SWR 2 - Jazzprogramm Oktober 2013
01.10.2013 00:19 von jazz (Kommentare: 0)

SWR 2 Jazzprogramm
Oktober 2013
SDienstag, 1. Oktober, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: My Favorite Disc
Am Mikrophon: Thomas Loewner
Persönliche Lieblingsalben aus der älteren oder jüngeren Jazzgeschichte werden in der Reihe „My Favorite Discs“ regelmäßig vorgestellt: von den Autorinnen und Autoren unserer SWR2-Jazzredaktion. Legendäre Klassiker oder weniger bekannte Favoriten – warum gerade ein bestimmtes Album sie so beeindruckt hat, erklären sie in dieser Sendung.
Donnerstag, 3. Oktober, 19.32 – 20.00 Uhr
SWR2 Jazz: New Björk
Jazzmusiker covern die isländische Sängerin Björk
Von Odilo Clausnitzer
Die isländische Sängerin Björk ist eine Ikone der Popmusik und eine der kreativsten Künstlerinnen der Gegenwart. Schon lange fühlen sich Jazzmusiker von ihrer Art der Melodienbildung und Klanggestaltung angezogen. Ganz unabhängig von kommerziellen Erwägungen finden sich deshalb auf zeitgenössischen Jazzalben immer wieder Coverversionen von Björk-Songs.
Donnerstag, 3. Oktober, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Magazin
Von Julia Neupert
Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen über bevorstehende Events, Rezensionen über Festivals und jede Menge brandneuer CDs. So berichtet in unserer Oktober-Ausgabe Ralf Dombrowski vom 13. Darmstädter Jazzforum im Jazzinstitut Darmstadt zum Thema „Debatten und Analysen“.
Freitag, 4. Oktober, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Free Jazz aus dem Böhmerwald
Das Jazzatelier Ulrichsberg und seine Folgen
Von Nina Polaschegg
Ulrichsberg im oberösterreichischen Mühlviertel: ein kleiner Ort mitten auf dem Land, nahe der tschechischen Grenze im Böhmerwald. Er lädt im Sommer zum Wandern, im Winter zum Langlaufen ein. Und jedes Jahr am ersten Maiwochenende strömen die Festivalgäste. Seit 1986 findet in Ulrichsberg das „Kaleidophon“ statt, eines der international bekanntesten Festivals für experimentelle und improvisierte Musik. Auch unterm Jahr veranstaltete das Jazzatelier in Ulrichsberg schon immer regelmäßig Konzerte. Und dies hatte Folgen: Es leben und arbeiten hier inzwischen einige Improvisationsmusikerinnen und Musiker: die Saxophonistin Tanja Feichtmair, der Cellist Uli Winter, der Perkussionist Fredi Pröll oder der Blockflötist Thomas List. Und aus der unmittelbaren Umgebung stammen der Saxophonist und Tonmeister Alfred Reiter sowie der Pianist Josef Novotny. Eine Sendung mit frei improvisierter Musik aus Ulrichsberg – gespielt von Ulrichsbergern.
Samstag, 5. Oktober, 9.05 – 10.00 Uhr
SWR2 Musikstunde: Jazz Across The Border (10)
Von Günther Huesmann
Die letzten Jahre haben gezeigt: Das Stildelta des Jazz ist immer breiter und tiefer geworden. Längst sind es nicht mehr nur Improvisatoren aus dem Mutterland des Jazz, den USA, sind es nicht mehr Musiker nur aus Europa, welche die improvisierte Musik prägen. Zunehmend spielen auch Improvisatoren aus Lateinamerika, Asien und Afrika eine wichtige Rolle. Welche musikalischen Antworten geben sie? Wie sehen ihre Beiträge aus? Ein Blick weit über die Tellerränder der Gattungen und Stile hinweg.
