Waywords and Meansigns - Recreating Finnegans Wake
03.05.2015 23:26 von jazz (Kommentare: 0)

Finegans Wake von James Joyce gilt als eines der schwierigsten Bücher überhaupt. Entstanden ist das Werk über 16 Jahre und wurde 1939 erstmals komplett publiziert. Das Buch steckt voller Wortneuschöpfungen, mischt unter den englischen Grundtext Wörter aus einer Vielzahl weiterer Sprachen (darunter 80 japanische) und sein Sinn, seine Interpretation war Gegenstand zahlreicher – mehr oder weniger gelungener – Versuche. Die unzähligen Querverweise, Bezüge auf Mythologie und Geschichte und die unlineare und vielschichtige Erzählweise haben es zu einem der interessantesten und kryptischsten Werke der Weltliteratur gemacht.
Auf eine ganz eigene Art nähert sich das Projekt „Waywords und Meansigns“ dem Werk. Die 17 Kapitel der musikalischen Version werden von unterschiedlichen Künstlern interpretiert. Die Vorgabe war nur, dass die grundsätzliche Struktur des Werks und die Kontinuität der Erzählung gewahrt blieben - ansonsten hatten die Künstler aus unterschiedlichen Bereichen freie Hand.
Die erste Ausgabe dieses Unterfangen findet sich auf der Website „Waywords und Meansigns“ des Initiators Derek Pyle. An den Interpretationen sind unter anderem auch der in Köln lebende Saxophonist Hayden Chisholm beteiligt und der Trompeter Gareth Flowers. Alle Beiträge sind auf der Website des Projekts kostenlos abrufbar.
Derek Pyle sagt zum Projekt: "It has been an absolute joy producing Waywords and Meansigns. Thank you to everyone who has supported us, and a special thanks to all the contributors. You have poured your hearts into this work, not to mention nearly breaking your backs, and it really shows." Der 4. Mai, das Veröffentlichungsdatum des Projekts ist der 76. Jahrestag der Erstveröffentlichung von James Joyces Werk.
Eine „second edition“ des Projektes ist für den Herbst geplant und Teilnehmer werden noch gesucht.
| Website „Waywords und Meansigns“
![]()



Einen Kommentar schreiben