettistin. Außerhalb größerer Produktionen hat sie in der Regel aber keine Songs geschrieben. "Willow Weep For Me" ist in dieser Hinsicht fast ein Solitär. Entstanden ist der Song für das Orchester von Paul Whiteman, gewidmet ist er George Gershwin. Der melancholische Tonfall dieser Ballade hat zu allen Zeiten die Jazzmusiker inspiriert - von der Swing-Ära über den souligen Hardbop bis heute. Die fundamentale Melodie und Harmonik eignen sich hervorragend für stilistische Übergänge in den Blues. Billie Holiday, die traurigste Stimme des Jazz, hat "Willow Weep For Me" mehr als zehnmal aufgenommen.
Donnerstag, 2. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Klanglabor Rundfunkstudio
Zur Geschichte des SWR NEWJazz Meetings (1)
Von Günther Huesmann
Das Rundfunkstudio als Klanglabor für improvisierte Musik: das ist die zentrale Idee des SWR NEWJazz Meetings, das 1955 vom SWF-Jazzredakteur Joachim-Ernst Berendt gegründet wurde (damals hieß es noch "Free Jazz Meeting Baden-Baden"). So verschieden die Sounds in den 51 Jahren seines Bestehens waren, das Ziel des SWR NEWJazz Meetings ist immer dasselbe geblieben: Musikerinnen und Musikern im Rahmen eines Rundfunkstudios die Möglichkeit zu geben, unter rein musikalischen Gesichtspunkten und unabhängig von den Zwängen des Business zu experimentieren. So konnte das SWR NEWJazz Meeting zu einem Sensor und Katalysator für sich anbahnende Jazzentwicklungen werden. Die Teilnehmerliste der vergangenen Jahrgänge liest sich wie ein Who' s Who des Jazz: Don Cherry, Albert Mangelsdorff, Bobby McFerrin, Roscoe Mitchell, Charlie Mariano, Alexander von Schlippenbach, Carla Bley, Manfred Schoof, Lionel Loueke, Wolfgang Dauner, Renaud Garcia-Fons und viele andere waren beteiligt. Wir heben Juwelen aus dem SWR-Archiv und laden ein zu einem Rundgang durch die lebendige, vielseitige Geschichte des SWR NEWJazz Meetings.
Freitag, 3. November, 23.30 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Update
Sonic Wilderness
Von Julia Neupert
Diese Reihe auf dem freitäglichen NOWJazz Update Sendeplatz führt in abenteuerliche Zwischenwelten des Jazz. Ob Improv, Electronica, Klangkunst, Noise oder Rock - für die atmosphärischen Mixes mit Neuerscheinungen gibt es nur eine Regel: Die Lust am musikalischen Abenteuer muss hörbar sein.
Samstag, 4. November, 9.05 – 10.00 Uhr
SWR2 Musikstunde: Jazz Across The Border
Von Günther Huesmann
Der wohl auffallendste Trend im aktuellen Jazz ist seine fortschreitende Globalisierung. Entstanden um 1900 in den USA als hybride Musik, ist der Jazz durch die Idee groß geworden, dass es sich immer lohnt, wenn man sich auch mit etwas Anderem beschäftigt als nur mit sich selbst. Die in der Improvisation angelegte Idee des Dialogs erleichtert es Jazzmusikern, sich anderen Stilen und Musikkulturen zu öffnen. So ist Jazz zu einer "global language" geworden. "Jazz across the border" hört auf unterhaltsam-informative Weise hin: Wie verändern Musikerinnen und Musiker aus Südamerika, Afrika und Asien die improvisierte Musik von heute? Welche Antworten geben sie auf die Frage nach einer Musik, in der jeder improvisierende Spieler eingeladen ist, seinen eigenen Sound zu entwickeln, mit seinen ganz eigenen musikalischen Sichtweisen, Statements und kulturellen Färbungen?