Samstag, 5. Oktober, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Der Urknall
Louis Armstrongs legendäre Hot Five- und Hot Seven-Aufnahmen
Von Odilo Clausnitzer
„Das einflussreichste Aufnahme-Projekt des Jazz, vielleicht der ganzen amerikanischen Musik“: So urteilt ein prominenter Kritiker über die legendären „Hot Five & Hot Seven“-Einspielungen Louis Armstrongs. Zwischen November 1925 und Dezember 1928 machte der Trompeter 65 Aufnahmen, die heute zu den revolutionären Werken der Schallplattengeschichte gezählt werden. Hätte er nur dies und nichts anderes veröffentlicht er wäre wohl trotzdem eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Jazz.
Dienstag, 8. Oktober, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: My Favorite Aria
Jazzmusiker feiern Verdi
Von Günther Huesmann
Verdi und Jazz – das ist nicht gerade der erste Gedanke auf den man kommt. Dabei haben sich improvisierende Musiker seit den Anfängen des New Orleans Jazz um 1900 von den Themen und Melodien der Oper inspirieren und beflügeln lassen. Wobei Verdi in der Favoritenliste bei ihnen ganz oben stand und steht. Und das liegt – die Musik von Roy Eldridge, Gianluigi Trovesi und Dieter Ilg beweist es – nicht nur, aber auch an Verdis wunderbaren, melodiensatten Arien.
Donnerstag, 10. Oktober, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Europäisch-Afrikanische Allianzen
mit Hans Lüdemann & Tata Dindin, dem Trio Reijseger/Sylla/Gueye u.a.
Von Anja Buchmann
Da der Jazz selbst als ein Aufeinandertreffen und Verschmelzen von europäischen und afrikanischen Musikkulturen entstanden ist, verwundert es nicht, dass es immer wieder Kooperationen zwischen Musikerinnen und Musikern beider Kontinente gibt – zumal die Möglichkeiten des Austauschs stetig wachsen. So lernte der Kölner Pianist Hans Lüdemann vor über zehn Jahren im Rahmen einer Tour Musiker West-Afrikas kennen. Stark von traditionellen Liedern und Texten des Senegal beeinflusst ist das Trio des niederländischen Cellisten Ernst Reijseger mit dem Sänger Mola Sylla und dem Perkussionisten Serigne Gueye. Nicht zu vergessen bei dieser musikalischen Reise über die Kontinente: die starken Verbindungen zwischen südafrikanischen und englischen Musikern sowie zwischen Franzosen und ihren nordafrikanischen Kollegen.
Freitag, 11. Oktober, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz Session: Höhepunkte vom Ulrichsberger Kaleidophon 2013
Am Mikrophon: Nina Polaschegg
Höhepunkte vom diesjährigen Ulrichberger „Kaleidophon“ erwarten Sie in dieser Sendung, genauer gesagt, vom Samstag dem vierten Mai. Simon Nabatov spielte ein eindrucksvolles Solokonzert mit Bezügen und Neudeutungen zu Kompositionen von Herbie Nichols. F.O.U.R., das sind vier Musikerinnen und Musiker aus vier verschiedenen Ländern, die über freie Improvisation Kulturgrenzen überschreiten. Das Jon Irabagon Trio denkt den freien Jazz weiter und bezieht Konkretes mit ein. „Heliocentric Counterblast“, die achtköpfige Band der Altsaxophonistin Kathrin Lemke, begeisterte das Publikum mit einem Tribut an Sun Ra, dessen Todestag sich 2013 zum zwanzigsten Mal jährte.
Samstag, 12. Oktober, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Ferne Galaxien
Die Sopransaxophonistin Jane Ira Bloom
Von Hans-Jürgen Schaal
Die Amerikanerin Jane Ira Bloom besitzt seit vielen Jahren eine der markantesten Stimmen auf dem Sopransaxophon. Zur Charakteristik ihrer Musik gehört dabei ein eigenwilliges, „asymmetrisches“ Phrasieren, das sich besonderen Inspirationen verdankt, etwa Phänomenen des Sports und des Weltalls. Tatsächlich arbeitete Bloom viele Jahre mit der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA zusammen: Schon 1989 komponierte sie in deren Auftrag. Bloom war die erste Musikerin im NASA Art Program und trat im Astrodome in Houston und im Kennedy Space Center in Orlando auf. Es wurde sogar ein Asteroid nach ihr benannt. Gerne vergleicht die Saxophonistin ihre Stücke mit bewegten kosmischen Objekten, die sich drehen, beschleunigen oder abbremsen.
Sonntag, 13. Oktober, 19.25 – 20.00 Uhr
SWR2 Jazz: I Feel Like A Newman
Der Trompeter Joe Newman
Von Gerd Filtgen
Von einem in den 1920er Jahren in New Orleans geborenen Trompeter könnte man annehmen, dass er zunächst mit der Musik seiner Heimatstadt Aufmerksamkeit erzielt. Joe Newman startete seine Karriere jedoch im Swing. Der Vibraphonist Lionel Hampton hatte ihn entdeckt und holte ihn 1941 in seine Big Band. Einen noch größeren Bekanntheitsgrad erreichte Newman in den nachfolgenden Engagements im Orchester von Count Basie. Noch transparenter als in den Big Bands klingen seine entspannten, zwischen Swing und Bop changierenden Beiträge in eigenen Gruppen.
Dienstag, 15. Oktober, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Aus dem Archiv
Die McCoy Tyner Group bei den Donaueschinger Musiktagen 1974
Am Mikrophon: Günther Huesmann
Mit seinem Klavierspiel scheint er Berge versetzen zu können. Allein die wogende Kraft seiner Linien und die Wucht seiner Improvisationen machen den Jazz von McCoy Tyner zu einem Erlebnis. Der Pianist, der mit seinen harmonischen und rhythmischen Ideen Legionen von Tastenvirtuosen beeinflusst hat, zeigte sich bei den Donaueschinger Musiktagen 1974 von seiner besten Seite.
Donnerstag, 17. Oktober, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Le Voyage de Sahar
Der tunesische Oud-Spieler Anouar Brahem
Von Bert Noglik
Die Sahara ist für den Tunesier Anouar Brahem kein exotischer Ort, sie liegt beinahe vor seiner Haustür. Doch zugleich gerät der Ausflug des in der urbanen Atmosphäre von Tunis beheimateten und mit der Weltstadt Paris bestens vertrauten Musikers zu einer symbolischen Reise, zu einer Suche nach den Oasen der musikalischen Phantasie, die von arabischen ebenso wie von europäischen Quellen genährt wird und die sich im Prozess der Improvisation in feinste kammermusikalische Strukturen verzweigt. Anouar Brahem, der Meister auf dem Oud, der arabischen Laute, hat die Geschichte seines Instrumentes in der orientalischen Musik verinnerlicht. Zugleich strebt er danach, die Tradition zu öffnen, was ihn nach neuen Wegen in unterschiedlichen Spielsituationen mit improvisierenden Musikern suchen lässt.
Freitag, 18. Oktober, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Zürich – New York
Das Trio Koch/Schütz/Studer und die Sängerin Shelley Hirsch
Von Harry Lachner
Seit vielen Jahren ist Shelley Hirsch ein fester Bestandteil der New Yorker Jazz-Szene, zwischen freier Improvisation und theatralischer Performance. In ihren fast hörspielartigen Arbeiten wie „O Little Town of East New York“ oder intimen, frei improvisierten Duo-Aufnahmen mit dem Gitarristen Uchihashi Kazuhisa ist es immer der Körper selbst, aus dem die individuellen Erinnerungen freigesetzt werden. Die Sängerin begreift ihn als Archiv, Speichermedium und Multiplikator künstlerischer und sozialer Bilder, die ihm eingeschrieben sind. Die Brillanz ihres „ver-körpernden“ Rollenspiels trifft im Konzert bei den Donaueschinger Musiktagen 2013 auf das improvisatorische Geschick und die „kammermusikalische Hardcore-Ästhetik“ des Schweizer Trios Hans Koch, Martin Schütz und Fredy Studer. Das Ensemble meistert auf idealtypische Weise diese Balance zwischen größter Informationsdichte und äußerster Klarheit von Form und Struktur. Im Spiel mit Shelley Hirsch entsteht so ein Beziehungsgeflecht der Klänge, eine Verkettung flexibler Formen, eine Poesie des Vorläufigen. „Zürich - New York“ versucht in einem Doppelporträt, die realen und möglichen Berührungspunkte zwischen den ästhetischen Absichten des Trios und der Sängerin aufzuzeigen.