Samstag, 4. November, 20.03 – 24.00 Uhr
Jazzfest Berlin 2017– LIVE
Nels Cline Lovers, Dr. Lonnie Smith Trio, Berlin-London Conversations mit Silke Eberhard, Sarah Tandy, Daniel Casimir, Kay Lübke und Punkt vrt. Plastik mit Kaja Draksler, Petter Eldh, Christian Lillinger
Mit Ulf Drechsel
(Live-Übertagung aus dem Haus der Berliner Festspiele)
Es ist die 54. Ausgabe dieses traditionsreichen Jazzfestivals - zugleich die dritte und letzte von Richard Williams als künstlerischen Leiter. Er hat sie unter das Motto "In All Languages" gestellt. Stilistisch vielsprachig ist der heutige Konzertabend, den wir live aus Berlin übertragen: Zunächst mit zwei Konzerten von der Großen Bühne aus dem Haus der Berliner Festspiele. Dort präsentiert Nels Cline sein aktuelles Projekt "Lovers". Der Gitarrist und Komponist, den man unter anderem auch als Mitglied der Rockband Wilco kennt, fügt hier Jazzklassiker und Eigenkompositionen zu einem emotionalen Song-Mosaik zusammen. Im Anschluss auf der Bühne: das Trio der Hammond B3-Legende Dr. Lonnie Smith. Eine weitere Live-Übertragung wird es aus dem Jazzclub A-Trane geben, wo Richard Williams in diesem Jahr zu "Berlin-London-Conversations" eingeladen hat. In die dritte dieser musikalischen Gesprächsrunden gehen Silke Eberhard, Sarah Tandy, Daniel Casimir und Kay Lübke. Ebenfalls live dabei werden wir auf der Seitenbühne im Haus der Berliner Festspiele sein. Dort spielt das Trio "Punkt.Vrt.Plastik" mit Kaja Draksler, Petter Eldh und Christian Lillinger.
Angeschlossen sind SR2 KulturRadio, SWR2, WDR 3, Bremen Zwei, NDR Info, BR-Klassik,
Sonntag, 5. November, 00.00 – 06.00 Uhr
Jazzfest Berlin 2017: ARD JazzNacht – LIVE
u.a. mit Shabaka and the Ancestors, Steve Lehman & Sélébéyone, Tyshawn Sorey, NDR Bigband, Mônica Vasconcelos, Michael Wollny, Ambrose Akinmusire, Berlin-London Conversations
Am Mikrofon: Ulf Drechsel, Ulrich Habersetzer,Tinka Koch, Julia Neupert, Roland Spiegel
An die vierstündige Liveübertragung vom Jazzfest Berlin schließt die ARD JazzNacht fast nahtlos an. Ulf Drechsel, Ulrich Habersetzer, Tinka Koch, Julia Neupert und Roland Spiegel präsentieren in sechs Stunden musikalische Highlights der ersten fünf Festivaltage und - nächte. Aktuelle Interviews mit Musikerinnen und Musikern ergänzen das musikalisch vielschichtige Programm - unter anderem mit Aufnahmen aus den Konzerten mit Shabaka and the Ancestors, Steve Lehman & Sélébéyone, Tyshawn Sorey, der NDR Bigband unter der Leitung von Geir Lysne, Mônica Vasconcelos, Michael Wollny, Ambrose Akinmusire, und den Berlin-London Conversations. Die ARD JazzNacht ist zu hören auf kulturradio vom rbb, SR2 KulturRadio, SWR2, WDR 3, Bremen Zwei, MDR Kultur, hr2-kultur, NDR Info.
Dienstag, 7. November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Klanglabor Rundfunkstudio
Zur Geschichte des SWR NEWJazz Meetings (2) Von Günther Huesmann
Vgl. 2. November, 23.03 – 24.00 Uhr
Donnerstag, 9. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Magazin
Von Odilo Clausnitzer
Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen über bevorstehende Events, Rezensionen über Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer Alben. Wir bringen einen Nachbericht vom JazzFest Berlin, das in diesem Jahr zum letzten Mal vom Künstlerischen Leiter Richard Williams kuratiert wurde.