Samstag, 19. Oktober, 20.03 – 22.15 Uhr
Donaueschinger Musiktage LIVE
NOWJazz Session: Share The Moment!
„I Hear A Smell“ mit dem Tobias Delius Sextett und
das Quartett Koch/Schütz/Studer & Shelley Hirsch
Am Mikrophon: Julia Neupert
Die Magie des Augenblicks: Im Zusammenhang mit Jazz wird sie oft beschworen. Und wohl kaum eine andere Kunstform ist so direkt an das konkrete Wo und Wie ihres Entstehens gebunden. Im improvisatorischen Kontext existieren keine reibungslosen Abläufe – hier begibt man sich ganz bewusst in unberechenbare Situationen. Das Schweizer „Hardcore Chambermusic“-Trio Koch-Schütz-Studer stellt sich seit über zwanzig Jahren konsequent dieser Herausforderung immer wieder neu – in ihrem aktuellen aufsehenerregenden Projekt gemeinsam mit der New Yorker Vokalistin und Performancekünstlerin Shelley Hirsch. Genau dort, da wo Unruhefaktoren nicht ausgeschlossen werden, wo Störungen willkommen sind, wo das Leben mit der Kunst in Austausch tritt, sucht auch der in Berlin lebende Saxophonist Tobias Delius immer wieder nach Möglichkeiten, dem Spontanen Ausdruck zu verleihen. Künstlich konfektionierten Konzertbedingungen begegnet er mit der Sinnlichkeit des Alltäglichen. Für die Donaueschinger Musiktage 2013 entwickelt Delius im Auftrag des SWR ein klang/kulinarisches Konzept mit dem Titel „I Hear A Smell“.
Dienstag, 22. Oktober, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Höhepunkte von der jazzahead! 2013 (1)
mit The Clarinet Trio, dem Han Bennink Trio und Fossile 3
Am Mikrophon: Julia Neupert
Jazz als ein Messe-Ereignis? Als eine Art Warenschau? Warum denn nicht? Seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2006 hat sich die Bremer jazzahead! als ein Branchentreff für den Jazz verstanden. Labelbetreiber treffen Veranstalter, treffen Produzenten, treffen Journalisten, treffen Agenturen, treffen Musiker auf diesem „TradeShowCaseFestival“. Konzerte gibt es auch, 80 waren es an den vier Messetagen in diesem Jahr. Im Fokus der heutigen Sendung stehen die Auftritte von drei spannenden Bands mit Klarinettenbeteiligung: Gebhard Ullmanns „Clarinet Trio“, Sebastian Gramss‘ „Fossile 3“ und das Trio des diesjährigen jazzahead!- Škoda-Award-Preisträgers Han Bennink.
Donnerstag, 24. Oktober, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Vom Groove zur Großform
Der amerikanische Altsaxophonist Dave Binney
Von Günther Huesmann
1989 machte der in New York lebende kalifornische Altsaxophonist David Binney mit dem Album „Point Game“ erstmals auf sich aufmerksam: als ein Musiker, der die metrischen und rhythmischen Experimente der M-Base-Bewegung nicht nur verinnerlicht, sondern in ambitionierten Groove-Konzepten auch weiterentwickelt hat. Im Laufe der Jahrzehnte ist sein stilistisches Spektrum kontinuierlich breiter geworden. Mit seinen ambitionierten, zur Großform neigenden Kompositionen und Improvisationen untermauert Binney auch in aktuellen Projekten seinen Ruf als einer der interessantesten Altsaxophonisten des Big Apple.