Dienstag, 14. November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Aus dem Archiv
Höhepunkte aus 50 Jahre SWR NEWJazz Meeting (1)
Der Vocal Summit mit Bobby McFerrin 1982 und das Rabih Abou-Khalil/Jasper van't Hof-Projekt 1993
Am Mikrofon: Gerd Filtgen
An der ursprünglichen Idee des bereits seit 1966 alljährlich stattfindenden SWR New Jazz Meeting (gegründet von Joachim Ernst Berendt) hat sich bis heute nichts geändert: Dabei erhalten Musiker in den Studios der Rundfunkanstalt in Baden-Baden für einige Tage die Möglichkeit, ein spezielles Konzertprogramm zu entwickeln, das unter herkömmlichen Bedingungen in dieser Form nicht möglich wäre. Bei der seit rund einem halben Jahrhundert dokumentierten Musik kann man aus dem Vollen schöpfen: Im Vocal Summit (1982) - mit den stimmlich unterschiedlich agierenden Sängerinnen Jeanne Lee, Jay Clayton, Urszula Dudziak, Lauren Newton und ihrem (damals noch fast unbekannten) männlichen Partner Bobby McFerrin kommt es zu faszinierenden Vokal-Konstellationen. Einen Kontrast dazu setzt das Rabih Abou-Khalil/Jasper van' t Hof Projekt (1993). In einer Großformation setzen der libanesische Oudspieler und der niederländische Pianist und Keyboarder mit Musikern aus diversen europäischen Ländern und der USA ihre Vorstellung eines klischeefreien World Jazz um.
(Teil 2, Samstag, 18. November, 22.03 Uhr)
Donnerstag, 16. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Zum 50. Mal! Das SWR NEWJazz Meeting
Ein Preview des aktuellen Jahrganges
Von Günther Huesmann
Das legendäre Klanglabor des SWR für improvisierte Musik, das SWR NEWJazz Meeting, wird in diesem Jahr zum 50. Mal stattfinden. Seit seiner Gründung 1966 ist das Ziel stets dasselbe geblieben: Künstlerinnen und Künstlern dabei zu helfen, spannende Projekte zu entwickeln, die unter herkömmlichen Bedingungen nur schwer zu realisieren sind. Die Idee: der Rundfunk gibt Improvisatorinnen und Improvisatoren einen Raum, in dem sie unabhängig von den Zwängen des Business ihre Ideen unter rein musikalischen Gesichtspunkten austauschen und entwickeln können - in den verschiedensten Besetzungen, vom Solo bis zur Big Band. In diesem Jahr wird der 24-jährige brasilianische Gitarrist Pedro Martins das SWR NEWJazz Meeting kuratieren. Dafür hat er das Sextett Spider' s Egg formiert, das in dieser Form noch nie zusammengespielt hat. Wir stellen in der heutigen Sendung jene Musikerinnen und Musiker vor, die beim 50. SWR NEWJazz Meeting am 24. November in Mannheim, am 25. November In Tübingen und am 26. November In Karlsruhe auftreten werden.
Freitag, 17. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Klangreize und Reizklänge
Das Ensemble Zeitkratzer mit neuen Projekten
Von Nina Polaschegg
Reinhold Friedl ist ein umtriebiger Musiker, der scheinbar keine Pausen braucht, um ein Projekt nach dem anderen zu entwickeln und zu realisieren. Eine seiner Herzensbesetzungen ist das von ihm gegründete und geleitete Ensemble Zeitkratzer. Geprobt wird in Berlin. Die Musikerin und die Musiker stammen zum Teil aus der Stadt, andere reisen regelmäßig aus verschiedenen Städten und Ländern an. Sämtliche Mitglieder des Ensembles sind hervorragende Improvisierende wie Reinhold Friedl, die zugleich im Partiturlesen versiert sind. Zeitkratzer widmet sich freilich gerne Musik, die mit reinem Notenlesen nicht immer zu erfassen ist. Musik von John Cage und Karlheinz Stockhausen ebenso wie Musik von Lou Reed oder Keiji Heino, Sounds, die das Ensemble mit entwickelt. Die heutige NOWJazz Sendung stellt neue Aufnahmen von Zeitkratzer vor.
Samstag, 18. November, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Höhepunkte aus 50 Jahre SWR NEWJazz Meeting (2) Der Percussion Summit 1983 mit Paquito D'Rivera und das Kip Hanrahan-Projekt 1991
Am Mikrofon: Harry Lachner
Er versteht sich weniger als Musiker denn als Regisseur: der New Yorker Kip Hanrahan ist ein Meister des Eklektizismus, der auf seinen Alben den Stücken, bei denen er nur gelegentlich als Perkussionist in Erscheinung tritt, erst am Schneidetisch eine fertige Gestalt gibt. Seine urbane, hypernervöse Mixtur aus großstadtneurotischem Jazz und dichten afro-kubanischen Rhythmen bewahrte gerade auf seinen frühen Alben die richtige Balance zwischen Gefühl und Intellektualität - eine Ausgeglichenheit, die er auch mit europäischen Musikern beim SWR NEWJazz Meeting 1991 umsetzen konnte. Mit Aufnahmen vom Percussion Summit 1983 rücken die afro-kubanischen Einflüsse auf den Jazz noch stärker in den Vordergrund: Paquito D'Rivera zählt zu den herausragenden Saxophonisten, welche die lange Tradition des Afro Cuban Jazz aus im mer neuen Perspektiven darstellen.
Dienstag, 21. November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Homezone
Jazz aus Südwest
Von Thomas Loewner
Die monatliche Sendereihe "Homezone" führt regelmäßig an die vielen verschiedenen Orte, an denen der Jazz im Südwesten zu Hause ist. Neben Konzertaufnahmen aus unserem Archiv und aktuellen Studioproduktionen gibt es immer auch einen thematischen Schwerpunkt. In dieser "Homezone"-Ausgabe geht es nach Mainz. Dort findet demnächst das 20. Akut-Festival statt. Organisiert wird es seit 1987 vom Mainzer upArt e.V. Der Verein widmet sich der zeitgenössischen (Musik-)Kultur in ihren verschiedenen Facetten, vor allem Konzerte aus dem Grenzbereich zwischen Jazz, Rock, E-Musik und Avantgarde.
Donnerstag, 23. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Disziplin, die vom Fußball kommt
Der Schweizer Pianist Florian Favre
Von Michael Rüsenberg
Nein, mit dem berühmten Pierre Favre ist er nicht verwandt. Aber im Lande der guten Jazz-Schlagzeuger hat er einen der aktuell besten (Arthur Hnatek) hinter sich: Florian Favre, 31, aus Fribourg, ist der jüngste Neuzugang in die Spitzengruppe der Schweizer Jazzpianisten. Bis zum 24. Lebensjahr liefen bei ihm Fußball und Jazzpiano parallel; dann gab er dem größeren seiner Talente Vorrang, unter anderem in Form eines Masterstudiums an der Hochschule der Künste Bern bei Django Bates (Jazz) und Dieter Amman (Klassik). Von allen Django Bates-Schülern freilich klingt Florian Favre am allerwenigsten nach seinem Lehrer. Wer Verwandtschaften sucht, findet sie am ehesten noch bei Jacky Terrasson. Jam Florian Favre ist ein Groove-Meister, sein Trio spielt mit großem rhythmischen Druck. "Mir hat Fußball eine Disziplin gebracht, eine Lust, seine Grenzen auszutesten.", sagt er. "Wenn ich manchmal Ideen habe, von denen ich weiß, die sind mega-schwierig zu spielen, übe ich trotzdem - und dann kommt's irgendwie. Das kommt vom Fußball."
Samstag, 25. November, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Subtil intensiv
Meilensteine des Gitarristen John Abercrombie
Von Ssirus W.Pakzad
Mit John Abercrombie ist im August einer der großen Gitarren-Stilisten unserer Zeit gestorben. Der in Port Chester, New York geborene Musiker wurde 72 Jahre alt. Bereits mit seinem Debüt „Timeless“ schuf der Amerikaner 1974 ein zeitloses Ton-Dokument. Ein Jahr später sorgte Abercrombie wieder für Furore – als er mit Bassist Dave Holland und Schlagzeuger Jack DeJohnette das Trio „Gateway“ gründete, das mehrere Alben veröffentlichen sollte. Später rief Abercrombie eigene Formationen vom Trio bis zum Quintett ins Leben, die er stets mit starken Charakteren besetzte. John Abercrombie besaß einen unverkennbaren Sound, ein untrügliches Gespür für harmonische Verbindungen und er spielte stets elegant fließende, lyrische Linien.