Freitag, 25. Oktober, 23.30 – 24.00 Uhr
NOWJazz Update
Von Harry Lachner
Das NOWJazz Update ist zumindest einmal im Monat zumeist halbstündig auf der nächtlichen Freitagsschiene platziert und dient der Präsentation neuester Tendenzen der improvisierten Musik. Es erlaubt den Moderatoren, besonders wichtige Neuerscheinungen eingehender vorzustellen, als dies im NOWJazz Magazin möglich ist. Was gespielt wird, entscheiden die SWR2-Jazzautoren erst kurz vor dem Sendetermin.
Samstag, 26. Oktober, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Zwei Kontrabassistinnen erobern New York
Linda Oh und Esperanza Spalding
Von Ssirus W. Pakzad
Zwei Bassistinnen sorgen in der internationalen Jazz-Szene für Furore: Esperanza Spalding durfte auf persönlichen Wunsch des US-Präsidenten Barack Obama bei dessen Nobelpreis-Verleihungs-Feier auftreten. 2011 erhielt sie den Grammy in der Sparte „Best New Artist“ und setzte sich dabei gegen Show-Größen wie Justin Bieber durch. Die chinesisch-malaysisch-australische Bassistin und Fagottistin Linda Oh besitzt vielleicht weniger Star-Appeal als ihre Kollegin, ist aber als Sidewoman äußerst gefragt. Ihr Auftragsbuch quillt über. Und auch als Solo-Künstlerin ist sie erfolgreich.
Dienstag, 29. Oktober, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Höhepunkte von der jazzahead! 2013 (2)
mit Beats and Pieces, Malox, LayerZ und Jaimeo Brown Transcendence
Am Mikrophon: Gerd Filtgen
Mit ihren vielseitigen Angeboten ist die alljährlich in Bremen stattfindende jazzahead! eine Kontaktbörse für Musiker, Plattenfirmen, Veranstalter und Medienvertreter. Darüber hinaus verschafft sie mit speziellen Programmschwerpunkten einen Einblick von aktuellen musikalischen Tendenzen. Unter dem Slogan „Israeli Night“ überzeugte das Trio LayerZ mit sphärischen Rock-Klängen, Electronics und improvisierten Parts. Das Duo Malox interpretierte Jazz mit lockerer Punk-Attitüde. Beim „European Jazz Meeting“ erweiterte die Beats & Pieces Big Band aus Manchester die Traditionslinie britischer Großformationen, und in „Overseas Night“ vernetzte das Trio des Drummers Jaimeo Brown in dem Projekt „Transcendence“ religiöse afro-amerikanische Musik mit Electronics und den meditativen Improvisationen des Saxophonisten JD Allen.
Donnerstag, 31. Oktober, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Geschichten einer Öffnung
Der Pianist Cecil Taylor in frühen Aufnahmen
Von Bert Noglik
Auf seinem ersten Album „Jazz Advance“ von 1956 ist der Pianist Cecil Taylor gemeinsam mit dem Sopransaxophonisten Steve Lacy zu hören. Noch spürt man die Verankerung im Post-Bop, doch zugleich auch schon das Streben nach der Befreiung von den bis dato geltenden rhythmischen und harmonischen Verbindlichkeiten des Jazz. Drei Jahre später spielte Cecil Taylor mit „Love For Sale“ eine Platte mit Interpretationen von Standards ein – ein letztes Innehalten vor den großen Erneuerungen, die er dann Anfang der 1960er Jahre im Kreis von New Yorker Musikern rastlos vorantrieb. Mit den 1966 und 1967 veröffentlichten Alben „Unit Structures“ und „Conquistador!“ hat Cecil Taylor seinen Avantgarde-Standpunkt im Jazz manifest gemacht.
Weitere Informationen finden Sie im Internet:
www.swr2.de/jazz



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