Sonntag, 26.November, 19.15 – 20.00 Uhr (nach dem Hörspiel)
The Divine: Frühe Aufnahmen der Sängerin Sarah Vaughan
Von Odilo Clausnitzer
Man nannte sie „The Divine One“ - „Die Göttliche“. Für manche steht sie in der Rangliste der größten Jazzsängerinnen an erster Stelle: Sarah Vaughan (1924 -1990). Ihr enormer Tonumfang, ihre fast klassisch anmutende glanzvolle Altstimme und ihr höchst modulationsreicher Vortrag sicherten ihr schell eine Ausnahmestellung. Als sie Anfang der 1940-er Jahre ihre Profilaufbahn einschlug, war sie eng mit der Bebop-Szene verbunden. Die Tonsprache Charlie Parkers und Dizzy Gillespies übertrug sie in ihre wendigen Scat-Improvisationen. Zugleich konnte keine andere Balladen mit solch‘ glutvoller Intensität und honigsüßer Lieblichkeit interpretieren wie sie. Swing- und Blues-Nummern sang sie mit spielerischer Koketterie – auch dafür stand ihr zweiter Spitzname „Sassy“, „die Freche“. Die Sendung gibt einen Überblick über das erste Jahrzehnt ihrer Karriere, in dem sich ihr Star-Status formierte.
Dienstag, 28. November, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: SWR Jazzpreis 2017
Impulsgeber: Der Schlagzeuger Christian Lillinger mit seinem Septett Grund und im Quartett Dell/Brecht/Lillinger/ Westergaard mit Aufnahmen vom Preisträgerkonzert beim Festival Enjoy Jazz
Am Mikrofon: Julia Neupert
Dreimal schon war er nominiert, in diesem Jahr hat der Schlagzeuger Christian Lillinger ihn nun endlich bekommen - den gemeinsam vom Land Rheinland Pfalz und dem SWR gestifteten ältesten deutschen Jazzpreis. Geboren 1984 in Lübben, im Spreewald, hat Christian Lillinger an der Dresdner Hochschule für Musik studiert und seit seinem Umzug nach Berlin die dortige Szene maßgeblich mitbestimmt. Obwohl er immer noch zu den Vertretern einer jungen Generation von Jazzmusikern zählt, hat sich Lillinger mittlerweile auch schon ein bemerkenswertes internationales Renommee erspielt. Beim Preisträgerkonzert im Rahmen des Festivals Enjoy Jazz am 10. Oktober trat der Berliner Schlagzeuger im Ludwigsburger Kulturzentrum dasHaus mit seinem Septett Grund auf (Christian Lillinger, Pierre Borel, Tobias Delius, Achim Kaufmann, Christopher Dell, Robert Landfermann und Jonas Westergaard). Außerdem präsentierte er sich mit seinem neuen Quartett mit Christopher Dell, Johannes Brecht und Jonas Westergaard.
Donnerstag, 30. November, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Session:
Trygve Seims Helsinki Quartet im Tollhaus, Karlsruhe
Am Mikrofon: Tinka Koch
Der Saxofonist Trygve Seim ist ein vielseitiger Vertreter der lebendigen aktuellen norwegischen Jazzszene. Immer wieder neue Projekte und unterschiedlichste Formationen (unter anderem mit einer Opernsängerin) zeugen von seiner musikalischen Neugierde und Offenheit. Diese Eigenschaften hat auch Seims Helsinki Quartet, das er als Hommage an seine Zeit in Helsinki gegründet hat, wo Seim im Rahmen der Finnischen Komponistengesellschaft Artist in Residence war. Mit diesem Quartett war Trygve Seim zu Gast im Tollhaus in Karlsruhe. Nordischen Charme brachten auch seine drei versierten Bandkollegen mit: Der Estländer Kristjan Randalu am Klavier, der Norweger Mats Eilertsen am Kontrabass und der Finne Markku Ounaskari am Schlagzeug.
Fast alle Jazz-Sendungen von SWR2 können Sie als Audio on Demand im Internet 7 Tage online nachhören. Auf www.swr2.de/jazz finden Sie auch Musiklisten und weitere Informationen zum Programm.
| Mehr Infos im Netz unter www.swr2.de/jazz




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